Elmshorn

Jüdischer Friedhof geschändet

Der jüdische Friedhof in Elmshorn Foto: CC

Auf den jüdischen Friedhof Elmshorn ist offenbar ein antisemitischer Anschlag verübt worden. Wie die Vorsitzende der Gemeinde Alisa Fuhlbrügge der Jüdischen Allgemeinen mitteilte, habe sie am Montag beim Betreten des Friedhofs gegen 14.30 Uhr auf der schweren Holztür der Begräbnishalle eingeritzte antisemitische Parolen mit Begriffen wie »Zion« und »Weltgericht« vorgefunden. Zudem seien offenbar mit einem spitzen Gegenstand auch antisemitische Symbole angebracht gewesen. Die Polizei habe Fotos gemacht und die Ermittlungen übernommen.

Restaurierung Der Vorfall sei umso gravierender als gerade an diesem Montag mit der Restaurierung des Friedhofs begonnen werden sollte, sagt Fuhlbrügge. Seit Jahren bemühe sich die kleine jüdische Gemeinde um den Erhalt und die Restaurierung des historischen jüdischen Friedhofs in der Feldstraße, der auf das Jahr 1685 zurückgeht.

Sie habe dem Restaurator die Tür der Begräbnishalle aufschließen wollen als sie die »Verunstaltungen« entdeckte, erzählt Alisa Fuhlbrügge. »Als Gemeindevorsitzende habe ich mich jahrelang um Spenden und Unterstützer für die Renovierung bemüht. Gerade in dem Moment, wo die Kosten – auch die Stadt Elmshorn und das Landesdenkmalamt Schleswig-Holstein werden sich beteiligen – für den ersten Bauabschnitt gesichert sind, die Ausschreibung gelaufen und mit den entsprechenden Arbeiten begonnen werden kann, passiert dieser Zwischenfall. Sie können sich vorstellen, dass ich und auch die Gemeindemitglieder sowie meine Stellvertreterin, die anwesend waren, geschockt sind«, sagt Fuhlbrügge. Die Gemeinde hat einen Strafantrag gestellt. ja

Israel

Zeit, Zionist zu sein!

Wir Juden sollten uns nicht verstecken. Wir sollten offen, laut und stolz sein - auch und insbesondere auf den jüdischen Staat

von Daniel Neumann  17.04.2026

»Paul-Spiegel-Filmfestival«

Sieben gute Filme

In Düsseldorf beginnen das Festival unter dem Motto »Jüdische Welten« mit einem besonderen Gast vor jedem Film

 16.04.2026

Hochschule

»Spaltung statt Austausch«

Das Studierendenparlament der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf fordert den akademischen Boykott Israels. Der jüdische Student Michael Ilyaev erklärt, warum er das für falsch hält

von Joshua Schultheis  15.04.2026

Programm

Hawdala, ein rotes Sofa und das Geheimnis der Königin: Termine und TV-Tipps

Termine und Tipps für den Zeitraum vom 16. April bis zum 23. April

 15.04.2026

München

»Die Stimmung ging sofort in Richtung Aufbruch«

Grigori Dratva über einen Anschlag auf das Restaurant »Eclipse Grillbar«, Solidarität und den Blick nach vorn

von Luis Gruhler  15.04.2026

Carolin Bohl sel. A.

Blockiertes Gedenken

Wie sich in einer kleinen Stadt in Niedersachsen bei der Planung eines Benefizkonzerts für Terroropfer in Israel die Menschlichkeit durchsetzte

von Sophie Albers Ben Chamo  14.04.2026

Jom Haschoa

Narbe gegen das Vergessen

Wir, die Nachkommen der Zeitzeugen und der Ermordeten, dürfen das Leid unserer Großeltern nicht verstecken – wir müssen dafür sorgen, dass es unseren Kindern erspart bleibt

von Eugene Korsunsky  14.04.2026

Gedenken

Zwischenrufe bei Weimer-Rede in Buchenwald

Schon im Vorfeld hatte es Kritik am Auftritt des Kulturstaatsministers beim Buchenwald-Gedenken gegeben. Auch vor Ort gab es Gegenwind. Das sagt Weimer selbst dazu

 13.04.2026

Gedenken

»Für mich steht sein ›Hochverrat‹ heute als das höchste Zeugnis von Treue zur Menschlichkeit«

Hape Kerkeling sprach anlässlich des 81. Jahrestages der Befreiung des KZ Buchenwald über seinen Großvater Hermann, der dort fast drei Jahre inhaftiert war. Wir dokumentieren seine Rede

 13.04.2026