Berlin

Realitäten anerkennen

Treffen der »Scholars for Peace in the Middle East« in Berlin Foto: Uwe Steinert

Ohne die Anerkennung Jerusalems als Hauptstadt des Staates Israel kann es keine Lösung des Konflikts im Nahen Osten geben. Das sagte der israelische Botschafter in Deutschland, Jeremy Issacharoff, am Wochenende auf einer Veranstaltung der »Scholars for Peace in the Middle East« (SPME) in Berlin.

»Die Entscheidung von US-Präsident Trump zur Anerkennung Jerusalems als Hauptstadt hat entgegen der mehrheitlichen Wahrnehmung der Weltöffentlichkeit die Zweistaatenlösung nicht unmöglich gemacht«, sagte Issacharoff. Der Schritt sei vielmehr die längst überfällige Anerkennung einer faktischen Realität gewesen.

jubiläum Die SPME hatten aus Anlass ihres zehnjährigen Jubiläums zu einem Symposium geladen. Der Titel der zweitägigen Tagung lautete »Seit 150 Jahren aktuell: Antisemitismus, Nahost und kein Ende«.

Zusammen mit Vertretern aus Politik und Medien diskutierten die Akademiker über die gegenwärtige Lage im Nahen Osten, den Zustand der deutsch-israelischen Beziehungen sowie Antisemitismus in Deutschland und Europa.

»Der israelbezogene Antisemitismus wird auch hierzulande immer stärker«, sagte Daniel Botmann, Geschäftsführer des Zentralrats der Juden. Organisationen wie die SPME seien mit ihrer Aufklärungsarbeit daher wichtiger denn je. Die SPME setzen sich für einen ausgewogenen Umgang mit Israel und gegen Antisemitismus im wissenschaftlichen Bereich ein.

Lesen Sie mehr in der Printausgabe der Jüdischen Allgemeinen.

Porträt der Woche

»Mein Zuhause ist hier«

Noam Petri ist Abiturient, Makkabi-Mitglied und engagiert sich gegen Antisemitismus

von Eugen El  25.07.2021

Gesellschaft

»Die Perspektive der Betroffenen ist wichtig«

Claudia Vanoni über Antisemitismus, effektive Strafverfolgung und einen Leitfaden für die Polizei

von Ralf Balke  23.07.2021

Kultussteuer

Wer zahlt was?

Wie jüdische Gemeinden die Beiträge für ihre Mitglieder erheben

von Hans-Ulrich Dillmann  22.07.2021

Hochwasser

»Das geht uns unter die Haut«

Hagay Feldheim über die Auswirkungen des Hochwassers und die Aufräumarbeiten in der Gemeinde Hagen

von Eugen El  22.07.2021

Hochwasser

Nach der Flut

Die schweren Unwetter im Westen Deutschlands haben auch die jüdischen Gemeinden getroffen. Sie erfahren jetzt Unterstützung und wollen anderen helfen

von Eugen El  22.07.2021

Trauer

»Eine außergewöhnliche Bürgerin«

Die Musikerin und Zeitzeugin Esther Bejarano wurde in Hamburg beigesetzt

von Heike Linde-Lembke  22.07.2021

Lesung

Literarische Begegnung

Max Mohrs Roman »Frau ohne Reue« in der Reihe »Würzburg liest ein Buch«

von Stefan W. Römmelt  22.07.2021

München

Ein Kompass fürs Leben

Im Gemeindezentrum wurden die diesjährigen Abiturienten feierlich verabschiedet

von Ellen Presser  22.07.2021

München

Jüdisch im Herzen

Am Sonntag findet auf dem Jakobsplatz die feierliche Auftaktveranstaltung zum Festjahr statt

von Helmut Reister  22.07.2021