Kultus

Landesverband West erhält Körperschaftsrechte

Foto: dpa

Der Landesverband West der Jüdischen Kultusgemeinden in Brandenburg hat am Dienstag offiziell die Körperschaftsrechte erhalten. Die entsprechende Urkunde wurde den Vertretern von Kulturministerin Martina Münch (SPD) übergeben.

Der Landesverband West trage ganz wesentlich dazu bei, jüdisches Leben im Land Brandenburg wieder sichtbar zu machen, erklärte Münch bei der Übergabe. Dass jüdische Gemeinden und Verbände nach den Verbrechen des Dritten Reiches wieder entstehen und einen wesentlichen Beitrag zur Vielfalt Brandenburgs leisten können, sei Ausdruck des Vertrauens von Juden in das Land. »Dafür bin ich dankbar«, sagte Münch.

HAVEL Der Jüdische Landesverband West ist ein Dachverband jüdischer Gemeinden in Potsdam und Brandenburg an der Havel. Er wurde 2012 als Bund der jüdischen Kultusgemeinden in Brandenburg gegründet und führt seit 2016 seinen heutigen Namen.

Zu den Aufgaben der Verbandsgemeinden gehören neben Gottesdiensten, rituellen Feiern und religiöser Unterweisung auch Sozialberatung, Unterstützung bedürftiger Mitglieder, Vorträge, Exkursionen und Konzerte.

Neben dem Landesverband West gibt es in Brandenburg den Landesverband der jüdischen Gemeinden Land Brandenburg, der bereits seit 1992 über die Rechte einer Körperschaft des öffentlichen Rechts verfügt. Mit dem Körperschaftsstatus sind Privilegien verbunden wie die Möglichkeit, öffentlich-rechtliche Dienstverhältnisse zu begründen, Steuern zu erheben, Friedhofsträger zu werden oder Mitspracherechte in Gremien zu erhalten.  epd

Brief

Wie erinnert ihr euch heute?

Unsere Autorin schreibt über ihren Großvater – er hat Auschwitz und einen »Todesmarsch« überlebt

von Eva Lezzi  26.01.2020

Porträt der Woche

Die Umweltrebellin

Maayan Bennett absolvierte ein Freiwilligenjahr und engagiert sich für Klimaschutz

von Matilda Jordanova-Duda  26.01.2020

Gedenken

»Sie werden Zeugen der Zeitzeugen«

Aron Schuster über Besuche von Jugendlichen in Auschwitz und den »Marsch der Lebenden«

von Ayala Goldmann  26.01.2020

Berlin

»Die Bühne muss mobil sein«

Kulturmanager Peter Sauerbaum über Pläne für ein jüdisches Theaterschiff und Bildungsarbeit mit Schülern

von Christine Schmitt  25.01.2020

München

Judenfeindliche Demo abgesagt

Rechtspopulistische »Pegida« wollte direkt vor Synagoge und zu Schabbatbeginn gegen Beschneidung demonstrieren

 24.01.2020

München

Gefährdung, Präsenz, Porträt

Meldungen aus der IKG

 23.01.2020

Dokumentation

Eine rote Linie überschritten

Die Jüdischen Filmtage am Jakobsplatz eröffneten mit »The Invisible Line« von Emanuel Rotstein

von Helmut Reister  23.01.2020

Auschwitz

Retter und Gerettete

Ruth Melcer erlebte die Befreiung des KZs vor 75 Jahren. David Dushman steuerte einen der Panzer der Roten Armee – beide sind heute Mitglied der IKG

von Helmut Reister  23.01.2020

Landsberg

Leben in der Betonröhre

Ein Schoa-Überlebender besucht den Ort, an dem er einst Zwangsarbeit leistete

von Thomas Muggenthaler  23.01.2020