Auszeichnung

Henry Brandt erhält Preis für Toleranz und Zivilcourage

Rabbiner Henry G. Brandt Foto: Gregor Zielke

Auszeichnung

Henry Brandt erhält Preis für Toleranz und Zivilcourage

Der Rabbiner nimmt die Ehrung am 11. September in Berlin entgegen

 10.09.2019 19:31 Uhr Aktualisiert

Der ehemalige Vorsitzende der Allgemeinen Rabbinerkonferenz Deutschlands, Henry G. Brandt (91), erhält den »Estrongo Nachama Preis für Toleranz und Zivilcourage 2019«. Er nimmt die mit 10.000 Euro dotierte Auszeichnung am 11. September in Berlin entgegen. Die Laudatio wird Zentralratspräsident Josef Schuster halten.

Der gebürtige Münchner Brandt wurde 2004 zum Gründungsvorsitzenden der Allgemeinen Rabbinerkonferenz gewählt; seit seinem Rückzug 2019 ist er Ehrenvorsitzender auf Lebenszeit. Er gilt als wesentliche Stimme im jüdisch-christlichen sowie im jüdisch-muslimischen Dialog und betreut bis heute als Amtsrabbiner die Jüdische Kultusgemeinde Bielefeld.

Die Laudatio wird Zentralratspräsident Josef Schuster halten.

LEGENDÄR Der »Estrongo Nachama Preis für Toleranz und Zivilcourage« wurde 2012 von der Stiftung Meridian ins Leben gerufen. Benannt ist er nach dem legendären früheren Oberkantor der Jüdischen Gemeinde zu Berlin, Estrongo Nachama (1918–2000).

Die 2008 von einer Berliner Unternehmerfamilie gegründete Stiftung vergibt die Auszeichnung nach eigenen Angaben an Persönlichkeiten, die »für diskriminierte Minderheiten eintreten sowie bei rechtsextremen, rassistischen und antisemitischen Übergriffen nicht wegschauen«.

Preisträger waren bislang etwa Altbischöfin Margot Käßmann, der ehemalige Bundesvorsitzende der Türkischen Gemeinde in Deutschland, Kenan Kolat, der Gründungsdirektor des Jüdischen Museums Berlin, Michael Blumenthal sowie der ehemalige Präsident des Deutschen Roten Kreuzes, Rudolf Seiters.  kna/ja

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