Kompakt

Festspiele, Rückzug, Anfang

Das Achava-Straßenfest findet am Dienstag, den 20. September, von 12 bis 18 Uhr statt. Foto: Stefan Kranz

Festspiele

Die ACHAVA Festspiele Thüringen präsentieren ab dem 10. September zwei Wochen lang über 50 Veranstaltungen, davon neun große Konzerte, Kochkurse, mehrere Workshops, Ausstellungen, Vorträge, Lesungen und Zeitzeugengespräche. Die Veranstaltungen finden in Weimar, Erfurt, Eisenach und Gotha statt. Achava bedeutet auf Hebräisch Brüderlichkeit/Geschwisterlichkeit. Dazu beizutragen, das sei das Ziel der Festspiele, teilten die Veranstalter mit. Durch Kunst und Kultur solle der Dialog zwischen den Religionen und Kulturen verstärkt, Interesse und Verständnis für »das andere« geweckt werden. ja

Rückzug

Die amtierende Vorsitzende der Jüdischen Gemeinde Gelsenkirchen, Judith Neuwald-Tasbach, tritt 2023 nicht mehr zur Vorstandswahl an. Nach 15 Jahren im Amt wird sie nicht mehr für den Vorsitz der Jüdischen Gemeinde Gelsenkirchen kandidieren. Diese Entscheidung sei ihr sehr schwergefallen, sagt sie. Doch es sei nun an der Reihe, sich Zeit für sich selbst zu nehmen, zu reisen und zu lesen. Sie sei immer noch glücklich darüber, dass sie die Arbeit ihres Vaters, Kurt Neuwald, über zwei Jahrzehnte fortführen konnte. Kurt Neuwald, dessen Familienmitglieder während der NS-Diktatur nahezu alle von den Nazis ermordet worden waren, kehrte nach seiner Befreiung nach Gelsenkirchen zurück und legte den Grundstein für ein neues jüdisches Leben in der Stadt. ja

Anfang

In der Liberalen Jüdischen Gemeinde Hannover gibt es eine Personaländerung. Die Vorsitzende Rebecca Seidler wechselt in die Geschäftsführung, um sich jetzt für das Gemeindeleben zu engagieren. Deshalb fand eine Neuwahl des 1. Vorsitzes der Liberalen Jüdischen Gemeinde Hannover statt, bei der die Juristin Tatjana Mass gewählt wurde, die vorher Mitglied des Vorstandes war. Mit ihr steht erstmals an der Spitze der Gemeinde eine Frau, die als Jugendliche aus der Ukraine nach Deutschland immigrierte. Da die Gemeinde immer mehr wachse, sei die Arbeit ehrenamtlich nicht mehr zu gewährleisten, so Seidler auf der Facebook-Seite der Gemeinde. Daher werde mehr in Personal investiert – neben dem Kantor Yoed Sorek konnte die Gemeinde auch Rabbiner Alexander Kovtun für sich gewinnen. ja

Deutschland

Morddrohung gegen Charlotte Knobloch nach AfD-Wahlsieg

Die Gewaltandrohung steht in explizitem Zusammenhang mit dem Wahlsieg der AfD. Knobloch sagt aus Sicherheitsgründen Veranstaltung ab

 11.09.2026

Neujahr

Mit Tatkraft und Ausdauer

Gerade in diesen Zeiten müssen wir als jüdische Gemeinschaft die Werte der Demokratie verteidigen. Denn auch wir tragen Verantwortung – mehr denn je

von Charlotte Knobloch  11.09.2026

Berlin

Bundespräsident Steinmeier: Müssen alles daran setzen, Antisemitismus zu bekämpfen

»Es ist beschämend und darf uns niemals ruhen lassen, wenn Jüdinnen und Juden in Deutschland Anfeindungen auf der Straße oder in Universitäten ausgesetzt sind« schreibt Frank-Walter Steinmeier

 11.09.2026

Imkerei

»Bienen muss man respektieren«

Wie bei vielen Juden steht bei den Gempels zu Rosch Haschana Honig auf dem Tisch. Doch bei ihnen kommt er aus dem eigenen Garten. Ein Ausflug nach Leipzig

von Mascha Malburg  11.09.2026

Festival

Geliebte, Gesang und Gender

Ein Blick auf das fulminante Programm der 39. Jüdischen Kulturtage Berlin mit mehr als 40 Veranstaltungen

von Helmut Kuhn  11.09.2026

Dresden

Zurück am Hasenberg

Nach dreieinhalb Jahren Bauzeit feiert die jüdische Gemeinde ihre Rückkehr in Synagoge und Gemeindezentrum

 11.09.2026

Mode

»Die Kippa gehört zum Outfit«

Jonathan Hirsch über edle Stoffe zu den Feiertagen, stilistische Entgleisungen und die jüdische Kopfbedeckung als Accessoire

von Mascha Malburg  10.09.2026

Pro & Contra

Sollen jüdische Kinder nur noch auf jüdische Schulen?

Zwei Meinungen zur Debatte

von Noga Hartmann, Marina Chernivsky  10.09.2026

Taglit

Emotionales Bootcamp mit Lior Raz

Israels Superstar kam kurz vor dem Start der fünften »Fauda«-Staffel nach Berlin, um sich für »Birthright« starkzumachen. Und für einen optimistischeren jüdischen Staat

von Sophie Albers Ben Chamo  10.09.2026