Weimar

Kochen und Musik

Das internationale Klezmer-Festival »Yiddish Summer« in Weimar widmet sich in diesem Jahr verstärkt der neuen jiddischen Kultur. Unter dem Motto »New Yiddish Culture« werden zu Musik- und Sprachworkshops, Konzerten und Jam Sessions ab Samstag bis zu 5000 Besucher erwartet, darunter auch mehr als 100 Kursteilnehmer aus 20 Ländern.

Das Auftaktkonzert ist der Musikerin Chana Mlotek (1922–2013) gewidmet, die bis zu ihrem Tod für viele Künstler ein »lebendes Gedächtnis« des Klezmer gewesen sei, hieß es.

Erfurt Der bis zum 16. August laufende »Yiddish Summer« bietet erstmals auch ein »Festival im Festival« mit Konzerten namhafter Musiker aus der internationalen Klezmer-Szene sowie Exkursionen zur KZ-Gedenkstätte Buchenwald und den mittelalterlichen jüdischen Stätten in Erfurt an.

Eine dieser Veranstaltungen ist Komponisten wie Viktor Ullmann, Erwin Schulhoff oder Alfred Schnittke gewidmet, die von den Nationalsozialisten ermordet oder in der Sowjetunion verfolgt wurden.

Das »modern klezmer quartet« um Andrea Pancur stellt sein Schostakowitsch-Projekt »Lieder aus jüdischer Volkspoesie« vor. Die Musikerin aus München erhielt auf dem TFF-Weltmusikfestival in Rudolstadt in diesem Jahr für ihr Projekt »Alpenklezmer« den Weltmusikpreis RUTH.

Der »Yiddish Summer« ging aus den im Jahr 2000 begründeten Weimarer Klezmer-Wochen hervor und versteht sich mittlerweile als eines der Impulszentren für neue jiddische Musik neben New York und Riga.

Das Festival bietet neben den Workshops traditionell Jam Sessions in Cafés und Restaurants. Erstmals wird es einen Kochkurs zur jiddischen Küche geben. epd

www.yiddishsummer.eu

Porträt der Woche

Volles Programm

Anna Antonova ist Studentin und entwirft einen Notfallkoffer gegen Antisemitismus

von Alicia Rust  25.02.2024

Braunschweig

»Judenpresse«-Rufe: Rechtsextremist zu Bewährungsstrafe verurteilt

Martin Kiese ist ehemaliger Landesvorsitzender der Partei »Die Rechte«, die vom Verfassungsschutz beobachtet wird

 23.02.2024

Theater im Delphi

Widmung an den Onkel

Der New Yorker Musiker Roger Peltzman erzählt in dem Stück »Dedication« die Geschichte seiner Familie, die von den Nazis vertrieben wurde

von Katrin Richter  22.02.2024

Frankfurt

Bewusste Gedenkkultur

Die Jüdische Gemeinde vergibt den Beni-Bloch-Preis für Jugendengagement

 22.02.2024

Potsdam

Dringender Appell

Das Zacharias Frankel College sorgt sich um die Zukunft

von Michael Thaidigsmann  22.02.2024

Geflüchtete

Sehnsucht nach früher

Natalia, Tatjana und Slavik stammen aus der Ukraine und leben nun in Deutschland

von Christine Schmitt  22.02.2024

München

»Das war eine Zäsur«

IKG-Präsidentin Charlotte Knobloch über den Brandanschlag auf das jüdische Gemeindehaus in der Reichenbachstraße und das Gedenken an den 13. Februar 1970

von Leo Grudenberg  21.02.2024

München

Roth würdigt verstorbenen Direktor des Jüdischen Museums

Als Gründungsdirektor prägte Bernhard Purin die Einrichtung

 21.02.2024

München

Verloren und verstreut

Die Historikerin Julia Schneidawind stellte im Gemeindezentrum ihre Dissertation über deutsch-jüdische Privatbibliotheken vor

von Nora Niemann  20.02.2024