IKG

Der Krise trotzen

Ellen Presser (r.), die Leiterin der Kulturabteilung, im Gespräch mit den Filmemachern Daniel Targownik und Paula Zimerman-Targownik Foto: Marina Maisel

Stress, keine Zeit, gerade nicht disponiert: Solche Argumente gehören der Vergangenheit an. Das Programm der IKG-Kulturabteilung ist auf der neuen Internetplattform »IKG LIVE!« jederzeit abrufbar.

In der vergangenen Woche führte Ellen Presser, Leiterin der Kulturabteilung der Israelitischen Kultusgemeinde München und Oberbayern, zwei Gespräche, die live übertragen wurden und interaktiv vonstattengingen. Die Zuschauer vor ihren PCs oder Smartphones konnten während der Sendung Fragen stellen oder Kommentare abgeben. Wie die Organisatoren versichern, findet das neue Format, das durch die Corona-Krise entstand, von Woche zu Woche mehr Interessenten.

HUMOR Ein Abend widmete sich der Autorin Amili Targownik, die an den Rollstuhl gebunden ist und in ihrem Buch Hat keine Flügel, kann aber fliegen (Penguin 2020) tiefe Einblicke in ihr Seelenleben gewährt. Das tut sie auf berührende und poetische Weise, aber durchaus auch mit Humor. Alles ist möglich, man darf nur nicht aufgeben – diese Botschaft ist in Targowniks Leben und in ihrem Buch stets präsent.

Die ursprünglich geplante Buchpräsentation und ein Gespräch mit der Autorin im Gemeindezentrum mussten wegen der Corona-Krise abgesagt werden. Targownik hält sich derzeit in Israel auf und konnte deswegen auch nicht ins Studio kommen. Dort wurde sie von ihren Eltern Daniel Targownik und Paula Zimerman-Targownik bestens vertreten. Beide sind bekannte Filmemacher und immer gern gesehene Gäste in der IKG.

In der Mediathek von »IKG LIVE!« findet sich auch das Gespräch von Ellen Presser mit dem Psychologen und Stressexperten Louis Lewitan.

In der Mediathek von »IKG LIVE!« findet sich seit Anfang dieser Woche auch das Gespräch von Ellen Presser mit dem Psychologen und Stressexperten Louis Lewitan. Seine psychologische Kompetenz und Erfahrung ist bei Unternehmen und Führungskräften in den Bereichen Veränderungsprozesse, Konfliktlösungen und Strategieumsetzung gefragt.

SCHWERPUNKT An der Corona-Krise und ihren Auswirkungen auf die menschliche Psyche kam das Studiogespräch im Live-Modus zwangsläufig nicht vorbei. Wie man in Zeiten von Kontaktbeschränkungen miteinander umgehen kann, war ein Schwerpunkt.

Wie mit den stressauslösenden Ängsten einer einzigartigen Herausforderung zurechtzukommen ist, war ein anderes Gesprächsthema. Antworten auf diese Fragen finden sich auch in Lewitans jüngstem Buch mit dem Titel Stressless – Das ABC für mehr Gelassenheit in Job und Alltag.

Ehrung

Ein pflichtbewusster Optimist

Fritz Neuland war einer der Wiederbegründer und später Präsident der Münchner Kultusgemeinde. Nun ist eine Straße nach ihm benannt

von Esther Martel  16.03.2026

Auftakt

Schutzversprechen für die jüdische Gemeinschaft

Im Alten Rathaus am Marienplatz begann die Münchner »Woche der Brüderlichkeit« 2026

 16.03.2026

Dresden

Stimme der Aufklärung

Die 90-jährige Schoa-Überlebende Renate Aris erhält für ihr Engagement als Zeitzeugin das Bundesverdienstkreuz

 15.03.2026

Berlin

Signale am Gleis 17

Aktivisten möchten aus dem ehemaligen Bahnwärterhaus eine Info-Werkstatt zur Schoa machen

von Christine Schmitt  15.03.2026

Porträt

Im Einsatz für andere

Jutta Josepovici arbeitete für die ZWST und die Frankfurter Jüdische Gemeinde

von Eugen El  15.03.2026

Leipzig

In sichere Hände

Die Israelitische Religionsgemeinde bekommt eine hebräische Bibel von 1906 geschenkt

von Thyra Veyder-Malberg  14.03.2026

Tel Aviv

Irgendwie Alltag – bis zum Alarm

Eigentlich wollte Jacob Horowitz nur den Halbmarathon in Tel Aviv laufen. Doch dann begann der Krieg mit dem Iran. Wie sich die vergangenen Wochen zwischen Purim, Schutzraum und verschobener Evakuierung anfühlen, das hat er für uns aufgeschrieben

von Jacob Horowitz  12.03.2026

Sport

Vereint am Ball

Jüdische Hobby-Fußballer feiern ihre Gemeinschaft – und möchten in schwierigen Zeiten ein Zeichen setzen

von Christine Schmitt  12.03.2026

Berlin

Interaktives Projekt zur jüdischen Geschichte des Scheunenviertels

Im Scheunenviertel in Berlin-Mitte gibt es seit Mittwoch zehn Straßenmarkierungen auf Jiddisch, Deutsch und Englisch. Über ein interaktives Erinnerungsprojekt wird so an die jüdische Geschichte der Spandauer Vorstadt erinnert

von Markus Geiler  11.03.2026