Versammlung

Fünf für Maccabi

Der Maccabi-Vorstand mit Robby Rajber (2. v.r.) als Vorsitzenden Foto: Miryam Gümbel

Mit Filmsequenzen über die Einweihung des neuen Kurt-Landauer-Fußballplatzes und über das im Winter zum dritten Mal stattgefundene Konzert »Music for Goals« wurden die Mitglieder des Sportvereins Maccabi München am Sonntag auf die Generalversammlung eingestimmt. Damit waren gleich zwei wichtige Punkte angesprochen: Mit dem neuen Fußballfeld in turnierfähigen Ausmaßen können nun alle Spiele auf dem eigenen Platz durchgeführt werden. Mit der traditionellen Musik-Veranstaltung ist ein wichtiger Schritt gelungen, dem Miteinander zwischen jungen Fußballspielern und Sportlern aller Nationen, Religionen und Kulturen einen Weg zu bahnen. Gleichzeitig bringt der Erlös der Konzerte Geld in die Vereinskasse.

Deren Stand und Zustand war ein wichtiges Thema bei der Versammlung. Auch wenn Maccabi München die niedrigsten Mitgliederbeiträge der Sportvereine in der Stadt habe, so der wiedergewählte Präsident Robby Rajber, sollen diese nicht angehoben werden. Vielmehr werden die Mitglieder zu einer freiwilligen Sonderzahlung aufgefordert. Ein Großteil der Gelder kommt durch Zuschüsse und Spenden.

Vereins-Seele Nicht zuletzt bestätigt sich dabei auch das Konzept eines Miteinanders: Mit einer größeren Privatspende von nicht-jüdischer Seite, so Robby Rajber, ist der laufende Haushalt für 2010 nunmehr abgedeckt. 2010 waren bei den Investitionen neben dem neuen großen Fußballplatz auch ein neues Gebäude mit Umkleidekabinen und Duschen zu verzeichnen sowie ein DFB-Mini-Spielfeld. Der Dank des Präsidenten galt allen Sponsoren und Unterstützern des Vereins. Besonderen Applaus gab es für »unsere Vereins-Seele« Maurice Schreibmann, wie Rajber den Vereinsmanager nannte. Stolz sind die »Makkabäer« auch darauf, dass sich ihre Mitgliederzahl nun bald der 1.000er-Marke nähert. Das schlägt sich auch in den vermehrten Aktivitäten nieder, in die auch die Gemeindemitglieder aus den GU-Staaten einbezogen sind. Das gilt insbesondere für die stark gewachsene Karate-Abteilung und Gymnastik. Mit Alexej Velensky wird künftig ein Trainer die Tennisabteilung betreuen, der aus Kiew stammt.

Integration Armand Presser, zuständig für Fußball, zeigte sich stolz auf die Erfolge der Kicker aller Generationen. Ein Fußball-Kindergarten bringt schon die Dreijährigen diesem Sport näher. In den verschiedenen Ligen schlagen sich inzwischen alle Mannschaften gut. Der neue Fußballplatz, so Presser, trage viel zur Integration aller Münchner Fußballer bei. Nicht nur er hofft beim Kurt-Landauer-Turnier am kommenden Sonntag auf rege Beteiligung auch auf Zuschauerseite. Bei solch einer positiven Bilanz war die Entlastung des Vorstandes eine Selbstverständlichkeit. Auch die Neuwahl ging dann problemlos mit Akklamation über die Bühne. Die vorgesehenen Kandidaten wurden – bei jeweils eigener Enthaltung – einstimmig gewählt. Präsident ist wieder Robby Rajber. Seine Stellvertreter sind wie bisher für Finanzen Natalie Scher-Kahn, für Sport Armand Presser. Zuständig für die Jugend ist künftig Michail Vigodski und für Verwaltung Louis Gendler.

Die Anlage inklusive Vereinsheim, betonte der Vorstand, steht nicht nur für sportliche Aktivitäten von Maccabi zur Verfügung. Die Studenten haben hier zum Beispiel ein sommerliches Grillfest veranstaltet und so manches Maccabi-Mitglied hat dort schon seinen Geburtstag gefeiert. Am 25. Juli wollen das Jugendzentrum Neschama und die ZJD eine kleine Makkabiade abhalten.

Jüdischer Wahlkämpfer

»Wer nicht kämpft, hat schon verloren«

David Rosenberg über den Wahlkampf in Rheinland-Pfalz, die Niederlage seiner Partei und warum er sich gerade als junger Jude weiter politisch engagieren will

von Mascha Malburg  27.03.2026

Kommentar

Lieber Meron Mendel, das ist keine Politik mit Kettensäge. Das nennt man Demokratie!

Öffentliche Mittel sind an Wirkung gebunden. Maßnahmen müssen überprüfbare Ergebnisse erzielen. Bleibt diese Wirkung aus, endet ihre Legitimation

von Stefan Hensel  27.03.2026

Beziehung

Von Menschen und Wölfen

Laura Goldfarb ist vieles: Therapeutin, Schauspielerin – und Autorin. Mit ihrem Mann hat sie einen Paar-Ratgeber geschrieben, der anders ist als andere. Zu Besuch im Prenzlauer Berg

von Bettina Piper  26.03.2026

Rede

Zentralrat der Juden verteidigt Karin Prien

In Erfurt sprach Josef Schuster über den Status quo Jüdischen Lebens in der Bundesrepublik. Dabei ging Schuster auch auf das Programm »Demokratie leben« und die Kritik an die Familienministerin ein

 25.03.2026

Programm

Ferienprogramm, Retrospektive und ein Rache-Musical: Termine und TV-Tipps

Termine und Tipps für den Zeitraum vom 26. März bis zum 2. April

 25.03.2026

Turnier

Fliegende Kippot

Die Halle war voll, der Spaß groß: Zum ersten Mal trafen zwölf jüdische Teams beim Berlin Jewish Football Cup in Spandau aufeinander

von Pascal Beck  24.03.2026

Sachsen

Rund 1000 Veranstaltungen zum »Jahr der jüdischen Kultur«

Unter dem Titel »Tacheles« steht in Sachsen 2026 das jüdische Leben im Mittelpunkt. Zahlreiche Akteure beteiligten sich. Das Programm wächst noch immer

von Katharina Rögner  24.03.2026

Rothenburg

Unter dem Pflaster

Als im vergangenen Sommer bei Grabungsarbeiten die Fundamente einer Synagoge entdeckt wurden, war das eine Sensation. Messungen zeigen nun: Sie war eine der großen

von Marc Peschke  23.03.2026

Kulturprogramm

Von Spezialitäten und Zumutungen

Der Schriftsteller Dmitrij Kapitelman las im Jüdischen Gemeindezentrum aus seinem jüngsten Buch

von Nora Niemann  23.03.2026