IKG

Mit Sachverstand und Teamgeist

Im Dienst der jüdischen Gemeinschaft: Steven Guttmann (l.) mit IKG-Präsidentin Charlotte Knobloch und Staatsminister Florian Herrmann Foto: Bayerische Staatsregierung

Als Steven Guttmann im März sein Amt als Geschäftsführer der Israelitischen Kultusgemeinde München und Oberbayern (IKG) antrat, stand er mit der Corona-Krise sofort vor einer Herausforderung, deren Ausmaß damals nicht abschätzbar war.

Aber seine Affinität zu neuen Medien und digitalen Kommunikationsmitteln kam ihm dabei zugute. In ständigem Austausch mit IKG-Präsidentin Charlotte Knobloch schlug er mit Sachverstand, neuen Ideen und Teamgeist moderne Wege der internen und externen Kommunikation ein und stellte sie zugleich auf eine solide Basis.

wir-gefühl Videokonferenzen mit allen Mitarbeitern der einzelnen Abteilungen haben in dieser außergewöhnlichen Zeit die räumliche Distanz überwunden und das Wir-Gefühl gestärkt. Als Mitglied des Krisenstabs hat Steven Guttmann entscheidend an der Ausgestaltung des Hygieneplans und der schrittweisen Rückführung der Mitarbeiter vom Homeoffice ins Gemeindezentrum mitgewirkt.

Kaum im Amt, erwies sich Steven Guttmann als äußerst glückliche Besetzung in dieser Zeit.

Kaum im Amt, erwies er sich als äußerst glückliche Besetzung in dieser Zeit, in der es galt, durch Empathie und mit einer sorgfältigen und weitsichtigen Planung und Umsetzung der Vorhaben möglichst unbeschadet durch die Pandemie zu kommen. Die virtuellen Möglichkeiten der Teilhabe am religiösen und kulturellen Gemeindeleben durch den Videokanal der Kultusgemeinde sowie deren Aktivitäten in den sozialen Netzwerken will Guttmann auch nach der Corona-Krise beibehalten und weiter ausbauen.

chance Der neue Geschäftsführer der Gemeinde ist und bleibt ein Optimist und sieht auch in der Krise eine Chance. Durch ihn hat sich die Kultusgemeinde bereits verändert und ist virtuell ein Stück zukunftsfester geworden. Steven Guttmann ist Gemeindemitglied. Er hat an der Ludwig-Maximilians-Universität sein erstes und am Oberlandesgericht München sein zweites Staatsexamen absolviert. Als Rechtsanwalt war er zuvor bei den deutschen Vistra-Konzerngesellschaften beschäftigt.

Neben seiner beruflichen Laufbahn engagiert er sich ehrenamtlich für soziale Initiativen. Bei den Mitzwe Makers (Vollbringer guter Taten) setzte er sich für die Schwachen in der Gemeinde ein. Die freiwilligen Helfer haben unter seiner Regie unter anderem die Pessachpakete an bedürftige Gemeindemitglieder verteilt. Heute steht Guttmann als Geschäftsführer mit seinem juristischen Know-how der Gemeinde und IKG-Präsidentin Charlotte Knobloch zur Seite.

Israel

Zeit, Zionist zu sein!

Fünf Gründe, den jüdischen Staat zu lieben – mit all seinen Stärken und Schwächen

von Daniel Neumann  07.04.2026

Berlin

Trauer um Rabbiner Avraham Golovacheov

Der Rabbiner der Jüdischen Gemeinde Chabad Berlin ist am Montag nach schwerer Krankheit gestorben. Vor 18 Jahren war er als Chabad-Gesandter in die deutsche Hauptstadt gekommen

 07.04.2026

Porträt der Woche

Ich bin dankbar

Svitlana Petrovska überlebte die Nazis – und floh vor Putins Krieg nach Berlin

von Rob Savelberg  06.04.2026

Kahal Adass Jisroel

Platz für die Zukunft

Die Gemeinde in Berlin plant für 26 Millionen Euro ein neues Gemeinde- und Bildungszentrum

von Christine Schmitt  06.04.2026

Schwerin

Ein Denkmal für Willy

Der ehemalige Rabbiner William Wolff wird mit einer Statue geehrt

von Axel Seitz  06.04.2026

»Meet a Jew«

Viele Fragen

Marguerite und Benjamin sind zwei Freiwillige, die im Rahmen des Zentralratsprojektes mit Jugendlichen über das Judentum ins Gespräch kommen. So wie kürzlich in Spandau mit einer Box Mazzot

von Alicia Rust  06.04.2026

Jom Haschoa

Narbe gegen das Vergessen

Wir, die Nachkommen der Zeitzeugen und der Ermordeten, dürfen das Leid unserer Großeltern nicht verstecken – wir müssen dafür sorgen, dass es unseren Kindern erspart bleibt

von Eugene Korsunsky  06.04.2026

Jewrovision

Aller guten Moderatoren sind drei

Jung, dynamisch und schlagfertig: Ein Trio wird im Mai durch die Show führen

von Christine Schmitt  06.04.2026

Neukölln

Rechts und links der Sonnenallee

Ein Stadtspaziergang führt auf jüdischen Spuren durch den ehemaligen Arbeiterbezirk

von Pascal Beck  05.04.2026