München

Schicksal, Verlag, Jubiläum

Marian Offman Foto: imago images/ZUMA Wire

Schicksal

Am Odeonsplatz gerät der jüdische Stadtrat Felix Mandelbaum in ein Handgemenge mit dort aufmarschierten Rechtsradikalen und statt derer selbst in Polizeigewahrsam. Die Nacht in der Zelle gerät zur längsten seines Lebens, voller Erinnerungen an das Schicksal seiner Familie und sein Aufwachsen im Nachkriegsdeutschland. Mit Mandelbaum schuf Marian Offman, 1948 in München geboren, seinen ersten, im Volk Verlag erschienenen Roman, der bewusst autobiografische Züge trägt. Am Dienstag, 14. Juni, 19 Uhr, stellt Offman, der 18 Jahre im Münchner Stadtrat und 30 Jahre im Vorstand der Israelitischen Kultusgemeinde tätig war, seinen Blick auf jüdisches Leben in Deutschland im Jüdischen Museum München, St.-Jakobs-Platz 16, vor. Diese Kooperationsveranstaltung mit dem NS-Dokumentationszentrum moderiert Armand Presser. Der Eintritt ist frei; dennoch ist Anmeldung erforderlich unter 089/233-96096. ikg

Verlag

Am Montag, 13. Juni um 20 Uhr stellt Michele K. Troy die außergewöhnliche Geschichte eines der erfolgreichsten Verlage des 20. Jahrhunderts im Literaturhaus, Salvatorplatz 1, vor. Das im Europa Verlag erschienene Buch Die Albatross Connection. Drei Glücksritter und das »Dritte Reich« ist eine fesselnde Mischung aus Verlagshistorie und Spionageroman und beschreibt, wie anglo-amerikanische Literatur von Ernest Hemingway bis Virginia Woolf im nationalsozialistischen Deutschland präsent bleiben konnte. Das Gespräch mit der Professorin für Englisch am Hillyer College der University of Hartford/USA, führt Christian Strasser. Der Eintritt ist frei. Es wird um Anmeldung unter bs@europa-verlag.com gebeten. ikg

Jubiläum

Vor 25 Jahren entstand an der Ludwig-Maximilians-Universität München der Lehrstuhl für Jüdische Geschichte und Kultur. Er wurde unter Leitung des Historikers Michael Brenner zu einer Talentschmiede einer ganzen Generation von Historikern. Das wird am Mittwoch, 15. Juni, 19 Uhr, mit einem Festvortrag in der Großen Aula der Ludwig-Maximilians-Universität, Geschwister-Scholl-Platz 1, gefeiert. Es sprechen Hans van Ess, Vizepräsident der LMU, sowie Miriam Rürup, Direktorin des Moses Mendelssohn Zentrums Potsdam. Lehrstuhlinhaber Michael Brenner begrüßt den Historiker Michael A. Meyer. Für den Yerushalmi-Vortrag 2022 wurde als Thema Leben und Nachwirkung von »Rabbiner Leo Baeck als Repräsentant des deutschen Judentums« gewählt. Eine Anmeldung ist erforderlich unter 089/2180 5570 oder per E-Mail unter juedische.geschichte@lrz.uni-muenchen.de. ikg

Wolfgang Benz, Stefanie Schüler-Springorum und das deutsche Zentrum für Antisemitismusleugnung

Ein Kommentar von JA-Chefredakteur Philipp Peyman Engel

von Philipp Peyman Engel  25.09.2026

Engagement

Erstklassig, Digga!

Der Fußballverein Hannover 96 ist nun beim Projekt »Shalom, Digga« in Niedersachsen mit dabei

von Katrin Richter  24.09.2026

Kommentar

Sprecht mit uns. Nehmt uns ernst

Herr Ramelow, die jüdische Gemeinschaft, die vor Judenhass warnt, ist nicht das Problem. Antisemitismus ist das Problem - insbesondere in Ihrer Partei

von Avitall Gerstetter  24.09.2026

Deutschland

»Existenzgefahr für Berlins Juden«

Die Linke macht immer wieder mit Judenhass und Forderungen nach der Auslöschung Israels von sich reden. Der Wahlsieg der Partei veranlasst nun den israelischen Botschafter zu einer ungewöhnlich deutlichen Stellungnahme

 23.09.2026

Hellerau

Tscheburaschka und WBS70

Die Ausstellung »Jüdische Ossis IV – Räume der Freiheit und des Rückzugs« stellt Fragen nach privater und öffentlicher Identität

von Katrin Richter  22.09.2026

Hillel

»Man fühlt sich bei uns willkommen«

Die neue Geschäftsführerin Liora Jaffe über das Zuhören, Visionen und Aha-Momente

von Christine Schmitt  22.09.2026

Wuppertal

Brandanschlag auf Synagoge: Frauen weggeschickt

Mitten am Tag soll ein 37-jähriger Afghane einen Brandsatz an der Bergischen Synagoge gezündet und sich danach antisemitisch geäußert haben. Vorher soll er zwei Passantinnen weggeschickt haben

 22.09.2026

Meinung

Berlin bekommt, was es verdient!

Ein Kommentar von Chefredakteur Philipp Peyman Engel zum Erdrutschsieg der Linkspartei in der Hauptstadt

von Philipp Peyman Engel  20.09.2026

Feiertage

Chatima towa, oder was?

Was von Rosch Haschana über Jom Kippur bis Sukkot die korrekte Grußformel ist

von Rabbiner Yaacov Zinvirt  25.09.2026 Aktualisiert