Design

Neues Logo für Makkabi

Der jüdische Turn- und Sport-Dachverband Makkabi Deutschland hat ein neues Logo. Am vergangenen Sonntag beschlossen die Delegierten der Makkabi-Ortsvereine die dafür notwendige Satzungsänderung. Der Beschluss erhielt eine Mehrheit von mehr als zwei Dritteln der Stimmberechtigten.

Der Verband bezeichnet das neue Logo als »Schritt in die Zukunft und in die Richtung der internationalen Makkabi-Familie«. »Alles begann mit einer Idee. Aus der Idee wurde eine Bewegung. Und diese Bewegung ist jetzt angekommen«, sagte Mike Samuel Delberg, Makkabi-Präsidiumsmitglied, bei der Präsentation. Makkabi Deutschland wurde 1903 von deutsch-jüdischen Sportvereinen als Dachverband gegründet.

Die einst gepackten Koffer sind ausgepackt», begründet Delberg den Farbwechsel.

Farben Jetzt wechseln die Verbandsfarben: Aus Blau-Weiß werden die Farben der deutschen Bundesflagge, Schwarz-Rot-Gold. «Makkabi Deutschland ist die jüdische Nationalmannschaft Deutschlands. Die einst gepackten Koffer sind ausgepackt», begründet Delberg den Farbwechsel.

Außerdem kehrt der Davidstern ins Logo zurück. Dieser war bislang lediglich in den Logos der Ortsvereine sowie der internationalen Makkabi-Vereine integraler Bestandteil.

«Makkabi Deutschland schließt sich dieser Tradition nun an», heißt es in einem Statement. «Unsere Sportler sind stolz darauf, mit dem Davidstern auf der Brust und den deutschen Farben auf den Trikots auflaufen zu können.» Bei internationalen Wettkämpfen wie den European Maccabi Games (EMG) und der Maccabiah soll so ein «sichtbarer Bezug zum eigenen Land» präsentiert werden.

Das neue Logo soll die «Öffnung Makkabis als Teil der jüdischen und deutschen Gesellschaft» symbolisieren.

EMG «Sowohl bei den EMG als auch bei den Makkabi-Weltspielen messen sich jüdische Teams aus den verschiedensten Ländern miteinander. Im Gegensatz zu den Ortsvereinen ist das Jüdischsein hier kein Alleinstellungsmerkmal, sondern eine Gemeinsamkeit. Der Unterschied liegt in der Nationalität», sagt Alfi Goldenberg, Vizepräsident von Makkabi Deutschland. «Amerika läuft in blau-rot-weiß, die Holländer in orange auf – wir werden schwarz-rot-gold.»

Gestaltet wurde das neue Logo von Katja und Frank Schüler in Zusammenarbeit mit dem Makkabi-Präsidium. Es soll die «Öffnung Makkabis als Teil der jüdischen und deutschen Gesellschaft» symbolisieren. «Aus einem geschlossenen Wappen ist nun ein Zeichen der Verbundenheit geworden.»

Sachsen-Anhalt

Drohungen gegen jüdische Studenten nach Aktion vor Synagoge

Eine Menschenkette hinderte den AfD-Politiker Tillschneider an der Teilnahme an einer Gedenkfeier in Halle. Das hat Folgen für die Studierenden

 16.10.2026

Frankfurt/ Main

Einst Provisorium, heute selbstbewusst

Zum 75. Jubiläum beleuchtet ein Almanach die Geschichte der jüdischen Gemeinde nach der Schoa, ihre inneren Konflikte und ihren Weg zu einem festen Platz in der Stadtgesellschaft

von Leon Stork  15.10.2026

Dresden

Tora-Projekt wird verlängert

Mitten in Dresden wird derzeit in aller Öffentlichkeit eine Tora-Rolle geschrieben. Das Projekt soll jüdisches Leben sichtbar machen. Die Schreiberin sitzt in einem gläsernen Pavillon

 14.10.2026

Gedenken

Vier Stolpersteine erinnern in Erfurt an Familie Rosenblüth

Ein Poesiealbum bewahrte die Erinnerung an eine jüdische Mitschülerin über Generationen. Am 9. November werden in Erfurt vier Stolpersteine für Sara Rosenblüth und ihre drei Töchter verlegt

 14.10.2026

Sachsen-Anhalt

Eine Woche voller Eklats

Nach der Wahl des Landtagspräsidiums bröckelt die »Brandmauer« in der CDU weiter. Das Gedenken in Halle bot einen Vorgeschmack auf ein Land unter AfD-Regierung

von André Anchuelo  14.10.2026

Meilenstein

Endlich Batmizwa

Unsere Autorin hatte vor Kurzem ihren großen Tag. Wie sie sich darauf vorbereitet hat, was ihr Dvar Tora war und wie das Motto ihrer Party lautete, das hat sie uns erzählt

von Madeleine Prinz  13.10.2026

München

Einstimmige Zwiesprache

Kunstexperte Konrad Bernheimer stellte seine Familiengeschichte zwischen Südamerika und Deutschland in Briefen an den Vater vor

von Vivian Rosen  13.10.2026

9. November

Bautzen erinnert an Novemberpogrome 1938

Der Bautzener Kornmarkt war Schauplatz der Novemberpogrome von 1938. Eine temporäre Installation soll am authentischen Ort an NS-Opfer erinnern

 13.10.2026

Berlin

Guy Katz mit Margot-Friedländer-Preis ausgezeichnet

Geehrt wurden neben dem Hochschullehrer, eine Europaschule und ein Projekt des Bundes der Deutschen Katholischen Jugend

 13.10.2026