Kino

Hollywood am Main

Szene aus »Die Frau des Zoodirektors« mit Jessica Chastain. Der Film erzählt von der Rettung Hunderter Juden aus dem Warschauer Ghetto. Foto: dpa

Die Jüdischen Filmtage vom 21. Oktober bis 4. November in Frankfurt am Main bieten ein vielseitiges Programm mit internationalen Blockbustern, Spiel- und Dokumentarfilmen, Folgen aus TV-Serien und einem Stummfilm-Klassiker. Insgesamt sind 25 Produktionen zu sehen, wie die Jüdische Gemeinde mitteilte.

Eröffnet werden die Filmtage mit einer Preview des israelischen Films The Cakemaker, der zwischen Berlin und Jerusalem spielt und von Leidenschaft, Misstrauen und dem Bewahren von Geheimnissen handelt. Regisseur Ofir Raul Graizer stellt sich im Anschluss den Fragen der Besucher.

Von der Israelischen Akademie für Film und Fernsehen wurde The Cakemaker in diesem Jahr mit sieben Ophir Awards ausgezeichnet. Als israelischer Beitrag geht die Produktion in das Rennen um den Oscar für den besten fremdsprachigen Film 2019.

Freud Darauf folgt die Deutschlandpremiere des Kino-Films Die Frau des Zoodirektors mit Hollywood-Star Jessica Chastain und Daniel Brühl. Es geht um die Rettung Hunderter Juden aus dem Warschauer Ghetto. Gastgeber beider Vorstellungen ist das Deutsche Filminstitut & Filmmuseum.

Ein Höhepunkt stellt die Preview des österreichisch-deutschen Spielfilms Der Trafikant nach dem gleichnamigen Roman von Robert Seethaler dar. Unter der Regie von Nikolaus Leytner sind Simon Morzé als Franz Huchel, Bruno Ganz als Sigmund Freud und Johannes Krisch als Otto Trsnjek zu sehen.

Die Amazon-Prime-Serie The Marvelous Mrs. Maisel, die in diesem Jahr mit acht Emmys ausgezeichnet wurde, spielt im New York der 50er-Jahre. Protagonistin ist die jüdische Hausfrau Midge, die vor den Scherben ihrer Ehe steht. Doch statt daran zu verzweifeln, nutzt sie ihre Misere für bitterböse Stand-up-Comedy.

Im Programm laufen auch drei Folgen aus der ersten Staffel der israelischen Comedy-Drama-Serie On the Spectrum. Sie handelt von den autistischen, jungen WG-Bewohnern Zohar, Ron und Amit.

Schtetl Zum Abschluss der Filmtage spielt das Jewish Chamber Orchestra Munich unter der Leitung von Daniel Grossmann die vom Fernsehsender Arte beauftragte Neukomposition von Philippe Schoeller zum Stummfilm Das alte Gesetz. Der Streifen aus dem Jahr 1923 stellt die Kontraste eines osteuropäischen Schtetls dem liberalen Wien der 1860er-Jahre gegenüber.

Alternierend zu den Jüdischen Kulturwochen richten die Jüdische Gemeinde Frankfurt und das Kulturdezernat der Stadt Frankfurt seit 2016 die Jüdischen Filmtage aus. Die Jüdischen Kulturwochen in Frankfurt waren 1980 auf Initiative von Michel Friedman und dem damaligen Kulturdezernenten Hilmar Hoffmann entstanden. 2017 verzeichneten sie mit mehr als 5000 Gästen einen Besucherrekord. epd

https://jg-ffm.de/de/kultur_bildung/juedische-kulturwochen

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