Mainz

Vorstand endlich komplett

Will Ruhe in die Gemeinde bringen: Stella Schindler-Siegreich Foto: ddp

Die Jüdische Gemeinde Mainz hat wieder einen Vorstand. In einer Sitzung am 3. November konnte sie ihn nun endlich komplettieren. Viele Anträge und Abstimmungsverfahren hatten nötig gewordenen dritte Sitzung wiederum in die Länge gezogen. Am Ende stand ein funktionsfähiges Gremium, an dessen Spitze erneut Stella Schindler-Siegreich steht.

Die Sitzung, die wie schon die am 25. August vom Frankfurter Rechtsanwalt und Vorsitzenden des Schieds- und Verwaltungsgerichts beim Zentralrat der Juden in Deutschland, Marc Grünbaum, geleitet wurde, ergab, dass Eleonora Fuhrer (105 Stimmen) und Anna Kischner (115) als Vorstandsmitglieder bestätigt wurden. Neu in das Leitungsgremium wurden Mimon Benizri und Mykhalylo Visnovatyy (98) gewählt. Der Vorsitzende des Landesverbandes der Jüdischen Gemeinden in Rheinland-Pfalz, Peter Waldmann, der im August als Gegenkandidat zu Schindler-Siegreich angetreten war, kam mit 73 Stimmen nicht in den Vorstand.

Vorsitz Schindler-Siegreich war bereits am 25. August in ihrem Amt als Vorsitzende der rund 1000 Mitglieder zählenden Gemeinde in der Landeshauptstadt bestätigt worden. Die erste Wahlsitzung am 30. Juni war daran gescheitert, dass der Prüfbericht von 2012 nicht ordnungsgemäß vorgelegt werden konnte. Nun gelte es erst einmal, »Ruhe in die Gemeinde zu bringen«, betonte Schindler-Siegreich. »Wir wollen jetzt zu unserem jüdischen Alltag zurückkehren.«

Der Vorstand wolle sich vor allem älteren Mitgliedern widmen. Aber auch die Jüngeren und Jüngsten sollten keineswegs zu kurz kommen. »Ein Traum wäre für uns ein eigener Kindergarten oder ein Kinderhort – vielleicht in Zusammenarbeit mit einer städtischen oder kirchlichen Einrichtung.«

Zusammenarbeit Direkt neben dem Gemeindezentrum ist ein Kindergarten, vielleicht könne man zusammenarbeiten, denkt Schindler-Siegreich laut nach. Allein in den vergangenen Monaten hatte die Gemeinde sieben Geburten. »Die jungen Familien wünschen sich eine jüdische Erziehung, und wir hätten eine koschere Küche zu bieten.«

Zudem hoffe die Gemeinde auf einen neuen Rabbiner, bestätigte Schindler-Siegreich. Nach außen wie nach innen stelle ein Rabbiner doch eine gewisse Autorität dar, meinte die Vorsitzende. »Wir suchen.« ja

Köln

»Russisch gehört zum Familienleben«

Hana Fischer bietet in der Kulturakademie Sprachkurse für Kinder an. Ein Gespräch über spielerisches Lernen, Vokabeln und das beliebte Bingo-Alphabet

von Christine Schmitt  26.06.2026

Dresden/Gohrisch

Sächsische Schostakowitsch Tage eröffnet

Das Festival widmet sich bis Sonntag jüdischen Einflüssen auf das Werk des russischen Komponisten

 26.06.2026

Chabad

Jüdische Gemeinde verschiebt Fest wegen Hitze

Neuer Termin nun Ende August

 25.06.2026

Musik

Vielstimmig

Das Festival »Shirat Haʼam« der ZWST hat sich zu einer kleinen Tradition entwickelt und ist so beliebt, dass Chöre weite Reisen auf sich nehmen, um dabei zu sein. Wir haben mitgehört

von Anja Bochtler  25.06.2026

Zwickau

Ausstellung zu jüdischen Lebensgeschichten

Im Jahr 2022 ist in Zwickau eine alte Torarolle wiederentdeckt worden. Die Schrift der früheren jüdischen Ortsgemeinde bildet nun das Herzstück einer Ausstellung

 24.06.2026

Dresden

Sachsen erwägt Verbindungsbüro in Israel

Das sächsische Kabinett stehe seiner Anregung dazu positiv gegenüber, sagt der Beauftragte für jüdisches Leben, Thomas Feist

 24.06.2026

Dresden

Jüdisches Leben: Gefühl von Unsicherheit im Alltag

In Sachsen gestalten Jüdinnen und Juden das kulturelle und gesellschaftliche Leben entscheidend mit. Dennoch bleibt Antisemitismus ein präsentes Problem

 23.06.2026

Meinung

Essen mit Beigeschmack

Katrin Richter kritisiert, dass jüdische und israelische Küche zunehmend nur noch mit Schutzkonzept serviert werden kann

 23.06.2026

Berlin

Zusammen genießen

Zum fünften Mal fand das Koschere Streetfood-Festival statt – mit Geschmäckern von fast überall

von Katrin Richter  23.06.2026