Buchenwald

Tor des ehemaligen KZ restauriert

Tor zum ehemaligen KZ Buchenwald Foto: dpa

Nach umfangreichen Restaurierungsarbeiten soll das Lagertor des ehemaligen Konzentrationslagers Buchenwald in der nächsten Woche wieder in der Gedenkstätte eingesetzt werden.

Während der vom Erfurter Fachhochschul-Professor Bernhard Mai wissenschaftlich begleiteten Renovierungsarbeiten haben die Restauratoren eine »historisch relevante Entdeckung« gemacht, berichtet die »Welt am Sonntag« in ihrer aktuellen Ausgabe.

Anstrich Der nach innen gerichtete Schriftzug »Jedem das Seine« am Eingangstor des ehemaligen KZ sei von der SS insgesamt acht Mal in roter Farbe nachgestrichen worden – nach außen dagegen nur einmal. Der Leiter der Gedenkstätte, Volkhard Knigge, interpretiert diese bisher unbekannte Tatsache als »ebenso bewusste wie böswillige politische Entscheidung« des damaligen Lagerkommandanten, heißt es in dem Bericht.

Die Häftlinge sollten ihr Verdikt offenbar immer vor Augen haben. Knigge hält es für denkbar, dass die Inschrift nach dem Winterfrost 1945 noch wenige Wochen vor der Befreiung des Lagers nachgestrichen wurde, um die KZ-Insassen zu demütigen.

Der langjährige Leiter der Gedenkstätte Buchenwald hatte sich im vergangenen Jahr dafür eingesetzt, das Lagertor »aus wissenschaftlicher und restauratorischer Sicht so zu behandeln wie ein barockes Schlosstor«.

Das in Buchenwald in den vergangenen Monaten ausgestellte Duplikat des Eingangstores wird in Kürze dem Britischen Museum zur Verfügung gestellt, berichtet die Zeitung weiter. epd

Frankfurt

Ein Abend – trotz allem

Im Philanthropin sprachen die Schoa-Überlebende Eva Szepesi und Ella Shani, eine Überlebende des 7. Oktober, über Zeitzeugen, Schüler und Erinnerungen

von Raquel Erdtmann  12.02.2026

Karneval

Ganz schön jeck

Die Düsseldorfer Gemeinde lud zum traditionellen Prinzenpaarempfang. Sie will damit ein Zeichen für den gesellschaftlichen Zusammenhalt setzen

von Jan Popp-Sewing  12.02.2026

Erfurt

Jüdische Kulturtage mit mehr Sichtbarkeit in Israel

Dank eines gewachsenen Netzwerks erwarten die Organisatoren von Thüringens größtem jüdischen Festival zahlreiche Künstler aus Israel

 12.02.2026

Kultur

Ensemble, Schmäh und Chalamet: Termine und TV-Tipps

Termine und Tipps für den Zeitraum vom 12. Februar bis zum 18. Februar

 11.02.2026

Erinnerung

Verantwortung lebt weiter

In Dachau fand kurz vor dem Internationalen Holocaust-Gedenktag erstmals ein »March of the Living« statt

von Esther Martel  09.02.2026

Lerntool

Timothée Chalamet, Batmizwa und eine Davidstern-Kette

»Sich be-kennen«: Der Zentralrat der Juden bietet einen interaktiven Onlinekurs über die Vielfalt des Judentums für Schulen und interessierte Gruppen an

von Helmut Kuhn  09.02.2026

Berlin-Neukölln

Kritik am Kandidaten

Ahmed Abed sorgte jüngst für einen Eklat, als er einen israelischen Gast als »Völkermörder« beschimpfte. Doch bei der Linkspartei steht der Politiker mit palästinensischen Wurzeln hoch im Kurs

von Imanuel Marcus  09.02.2026

Restitution

Uni Frankfurt übergibt erstmals NS-Raubgut an Jüdische Gemeinde

Seit gut fünf Jahren durchforstet die Universitätsbibliothek in Frankfurt ihre Bestände systematisch nach Raubgut aus der NS-Zeit. Das Projekt trägt nun Früchte - und ist noch lange nicht abgeschlossen

 09.02.2026

Berlin

Lesen, Lernen, Spaß

Der Saftblatt-Baum stand im Mittelpunkt der Erzählstunde des Projekts PJ Library

von Naomi Gronenberg  08.02.2026