Topographie des Terrors

Ausstellung über Stolpersteine

Vier von euopaweit 60.000 Stolpersteinen Foto: v. Damaros/Stiftung Topographie des Terrors

Die erste umfassende Ausstellung über Stolpersteine ist von Dienstag an im Dokumentationszentrum Topographie des Terrors in Berlin zu sehen.

Die Wanderausstellung Stolpersteine – Gedenken und Soziale Skulptur wurde am Montagabend im Beisein des Kölner Künstlers Gunter Demnig, dem Initiator des europaweiten Kunst- und Gedenkprojekts, eröffnet. Sie ist bis Ende Januar in Berlin zu sehen.

gedenken Danach sind weitere Standorte geplant. Anlass ist der 20. Jahrestag der Verlegung der ersten Stolpersteine in der Bundeshauptstadt. Sie erinnern an Menschen, die zwischen 1933 und 1945 von den Nationalsozialisten verfolgt wurden. Mittlerweile gibt es in Deutschland mehr als 7000 Stolpersteine und europaweit mehr als 60.000.

Dazu werden zehn mal zehn Zentimeter große, mit einer Messingplatte versehene Betonklötze in den Gehweg vor dem letzten frei gewählten Wohnort der Verfolgten eingelassen. Auf der Oberseite sind die Namen sowie die Lebens- und Sterbedaten der Menschen eingraviert. In der Ausstellung werden nach Angaben des Dokumentationszentrums die häufig nicht bekannten Grundlagen und vielfältigen Facetten des Erinnerungsprojektes vorgestellt. epd

www.topographie.de

Forschung

Historiker Gerber: Erinnerung an Holocaust verschwindet

Der Leipziger Historiker Jan Gerber wendet sich gegen ein kontinuierliches Verschwinden der gesellschaftlichen Auseinandersetzung mit der Schoa. Der Tod der letzten Zeitzeugen ist für ihn dabei nicht entscheidend

von Volker Hasenauer  29.06.2026

Aufruf

Jüdische Hochschullehrer fordern besseren Schutz gegen Antisemitismus

Hochschulen können ihre jüdischen Studierenden und Lehrenden nicht ausreichend gegen Antisemitismus schützen. Das NJH will das ändern und fordert unter anderem die Möglichkeit zur Exmatrikulation von Störern

 29.06.2026

Festival

Trotz Rekordhitze: Tausende Gäste bei Jüdischer Woche in Leipzig

Trotz der sommerlichen Hitze und damit verbundener Programmänderungen seien die Veranstaltungen im gesamten Stadtgebiet auf großen Zuspruch gestoßen

 29.06.2026

Kommentar

»Eigentlich habe ich noch nie mit einem Juden gesprochen«

Als Antisemitismusbeauftragter jüdisch zu sein ist kein Manko. Im Gegenteil: Es braucht an deutschen Universitäten mehr jüdische Beauftragte

von Guy Katz  28.06.2026

Erinnerung

Kunst mit Haltung

Das musikalisch-szenische Projekt »Und dennoch morgen« der Europäischen Janusz Korczak Akademie feierte im Gasteig Premiere

von Ellen Presser  28.06.2026

Israeltag

Wenn Freunde feiern

Rund 2000 Münchnerinnen und Münchner kamen auf dem Odeonsplatz zusammen, um ihre Solidarität mit dem jüdischen Staat zu demonstrieren

von Ellen Presser  27.06.2026

Porträt der Woche

Einfach sie selbst

Hannah Kruse ist Lehrerin, engagiert sich politisch und lebt seit ihrer Transition als Frau

von Alicia Rust  27.06.2026

Glosse

Danke, Felix!

Acht Jahre lang hat Felix Klein die wohl anstrengendste Religionsgemeinschaft dieser Welt ertragen. Nun scheidet er aus dem Amt. Eine etwas andere Würdigung

von Leeor Engländer  27.06.2026

Pädagogik

Neues Onlinespiel soll gegen Antisemitismus im Netz helfen

In sozialen Medien wird Judenhass verbreitet und auch der Holocaust falsch dargestellt. Damit junge Menschen solche Inhalte besser erkennen, können Lehrkräfte ein neues Onlinespiel nutzen

von Alexander Riedel  26.06.2026