München

Olympia 1972, Zeitzeugin, Gedenkjahr

Das Plakat, das vom Organisationskomitee für die Olympischen Spiele in München 1972 erstellt wurde Foto: imago/ZUMA/Keystone

München

Olympia 1972, Zeitzeugin, Gedenkjahr

Meldungen aus der IKG

 20.01.2022 15:08 Uhr

Zeitzeugin

Am Sonntag, 23. Januar, 21.15 Uhr, präsentiert ARD alpha unter dem Titel Zeugin der Zeit: Charlotte Knob­loch. Eine Kindheit im Versteck eine 45-minütige Dokumentation. Die Präsidentin der Israelitischen Kultusgemeinde, eine gebürtige Münchnerin, überlebte die NS-Zeit nur dank der Geistesgegenwart ihres Vaters Fritz Neuland und dank des Mutes einer tief religiösen katholischen Bäuerin in Mittelfranken. Für Buch und Regie zeichnet Michaela Wilhelm-Fischer verantwortlich. ikg

Olympia 1972

Roman Deininger und Uwe Ritzer stellen am Montag, 24. Januar, 20 Uhr, ihr bei dtv erschienenes Buch Die Spiele des Jahrhunderts. Olympia 1972, der Terror und das neue Deutschland auf Einladung der Stiftung Literaturhaus vor. Als Gäste mit dabei sind die damalige Hochspringerin Ulrike Meyfarth, Alt-OB Christian Ude, dessen politische Karriere 1972 als Pressesprecher der SPD begann, sowie als Ehrengast IKG-Präsidentin Charlotte Knobloch. Stream-Tickets sind über Reservix unter der Ticket-Hotline 01806/700733 erhältlich. ikg

Beer Sheva

Beer Sheva, die neueste Partnerstadt Münchens, blickt auf eine lange Geschichte zurück. Mark H. Gelber, emeritierter Ordinarius für Komparatistik und deutsch-jüdische Studien sowie von 2008 bis 2019 Leiter des Zentrums für österreichische und deutsche Studien an der Ben-Gurion University in Beer Sheva, hält am Dienstag, 25. Januar, 18 Uhr, einen Zoom-Vortrag zum Thema »Beer Sheva: Von der biblischen Stadt des Friedens zum israelischen High-Tech- und Forschungs-Zentrum für Einwanderer aus aller Welt«. Dabei konzentriert er sich insbesondere auf die Darstellung der modernen »Hauptstadt des Negevs«, die nicht nur Immigranten aus aller Welt anzieht, sondern eine große beduinische Bevölkerung beherbergt. Die Veranstaltung findet statt in Kooperation des Lehrstuhls für Jüdische Geschichte und Kultur an der Ludwig-Maximilians-Universität (LMU) mit dem Kulturreferat der Landeshauptstadt München. Die Anmeldung unter juedische.geschichte@lrz.uni-muenchen.de ist erforderlich, um den Link zum Vortrag zu erhalten. ikg

Flossenbürg

Am Mittwoch, 26. Januar, 11 Uhr, strahlt das Bayerische Fernsehen den Gedenkakt für die Opfer des Nationalsozialismus in einer Live-Übertragung aus Flossenbürg aus. Vor Ort werden nur die Mitwirkenden sein. Es sprechen die Präsidentin des Bayerischen Landtags, Ilse Aigner, und Karl Freller, Direktor der Stiftung Bayerische Gedenkstätten, gleichzeitig Erster Vizepräsident des Bayerischen Landtags. Zu diesem Anlass wird die Steinstele des Bildhauers Bastian Brauwer zum Gedenken an die homosexuellen Opfer präsentiert. ikg

Gedenkjahr

»Zwölf Monate – Zwölf Namen | 50 Jahre Olympia-Attentat München« stehen für ein Gedenkjahr an jede Einzelpersönlichkeit, die bei dem Massaker am 5./6. September 1972 ermordet wurde. Den Anfang macht das Amerikahaus am Karolinenplatz mit einem multimedialen Erinnerungsprojekt für David Berger. Die Fassade zeigt bis 31. Januar Impressionen aus dem Leben des Gewichthebers aus dem israelischen Olympia-Team. Gleichzeitig ist eine Tonspur über einen QR-Code abrufbar. Die Audioaufnahme gibt einen Einblick in sein Leben, lässt die Familie zu Wort kommen und regt an, über die demokratischen Werte von Frieden und Bildung nachzudenken, für die David Berger stand. Das Mixed-Media-Projekt, eine Kooperation von Bayerischem Amerikahaus, NS-Dokumentationszentrum und Jüdischem Museum, stammt von Horst Konietzny und Saba Bussmann. ikg

München

Ein lebendiger Ort der Begegnung

Das neue Familienzentrum lud in der Reichenbachstraße zu einem »gemein(de)samen« Nachmittag ein

von Esther Martel  20.01.2026

Würdigung

Oldenburgerin Elke Heger erhält den Albrecht Weinberg-Preis

Die Oldenburger Pädagogin Elke Heger erhält für ihr jahrzehntelanges Engagement für die Gemeinschaft zwischen Juden und Christen den Albrecht Weinberg-Preis. Zur Verleihung wird der niedersächsische Ministerpräsident Olaf Lies erwartet

 20.01.2026

Essen

»Holo-Voices«: Zeitzeugen des Holocausts sollen für immer sprechen

Auf der ehemaligen Zeche Zollverein in Essen startet ein Medienprojekt, das Zeugen des Holocausts mit Besuchern in einen Dialog bringt. »Holo-Voices« soll Zeitzeugen »eine Stimme für die Ewigkeit« geben

 20.01.2026

Gedenktag

Weltweit noch 196.600 jüdische Holocaust-Überlebende

Am 27. Januar wird an die Befreiung des KZ Auschwitz vor 81 Jahren erinnert. Dort und an vielen anderen Orten ermordeten die Nationalsozialisten Millionen Juden. Noch können Überlebende von dem Grauen berichten

 20.01.2026

Eva Umlauf

»Man tut sich mit den toten Juden leichter als mit den lebenden«

Die Münchnerin ist Präsidentin des Internationalen Auschwitz-Komitees. Auf eine bestimmte Art des Gedenkens an die Opfer der Schoa schaut sie kritisch – und sagt, was sie sich wünscht

von Leticia Witte  20.01.2026

Warnung

Holocaust-Überlebende besorgt um Zukunft der Demokratie

Sieben Holocaust-Überlebende berichten in dem Buch »Nach der Nacht« über ihre Sorgen um die Demokratie und den Aufstieg rechter Parteien. Zu sehen sind Ausschnitte der Interviews auch im Nachtprogramm der ARD

 19.01.2026

Interview

»Die Kita wird für alle offen sein«

Yevgeny Kutikov, Vorsitzender der Jüdischen Gemeinde zu Potsdam, über die erste jüdische Kita in Brandenburg.

von Christine Schmitt  19.01.2026

Dachau

2025 mehr als eine Million Besucher in KZ-Gedenkstätte

Erstmals wurden in der KZ-Gedenkstätte Dachau ein ganzes Jahr lang Besucher gezählt. 2025 waren es mehr als eine Million. Im kommenden Frühjahr will man deren Profil genauer untersuchen

 19.01.2026

Köln

Jüdischer Karnevalsverein antisemitisch angefeindet

»Es ist das bisher Heftigste, was uns passiert ist«, sagt der Präsident des jüdischen Karnevalsvereins »Kölsche Kippa Köpp«. Den Mut verliert Aaron Knappstein aber nicht

von Leticia Witte  19.01.2026