EMG

Auf los geht‘s los

Große Rollkoffer, dicke Tennistaschen, Akkreditierungslisten und übermüdete Sportler: In der Lobby des Berliner Estrel-Hotel ist so einiges los. Die Teams für die European Maccabi Games, die am Dienstag offiziell eröffnet werden, reisen an, und einige Athleten haben große Mühe, sich auf den Beinen zu halten. Interviews? Ein junger Sportler aus dem italienischen Team winkt ab. Zu müde. »Wir sind gerade erst angekommen«, sagt er und zieht sich sein Basecap tief ins Gesicht.

Olympiapark Andere wiederum können es kaum abwarten, dass die Wettkämpfe anfangen. »Wir wollen endlich spielen«, sagt Ivan vom Maccabi-Team Großbritannien. Der Tischtennisspieler aus Leeds ist guter Stimmung und in bester Sportslaune. Sein Teamkollege und er wollen sich gar nicht erst lange ausruhen, sondern direkt ab in den Olympiapark. Vor Freitag fängt bei dem Sportler ohnehin kein Spiel an. Zeit genug also, sich in Ruhe die anderen Wettkämpfe anzusehen und vor allem Spaß zu haben.

Das will auch der 14-jährige Julian aus Argentinien. Er ist das erste Mal in Berlin und spielt Fußball bei Makkabi. Allerdings muss er vor dem Spaß erst einmal etwas essen. Der Speisesaal im Hotel ist wohl nach der Rezeption der wichtigste Anlaufpunkt am Montag. Einige Teams sitzen dort gemeinsam, haben Flyer auf dem Tisch, planen den Montag. Bis alle am Abend auf ihre Volunteers treffen, kann man doch ruhig noch einen Spaziergang machen – oder sich mit müden Augen einfach nur ins Hotelbett fallen lassen.

Dresden

Jüdisches Leben: Gefühl von Unsicherheit im Alltag

In Sachsen gestalten Jüdinnen und Juden das kulturelle und gesellschaftliche Leben entscheidend mit. Dennoch bleibt Antisemitismus ein präsentes Problem

 23.06.2026

Meinung

Essen mit Beigeschmack

Katrin Richter kritisiert, dass jüdische und israelische Küche zunehmend nur noch mit Schutzkonzept serviert werden kann

 23.06.2026

Berlin

Zusammen genießen

Zum fünften Mal fand das Koschere Streetfood-Festival statt – mit Geschmäckern von fast überall

von Katrin Richter  23.06.2026

Jubiläum

Fünf Jahre jüdische Seelsorge der Bundeswehr: Militärrabbiner Zsolt Balla zieht Bilanz

Seit dem Start der jüdischen Militärseelsorge vor fünf Jahren wächst ihre Bedeutung in der Truppe. Sieben Militärrabbiner tun inzwischen Dienst. Ein Fazit - mit Blick auf Zeitenwende und deutsche Geschichte

von Karin Wollschläger  23.06.2026

Bildung

»Die jüdische Sicht stärken«

Eduard Steinberg über den neu gegründeten Verband jüdischer Pädagogen, Ausbildung von Lehrern und Fakten statt Meinungen

von Katrin Richter  22.06.2026

Maccabi

Eine Feier für den jüdischen Sport

Der Verein lud zum traditionellen Sommerfest im Vereinsgelände an der Riemer Straße

von Luis Gruhler  21.06.2026

München

Ganz im Vertrauen

Seit rund sechs Wochen ist Dominik Krause als Oberbürgermeister im Amt. Nun traf er sich mit Vertretern des Vorstandes der IKG zum Gespräch

von Luis Gruhler  21.06.2026

Porträt der Woche

Flucht und Farben

Alexander Glinkin ist Maler. Im Frühjahr 2022 verließ er Kyjiw und lebt heute in Berlin

von Matthias Messmer  21.06.2026

Kommentar

Wie Holger Friedrich und seine »Berliner Zeitung« Juden instrumentalisieren

Ob in der Debatte über den Umgang mit KI oder Kreml-Diktator Wladimir Putin: Der Verleger interessiert sich nur dann für Juden, wenn es seinen Interessen dient

von Matthias Meisner  19.06.2026