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Klimafreundlich streamen

Streamingdienste verbrauchen Strom und belasten somit Umwelt und Klima. Foto: Getty Images/iStockphoto

Gerade während der Pandemie waren Streamingdienste wichtig, um die vielen Stunden allein zu Hause verbringen zu können. Serien locken einen immer wieder vor den Bildschirm – und jeder kann sie gemütlich vom Sofa oder vom Bett aus konsumieren. Allerdings verbrauchen die Streamingdienste Strom und belasten somit Umwelt und Klima.

Jüngst hat das Umweltbundesamt, das den Stromverbrauch gemeinsam mit dem Öko-Institut und dem Fraunhofer-Institut für System- und Innovationsforschung errechnet hat, neue Erkenntnisse publiziert: Für den Stromverbrauch ist das Zugangsnetz entscheidend.

stromverbrauch Übersetzt bedeutet es, dass der Stromverbrauch variiert. Er hängt davon ab, wie man streamt – ob über WLAN oder mobile Daten, und ob fürs WLAN eine Glasfaserkabelverbindung besteht oder nur Kupferkabel für den Datentransport vorhanden sind.

Die Unterschiede beim Stromverbrauch sind dabei erheblich. Unter den mobilen Datenverbindungen schneidet das 3G-Netz am schlechtesten ab, heißt es beim Umweltbundesamt. Eine Stunde Streaming unter diesen Bedingungen bedeutet in etwa eine Umweltbelastung, die einem Ausstoß von 90 Gramm Kohlendioxid entspricht. Mit 5G, dem in Deutschland noch relativ selten verfügbaren mobilen Netz, sind es hingegen nur fünf Gramm, die pro Stunde Streamen an CO2-entsprechenden Treibhausgasen ausgestoßen werden.

Eine Datenverbindung über WLAN ins Glasfasernetz liegt deshalb bei der Klimafreundlichkeit vorne: Lediglich zwei Gramm CO2-Äquivalent werden hier pro Stunde Streamen ausgestoßen. Bei einer Kupferkabelverbindung sind es vier Gramm pro Stunde.

wlan Das heißt für die Freunde der Filme, Serien und Dokumentationen: lieber über eine WLAN- oder LAN-Verbindung streamen. Für den Fall, dass man vorher schon weiß, dass es zum Zeitpunkt des Streamens keine WLAN-Verbindung gibt, Videos einfach vorher im WLAN oder LAN herunterladen.

Noch ein weiterer Tipp: Bildauflösung herunterdrosseln. Bei höchster Auflösung werden 23-mal so viele Daten pro Stunde verbraucht wie bei niedriger. Ein Qualitätsunterschied zwischen höchster und niedrigster Auflösung ist gerade bei mobilen Endgeräten mit kleinen Bildschirmen und bei Bewegtbildern kaum zu erkennen.

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