Online-Angebot

Geschützter Raum für Diskussionen

Foto: imago/Panthermedia

Ein neues digitales Format soll einen überregionalen Austausch über gesellschaftliche und für die jüdische Gemeinschaft relevante Themen ermöglichen.

Das »Jüdische Café« ist ein Kooperationsprojekt der Zentralwohlfahrtsstelle der Juden in Deutschland (ZWST) und des Jüdischen Museums Frankfurt. Die Beratungsstelle OFEK ist Partner der Veranstaltungsreihe.

Die Reihe wird von Manfred Levy, Leiter der Bildungsabteilung des Jüdischen Museums, und ZWST-Projektkoordinatorin Ricarda Theiss moderiert und geleitet.

SAFE SPACE Das Angebot richtet sich, so Theiss, an »Jüdinnen und Juden und dementsprechend jüdische Gemeindemitglieder«. Das »Jüdische Café« soll laut Ankündigung als Safe Space (geschützter Raum) für jüdische Personen agieren. Die Veranstaltungen sollen wechselnde Themen fokussieren und digital über »Zoom« stattfinden.

Externer Inhalt

An dieser Stelle finden Sie einen externen Inhalt, der den Artikel anreichert. Wir benötigen Ihre Zustimmung, bevor Sie Inhalte von Sozialen Netzwerken ansehen und mit diesen interagieren können.

Mit dem Betätigen der Schaltfläche erklären Sie sich damit einverstanden, dass Ihnen Inhalte aus Sozialen Netzwerken angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittanbieter übermittelt werden. Dazu ist ggf. die Speicherung von Cookies auf Ihrem Gerät nötig. Mehr Informationen finden Sie hier.

»Es geht darum, dass der Zugang für alle Community-Mitglieder in ganz Deutschland ermöglicht wird«, erläutert Theiss im Gespräch mit der Jüdischen Allgemeinen. Es sei wichtig, die Diversität der jüdischen Gemeinschaft in diesen Veranstaltungsraum zu tragen. 

Die Veranstalter möchten alle Altersgruppen erreichen und machen daher auf mehreren Social-Media-Kanälen sowie über die Gemeinden auf die Reihe aufmerksam.

GEDENKKULTUR Die erste Veranstaltung am 19. Mai widmet sich der Gedenkkultur in Deutschland. »Wir möchten uns etwas von der gegenwärtigen Leitkultur des Gedenkens wegbewegen und uns aktiv mit der Frage befassen: Was macht das mit uns als Community, wenn die Repräsentation des jüdischen Lebens sich primär auf die Schoa bezieht?«, erläutert Theiss. Jüdisches Leben sei so viel mehr als das selektive Interesse, das ihm derzeit zukomme.

Das »Jüdische Café« soll, hofft Theiss, monatlich angeboten werden. Sie kündigt an: »Die nächste Veranstaltung wird mit Marina Chernivsky, Geschäftsleitung OFEK e.V., zum Themenkomplex Halle stattfinden und sich mit den Auswirkungen und Wirkmechanismen nach einem solchen Anschlag auf die Community befassen.« ja

Anmeldung zur Online-Veranstaltung unter: Theiss@zwst.org

Seder

Es ist unsere Freiheit

Zu Pessach setzen wir unser Vertrauen in die Kraft des Guten

von Charlotte Knobloch  31.03.2026

Pessach

Der leere Stuhl

Für viele bedeutet der Seder, auf geliebte Menschen zu verzichten. Hier erzählen vier Frauen und Männer, wer an Pessach fehlt – und was ihnen Hoffnung gibt

von Nicole Dreyfus  31.03.2026

Programm

Führung, Erinnerung und Vorträge: Termine und TV-Tipps

Termine und Tipps für den Zeitraum vom 2. April bis zum 16. April

 30.03.2026

»Koscher-Licious«

Mazze, Challe, Wodka

Viele Besucher und noch mehr gute Laune gab es beim Streetfoodfestival auf dem Pears-Campus von Chabad in Berlin. Bereits zum fünften Mal probierten sich Gäste durch das Angebot

von Alicia Rust  29.03.2026

Meinung

Das Gedenken schützen

Ein linksextremes Bündnis plant zum Jahrestag der Befreiung Buchenwalds eine antisemitische Kundgebung. Thüringens Juden wehren sich gegen die Provokation

von Reinhard Schramm, Marek Sierka  29.03.2026

Porträt der Woche

Für alt und jung

Judit Marach hat in einem Seniorenheim gearbeitet – heute ist sie Schulsekretärin

von Gerhard Haase-Hindenberg  29.03.2026

Frankfurt

Wieder zusammen

Fast neun Jahrzehnte nach dem Novemberpogrom 1938 wird der Silberschmuck einer Torarolle erstmals als Einheit präsentiert

von Eugen El  29.03.2026

Ilja Richter

Zu Hause zwischen den Stühlen

Der Schauspieler stellte sein neues Buch vor und verzauberte das Publikum mit Gesang, Rezitationen – und sogar als Bauchredner

von Nora Niemann  29.03.2026

Oldenburg

»Es ist gesund, wenn nicht alles von nur einem Rabbiner abhängt«

Seit einem Jahr amtieren Netanel Olhoeft und Levi Israel Ufferfilge in der Gemeinde. Nun wurden sie auch offiziell eingeführt. Wie funktioniert die rabbinische »Doppelspitze«?

von Mascha Malburg  28.03.2026