Frankfurt/Oder

Gemeinde erhält neue Torarolle

Neue Torarolle für Frankfurt/Oder Foto: Stadt Frankfurt (Oder)

Die jüdische Gemeinde von Frankfurt an der Oder hat eine neue Torarolle: Die letzten Buchstaben sollten bei der Einweihungsfeier am Mittwoch eingetragen werden. Die fast 200 Jahre alte Torarolle stammt ursprünglich aus Fürth, wurde dort nach den NS-Novemberpogromen 1938 von einem Mitglied der jüdischen Gemeinde vor der Zerstörung gerettet und in den vergangenen Monaten in den USA restauriert.

restauriert Damit verfügt die jüdische Gemeinde der Stadt nach Angaben von Brandenburgs Landesrabbiner Shaul Nekrich nun über eine koschere Torarolle, die allen religiösen Anforderungen entspreche. Die aus mehr als 600.000 Schriftzeichen bestehende Schrift gilt nur dann als koscher, wenn bei der Abschrift keinerlei Fehler gemacht wurden. Die restaurierte Torarolle wurde von dem Ehepaar Leonard und Barbara Wien aus Miami in den USA zum Andenken an ihre im Holocaust ermordete Familie gestiftet.

Die jüdische Gemeinde von Frankfurt an der Oder wurde 1998 neu gegründet und hat rund 200 Mitglieder. Die erste neue Torarolle für eine jüdische Gemeinde in Brandenburg seit dem Ende der NS-Zeit war 2008 in Frankfurt an der Oder eingeweiht worden und wird nach Angaben von Nekrich inzwischen von einer anderen Gemeinde genutzt. Das aus Israel stammende Pergament war ein Geschenk von Chabad Lubawitsch. epd

Jüdischer Wahlkämpfer

»Wer nicht kämpft, hat schon verloren«

David Rosenberg über den Wahlkampf in Rheinland-Pfalz, die Niederlage seiner Partei und warum er sich gerade als junger Jude weiter politisch engagieren will

von Mascha Malburg  27.03.2026

Kommentar

Lieber Meron Mendel, das ist keine Politik mit Kettensäge. Das nennt man Demokratie!

Öffentliche Mittel sind an Wirkung gebunden. Maßnahmen müssen überprüfbare Ergebnisse erzielen. Bleibt diese Wirkung aus, endet ihre Legitimation

von Stefan Hensel  27.03.2026

Beziehung

Von Menschen und Wölfen

Laura Goldfarb ist vieles: Therapeutin, Schauspielerin – und Autorin. Mit ihrem Mann hat sie einen Paar-Ratgeber geschrieben, der anders ist als andere. Zu Besuch im Prenzlauer Berg

von Bettina Piper  26.03.2026

Rede

Zentralrat der Juden verteidigt Karin Prien

In Erfurt sprach Josef Schuster über den Status quo Jüdischen Lebens in der Bundesrepublik. Dabei ging Schuster auch auf das Programm »Demokratie leben« und die Kritik an die Familienministerin ein

 25.03.2026

Programm

Ferienprogramm, Retrospektive und ein Rache-Musical: Termine und TV-Tipps

Termine und Tipps für den Zeitraum vom 26. März bis zum 2. April

 25.03.2026

Turnier

Fliegende Kippot

Die Halle war voll, der Spaß groß: Zum ersten Mal trafen zwölf jüdische Teams beim Berlin Jewish Football Cup in Spandau aufeinander

von Pascal Beck  24.03.2026

Sachsen

Rund 1000 Veranstaltungen zum »Jahr der jüdischen Kultur«

Unter dem Titel »Tacheles« steht in Sachsen 2026 das jüdische Leben im Mittelpunkt. Zahlreiche Akteure beteiligten sich. Das Programm wächst noch immer

von Katharina Rögner  24.03.2026

Rothenburg

Unter dem Pflaster

Als im vergangenen Sommer bei Grabungsarbeiten die Fundamente einer Synagoge entdeckt wurden, war das eine Sensation. Messungen zeigen nun: Sie war eine der großen

von Marc Peschke  23.03.2026

Kulturprogramm

Von Spezialitäten und Zumutungen

Der Schriftsteller Dmitrij Kapitelman las im Jüdischen Gemeindezentrum aus seinem jüngsten Buch

von Nora Niemann  23.03.2026