Justiz

Zweieinhalb Jahre später: Anklage nach Angriff auf jüdischen Wirt in Chemnitz

Foto: imago images/U. J. Alexander

Rund zweieinhalb Jahre nach dem Angriff auf den Wirt eines jüdischen Restaurants in Chemnitz (Sachsen) hat die Generalstaatsanwaltschaft Dresden Anklage gegen einen 29 Jahre alten mutmaßlichen Rechtsextremisten erhoben.

Wie die Behörde am Donnerstag mitteilte, stammt er aus Stade in Niedersachsen. Der Mann soll am späten Abend des 27. August 2018 gemeinsam mit mindestens neun weiteren Personen Schottersteine und eine Bierflasche in Richtung des Wirtes geworfen haben, der vor seinem Restaurant stand.

Der Restaurantbesitzer soll aus der Gruppe der Angreifer heraus zudem antisemitisch beschimpft worden sein. »Einer der Schottersteine traf den Wirt an der Schulter, wodurch er mehrere Tage Schmerzen erlitt. Weitere Steinwürfe führten zu Sachbeschädigungen an dem Restaurant«, hieß es.

Dem 29-Jährigen werden gefährliche Körperverletzung, schwerer Landfriedensbruch und Sachbeschädigung vorgeworfen. Das Gesetz sieht im Falle einer Verurteilung dafür eine Freiheitsstrafe von sechs Monaten bis zu 10 Jahren vor. Der Mann sei - zum Teil einschlägig – vorbestraft, hieß es.

Wegen der Gewaltexzesse in Chemnitz Ende August und im September 2018, an denen Rechtsextreme aus ganz Deutschland teilnahmen, war Chemnitz international in die Schlagzeilen geraten. Nach Angaben der Generalstaatsanwaltschaft wurden in diesem Zusammenhang bisher 18 Straftäter unter anderem wegen Landfriedensbruchs, Bedrohung und Körperverletzung verurteilt. dpa

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