Thüringen/Berlin

Rechtsextreme Vorfälle

Geschändet: der jüdische Friedhof in Sondershausen Foto: (CC) Aussteiger21

In Ostdeutschland ist es am Wochenende zu mehreren rechtsextremen Vorfällen gekommen. Nach einem Konzert von rechtsextremen Bands ist der jüdische Friedhof in Sondershausen geschändet worden. Laut Polizeiangaben beschädigten Unbekannte in der Nacht zum Sonntag den Friedhofszaun auf drei Meter Länge und warfen einen Grabstein um. Hinweise auf die Täter gebe es noch nicht, es werde in alle Richtungen ermittelt.

Staatsschutz Der Staatschutz, das Landeskriminalamt und die Nordhäuser Kriminalpolizei haben die Ermittlungen aufgenommen, hieß es. Am Samstag hatte es im Sondershausen ein Konzert rechtsextremer Bands gegeben. Dazu waren mehr als 700 Neonazis in die nordthüringische Stadt angereist. Ob es einen Zusammenhang zwischen dem Konzert und der Schändung des jüdischen Friedhofs gebe, sei noch unklar.

Auch gegen einen Berliner ermittelt der Staatsschutz. Der betrunkene Mann hatte am Samstagabend in Berlin Treptow-Köpenick rechtsextreme Parolen gerufen. So soll der 49-Jährige in einem Volkspark unter anderem mehrfach mit ausgestreckten Arm »Heil Hitler« gerufen haben, teilte die Polizei am Sonntag mit. Zusätzlich soll er bei der Festnahme Sicherheitsbeamte beleidigt haben. Der Mann wurde vorübergehend festgenommen. Ein Alkoholtest bei ihm habe einen Wert von über zwei Promille ergeben. epd

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