Berlin

Wüst: Leugnung des Existenzrechts Israels muss strafbar werden

Foto: Marco Limberg

Wer eine deutsche Staatsbürgerschaft bekommen möchte, muss sich nach dem Willen von Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Hendrik Wüst (CDU) zum Existenzrecht Israels bekennen. »Das ist meine feste Überzeugung«, sagte er am Freitag in Berlin auf dem Gemeindetag des Zentralrats der Juden in Deutschland. Außerdem müssten Menschen bestraft werden, die das Existenzrecht Israels leugneten.

»Die Leugnung des Existenzrechts Israels ist genauso menschenverachtend wie die Leugnung des Holocaust. Deswegen sollte sie auch genauso strafbar sein«, sagte der Ministerpräsident. Am selben Tag will Wüst entsprechende Initiativen im Bundesrat einbringen.

»Nur ein sicheres jüdisches Leben in Deutschland kann ein blühendes jüdisches Leben sein«, erklärte Wüst. In seinem Bundesland seien Schutzmaßnahmen für jüdische Einrichtungen verstärkt und Mittel dafür erhöht worden. Dabei dürfe man allerdings nicht stehen bleiben. Wüst betonte: »Deutschland ist unser gemeinsames Haus.« Darin wollten alle Menschen gemeinsam, frei und sicher leben.

In Freiheit, Solidarität und Sicherheit zusammenzuleben, sollte eine Selbstverständlichkeit sein, sagte Wüst. Angesichts steigender Zahlen antisemitischer Vorfälle bundesweit stehe hier jedoch statt eines Ausrufezeichens ein Fragezeichen.

Der Ministerpräsident nahm die jungen Leute in den Blick - denn niemand werde als Antisemit geboren. Daher müsse früh angesetzt werden: In NRW solle nach seinen Vorstellungen jeder Schüler und jede Schülerin die Gelegenheit bekommen, eine KZ- oder andere Gedenkstätte für NS-Opfer zu besuchen. Der Kampf gegen Antisemitismus werde in den Herzen und den Köpfen von jungen Menschen entschieden.

Die Großveranstaltung Gemeindetag, zu der rund 1.400 Gäste erwartet werden, war am Donnerstagabend eröffnet worden. Daran nahmen auch Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier und Israels Botschafter in Deutschland, Ron Prosor, teil. Die Veranstaltung dauert bis Sonntag und steht unter dem Leitgedanken »Zusammen leben«. Reden werden auch Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD), Außenministerin Annalena Baerbock (Grüne) und Bundesjustizminister Marco Buschmann (FDP). kna

Berlin

Zweifel an Angriff auf Neuköllner Schulleiter – Ermittlungen richten sich nun gegen ihn selbst

Ein Überwachungsvideo vom U-Bahnhof Rathaus Neukölln wirft Fragen auf. Angaben von Hudhaifa Al-Mashhadani hatte angegeben, angegriffen worden zu sein

 09.03.2026

Magdeburg

Auftakt für jüdische Kultur in Sachsen-Anhalt

Ministerpräsident Sven Schulze betonte als Schirmherr die Bedeutung der Kulturtage als klares Signal der Solidarität mit Jüdinnen und Juden in Sachsen-Anhalt

 09.03.2026

Nahost

Teheran erneut von Explosionen erschüttert

Bewohner berichten von einer neuen Angriffswelle: Kampfjets nähern sich, laute Detonationen sind zu hören

 09.03.2026

Kommentar

Der Iran-Krieg könnte das Ende der amerikanisch-israelischen Allianz bedeuten

Noch folgt im Kampf gegen das Mullah-Regime eine gute Nachricht auf die andere. Doch sobald der Krieg in die schwierige Phase übergeht, werden auch die Beziehungen zwischen Jerusalem und Washington auf die Probe gestellt werden

von Hannes Stein  09.03.2026

Jerusalem

Trump zu neuem Obersten Führer des Iran: »Wir werden sehen, was passiert«

Der Zeitpunkt für ein Ende des Krieges gegen das Teheraner Regime werde gemeinsam mit Benjamin Netanjahu bestimmt, sagt der US-Präsident

 09.03.2026

Teheran

Frust und Zweifel: Angriffe verunsichern Iraner

Während viele im Iran die israelisch-amerikanischen Luftschläge gegen ihre Regierung anfangs begrüßten, wächst der Frust über zivile Opfer und Attacken auf Infrastruktur

 09.03.2026

Tel Aviv

Krieg gegen Iran: Israels Armee bittet Bevölkerung um Geduld

Generalstabschef Eyal Zamir: »Es wird noch Zeit brauchen – so lange, wie es eben dauert.«

 09.03.2026

Lüttich

Sprengstoffanschlag auf Synagoge in Belgien

Der Präsident des Koordinierungsausschusses der jüdischen Organisationen Belgiens (CCOJB), Yves Oschinsky, spricht von einem »äußerst beunruhigenden, antisemitischen Akt«

 09.03.2026

Nahost

Iran beschießt Nordisrael - israelische Luftwaffe attackiert Basidsch-Milizen

Die Lage am Montagmorgen

 09.03.2026