Meinung

Zum Totlachen

Der neue Film des englischen Regisseurs Chris Morris soll Ende April in die deutschen Kinos kommen und ist jetzt schon ein Aufreger. In der Komödie Four Lions wollen fünf Nachwuchs-Islamisten aus Sheffield die terroristische Welt erobern. Nur stellen sie sich dabei ziemlich doof an und machen alles Erdenkliche falsch: Sie feuern Schüsse ab, die ihr Ziel um 180 Grad verfehlen, wollen eine Krähe zur Selbstmordattentäterin ausbilden und drehen Bekennervideos, bei denen einer der Möchtegerns aus dem Hintergrund fortwährend Regieanweisungen gibt. Als Höhepunkt ihres terroristischen Schaffens möchten sie sich beim London-Marathon in die Luft sprengen. All das ist für den CSU-Bundestagsabgeordneten Stephan Mayer zu viel. Er meint, man solle den Film wegen der akuten Terrorgefahr nicht zeigen, denn er gieße Öl ins Feuer. Gemach, Herr Mayer, immer mit der Ruhe! Das ist Satire in ihrer reinsten Form. Und die darf ja bekanntlich (fast) alles. Über diese Typen, die glauben, sie könnten mit ihrer einstudierten Rhetorik jede offene Gesellschaft bedrohen, muss man einfach lachen. Denn nichts anderes sind sie: lächerlich. Statt den Film auf den Index zu setzen, sollte es lieber heißen: Ab ins Kino!

Online-Hass

Eine immer größere Bedrohung

Die Corona-Pandemie hat einer Studie zufolge zu einer neuen Welle an Antisemitismus und Islamhass geführt

 18.10.2021

Justiz

Dortmund: Zehn Rechtsextreme vor Gericht

Bei Demonstrationen im September 2018 skandierten die Teilnehmer laut Polizei unter anderem die Parole »Wer Deutschland liebt, ist Antisemit«

 18.10.2021

Justiz

Staatsanwaltschaft: Noch keine Ergebnisse zu Ofarim-Fall

Die Aufnahmen der Überwachungskameras in dem Hotel würden noch gesichtet und ausgewertet, erklärt ein Sprecher

 18.10.2021

Gil Ofarim

»Ich wusste, dass ich vielleicht vom Opfer zum Täter gemacht werde«

Der Sänger äußert sich zu neuer Entwicklung nach seinen Antisemitismus-Vorwürfen gegen ein Leipziger Hotel

 18.10.2021

Kriminalität

Touristen zeigen Hitlergruß vor KZ-Gedenkstätte Dachau

Wie die Polizei mitteilt, fotografierten sie sich dabei gegenseitig mit dem Handy

 18.10.2021

Justiz

Späte Anklage: Über Morde in der NS-Zeit wird auch heute noch verhandelt

Warum werden erst seit einigen Jahren Täter wie eine KZ-Schreibkraft wegen Beihilfe zum Mord bestraft?

von Frank Leth  18.10.2021

Gedenken

»Es geschah mitten im deutschen Alltag«

Über 50.000 Juden wurden in der NS-Zeit von Berliner Bahnhöfen aus in Ghettos und Konzentrationslager verschleppt und ermordet

 18.10.2021 Aktualisiert

Slowenien

Regierungschef nennt EU-Abgeordnete »Soros-Marionetten«

Ministerpräsident Janez Janša hat auf Kritik aus Brüssel mit einem als antisemitisch gewerteten Tweet reagiert

von Michael Thaidigsmann  18.10.2021

Opferberatung

20 Übergriffe durch Corona-Skeptiker in Thüringen

»ezra« registrierte in den vergangenen sechs Monaten auch Fälle von Körperverletzung und massiver Bedrohung

 18.10.2021