Literatur

Religiöses für junge Leser

Eingängig und emotional ansprechend: Biblische Geschichten für Kinder aus der Jüdischen Verlagsanstalt Foto: Marco Limberg

Vier Kinderbücher zu jüdisch-religiösen Themen, die im amerikanischen Original im Verlag Jewish Lights Publishing (Woodstock, USA) erschienen sind, hat die Jüdische Verlagsanstalt Berlin nun in Übersetzungen von Esther Kontarsky auf Deutsch herausgebracht. Es sind Bücher für die Altersgruppe von vier bis acht Jahren, die sich gut zum Vorlesen für den Hausgebrauch eignen, aber auch in Spielzimmern in der Synagoge oder im Gemeindehaus ihren festen Platz finden sollten.

Drei der Bücher stammen von der rekonstruktionistischen Rabbinerin Sandy Eisenberg Sasso: Kain und Abel, Adam und Evas erster Sonnenuntergang, Und Gott sprach Amen. Das vierte Buch In Gottes Händen haben der Reformrabbiner Lawrence Kushner und der Kinderbuchautor Gary Schmidt gemeinsam geschrieben.

Challot Während In Gottes Händen nachvollziehbar und spannend von einem reichen und einem armen Mann erzählt, die sich in der Synagoge einander annähern, indem der Reiche für die vielen Kinder des Armen Challot bäckt und sie im Toraschrein deponiert, bringen Kain und Abel sowie Adam und Evas erster Sonnenuntergang den jungen Lesern biblische Geschichten in eingängiger und emotional sehr ansprechender Form nahe – mit schönen bunten Illustrationen von Joani Keller Rothenberg.

Gerade die Geschichte der konkurrierenden Brüder Kain und Abel dürfte Kinder überzeugend ansprechen. Aus dem Rahmen fällt nur der vierte Titel Und Gott sprach Amen, der von der Annäherung zweier verfeindeter Fürstenreiche erzählt, dabei aber weder interessant geschrieben noch gründlich lektoriert ist. Beispiele für Letzeres sind die Zeichen- und Kommafehler, die leider auch in den anderen übersetzten Büchern gelegentlich zu finden sind.

Sandy Eisenberg Sasso: »Kain und Abel«, »Adam und Evas erster Sonnenuntergang« und »Und Gott sprach Amen« sowie Lawrence Kushner/Gary Schmidt: »In Gottes Händen«, alle: Jüdische Verlagsanstalt, Berlin 2013, jeweils 32 S., 12 €

Berlin

Er hat Traditionen neu gedeutet

Pavel Feinstein ist tot. Der Maler und Zeichner starb nach kurzer, schwerer Krankheit

 18.05.2026

Prozess

Urteil im Prozess gegen Dresdner Rabbiner erwartet

Dem Angeklagten werden Geldwäsche und Betrug vorgeworfen

 18.05.2026

Gedenken

Prägend für den Kunsthandel

Die Stadt München brachte in der Liebigstraße ein Erinnerungszeichen für den jüdischen Auktionator Hugo Helbing und seine Familie an

von Luis Gruhler  18.05.2026

München

»Jener Tag des Sieges hat uns die Freiheit geschenkt«

Zum Jahrestag der Befreiung vom Nationalsozialismus gedachte die IKG der jüdischen Soldaten in den alliierten Armeen

von Vivian Rosen  18.05.2026

Berlin

Ein Israeli erklärt Berlin

Tourguide: Der ehemalige Opernsänger Eyal Edelmann führt Landsleute durch die deutsche Hauptstadt

von Alicia Rust  17.05.2026

Brandenburg

Brandanschlag: Jüdische Gemeinden stellen sich hinter Büttner

Im Fall des Brandanschlags auf das Anwesen des brandenburgischen Antisemitismusbeauftragten gibt es viele offene Fragen. Die örtliche jüdische Gemeinde solidarisiert sich mit Andreas Büttner

 15.05.2026

Jewrovision in Stuttgart

Der Gewinner heißt JuJuBa!

Das Team der Jugendzentren aus Baden hat den ersten Platz beim jüdischen Musikwettbewerb belegt. Der Preis für das beste Video ging an Neschama München

 15.05.2026

Stuttgart

Noa Kirel: »Ich liebe dich, Jewrovision!«

Die israelische Musikerin ist der Special Act auf dem größten jüdischen Musikwettbewerb Deutschlands

 15.05.2026

Stuttgart

Startschuss für die Jewrovision

Der jüdische Jugend-Musikwettbewerb hat begonnen. In der baden-württembergischen Landeshauptstadt treten heute 13 Teams aus ganz Deutschland auf

von Joshua Schultheis  15.05.2026 Aktualisiert