Meldungen

Polizei, Awards, Kultur

Übergabe des Wachcontainers in Frankfurt Foto: Rafael Herlich

Frankfurt
Die Jüdische Gemeinde hat der Polizei Frankfurt am Dienstag einen Wachcontainer übergeben. Der bereits 2018 von der Jüdischen Gemeinde erbaute und komplett finanzierte Wachcontainer wurde speziell für die diensthabenden Polizeibeamten der Stadt Frankfurt errichtet, um den Einsatz zum Schutz des Schulneubaus und des Ignatz-Bubis-Gemeindezentrums durch die Annehmlichkeiten eines voll ausgestatteten Arbeitsplatzes zu erleichtern sowie witterungsbedingte Widrigkeiten zu vermeiden, heißt es in einer Pressemitteilung. Der Container beinhalte Klimaanlage, Heizung und Internetanschluss, sagte Vorstandsmitglied Leo Latasch, der den Container gemeinsam mit Harry Schnabel vom Vorstand übergab. Die diensthabenden Beamten sollen die Zeit, in der sie die Gemeinde bewachen, nicht in einem Auto verbringen müssen, sagte Latasch. Mehr als 90.000 Euro habe die Gemeinde für den kleinen Vorbau aufgebracht. Zusätzlich gibt die Gemeinde den Angaben zufolge 1,2 Millionen Euro jährlich für eigenes Sicherheitspersonal aus. Der Container gelte »als Beweis der langjährigen guten und vertrauensvollen Zusammenarbeit der Jüdischen Gemeinde und der Frankfurter Polizei«. dpa/ja

Awards
Das European Leadership Network (ELNET) hat mit Perspektive Israel ein Handbuch der deutsch-israelischen Beziehungen veröffentlicht. Das 47 Seiten umfassende Heft stellt die 35. israelische Regierung vor und beleuchtet die derzeitige Parteienlandschaft des Staates. Neben den Themen der neuen Regierung in Jerusalem legt die Publikation einen Schwerpunkt auf Innovationen, Außenpolitik und Sicherheit. Zudem lobt die gemeinnützige Organisation die ELNET Awards aus. Damit soll gesellschaftliches, kulturelles und politisches Engagement gegen Antisemitismus und für jüdisches Leben ausgezeichnet werden. Die Schirmherrschaft hat Bundesfamilienministerin Franziska Giffey (SPD) übernommen. Die Awards sollen am 17. März 2021 vergeben werden. ja

Dresden
Vom 1. bis zum 8. November findet in der sächsischen Landeshauptstadt die Jüdische Woche Dresden statt. In diesem Jahr möchten die Veranstalter den Besucherinnen und Besuchern »eine Welt zeigen, die humorvoll, nachdenklich, kritisch, unterhaltend – aber eben auch und vor allem hoffnungsvoll ist«. Den Auftakt macht am 1. November »Borders & Ballads«, ein Konzert mit Daniel Kahn und Christian Dawid. Weitere Informationen unter www.juedische-woche-dresden.de. ja

Dialog zwischen den Religionen

»Christlich-Jüdische Zusammenarbeit 2026« in Köln eröffnet

Mit der Verleihung der Buber-Rosenzweig-Medaille an den katholischen Judaisten Christian Rutishauser beginnt die einstige »Woche der Brüderlichkeit«

 08.03.2026

Ehrung

Holocaust-Überlebender Leon Weintraub erhält Göttinger Friedenspreis

Auszeichnung für einen Hundertjährigen und für das Schulnetzwerk »Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage«

 08.03.2026

Internationaler Frauentag

Sie machen die Gemeinden

Wie prägen Frauen die jüdische Community? Wir haben uns bei Vorsitzenden umgehört

von Katrin Richter, Christine Schmitt  08.03.2026

Porträt

Mit viel Gespür

Franklin Oberlaender ist Familientherapeut, liebt Bücher und das Genre »Film Noir«

von Alicia Rust  08.03.2026

Erfurt

Jüdisch-Israelische Kulturtage in Thüringen eröffnet

Die diesjährigen Jüdisch-Israelischen Kulturtage bringen israelische Kultur nach Thüringen und setzen mit Konzerten, Lesungen und Debatten ein Zeichen gegen Antisemitismus. Die Eröffnung stand im Zeichen der aktuellen Kämpfe im Nahen Osten

 06.03.2026

Forschungsprojekt

Hochschule für Jüdische Studien will Schüler handlungsfähig machen

Antisemitischer Hass ist im Netz allgegenwärtig. Ein neues Projekt erforscht jetzt linken Judenhass - und befähigt Schüler, der Hetze entgegenzutreten. Entscheidend dabei: Medienkompetenz und historisches Wissen

von Volker Hasenauer  06.03.2026

Hamburg

Jüdische Zukunft an der Elbe

Debattieren, begegnen und einander stärken: Mehr als 400 junge Erwachsene setzten beim Jugendkongress ein Zeichen

von Joshua Schultheis, Mascha Malburg, Moritz Piehler  05.03.2026

Berlin

Jüdisches Krankenhaus sucht weiter nach neuem Träger

Das insolvente Jüdische Krankenhaus Berlin soll zunächst weiter in Eigenverwaltung saniert werden. Der Krankenhausbetrieb wird in dieser Zeit in vollem Umfang aufrechterhalten

 05.03.2026

Reaktionen

Zwischen Sorge und Hoffnung

Jüdinnen und Juden mit iranischen Wurzeln verfolgen intensiv die Nachrichten – sie bangen mit den Israelis und hoffen, eines Tages wieder in den Iran reisen zu können. Wir haben uns umgehört

von Katrin Richter, Christine Schmitt  04.03.2026