Judenhass

Wie Hamburg antisemitische Straftaten besser verfolgen will

Foto: picture alliance /

Gegen die steigende Zahl antisemitischer Straftaten wollen Polizei und Generalstaatsanwaltschaft in Hamburg schärfer vorgehen. Dazu haben sie einen gemeinsamen Bearbeitungsleitfaden entwickelt, wie die beiden Behörden am Montag mitteilten. Er enthalte einschlägige Indikatoren zum Erkennen judenfeindlicher Tatmotive und Symbole sowie mehrere Beispiele für besonders markante antisemitische Straftaten in Hamburg.

Die Zahl der erfassten antisemitischen Straftaten ist in den vergangenen Jahren bundesweit gestiegen. In Hamburg wurden für das Jahr 2021 insgesamt 69 Delikte verzeichnet, 2020 waren es 54. Die beiden Behörden nannten die Entwicklung besorgniserregend.

Hamburgs Antisemitismusbeauftragter Stefan Hensel begrüßte laut Mitteilung die Initiative. »Der neue Leitfaden ist ein wichtiges Zeichen seitens der Polizei und Staatsanwaltschaft dafür, dass dem wachsenden Antisemitismus in Hamburg entschieden entgegengetreten wird«, erklärte er. Für eine effektive Strafverfolgung judenfeindlicher Taten und Symboliken sei es besonders wichtig, für die vielschichtigen Erscheinungsformen von Antisemitismus weiter zu sensibilisieren. kna

Debatte

»Israel bekämpft Dschihadisten«: Außenminister Gideon Saar kontert Vorwürfe von Österreichs Bundespräsident Alexander Van der Bellen

Die Hintergründe

 23.09.2026

Solidarität

LED-Truck gegen Judenhass in fünf deutschen Städten

Mit einer bundesweiten Aktion wollen die »Christen an der Seite Israels« rund um den Jahrestag des Hamas-Massakers vom 7. Oktober auf Antisemitismus aufmerksam machen

 23.09.2026

Düsseldorf

Islamistischer Schüler wegen zweifachem Messerangriff verurteilt

Ein Essener Schüler ist wegen versuchten Mordes verurteilt worden. Das Oberlandesgericht sprach ihn schuldig

 23.09.2026

Berlin

SPD-Fraktionschef Raed Saleh tritt nicht wieder an

Nach 15 Jahren an der Spitze zieht der Spandauer die Konsequenzen aus dem historisch schlechten Wahlergebnis: Er will nicht erneut für den Vorsitz seiner Fraktion im Berliner Abgeordnetenhaus kandidieren

 23.09.2026

UNO-Vollversammlung

Netanjahus UN-Besuch: Proteste von Regierungskritikern und Israelfeinden erwartet

Mehrere Gruppen wollen auf die Straße gehen, wenn der israelische Ministerpräsident am Donnerstag in New York eintrifft

 23.09.2026

New York

Trump droht Iran mit »Auslöschung«

Die Unterredungen seien »sehr gut« verlaufen, sagt US-Präsident Trump. Kurz darauf schlägt er schärfere Töne an

 23.09.2026

Berlin

Josef Schuster: Nachträgliche Distanzierungen sind völlig unglaubwürdig

Ankündigungen der Linken-Parteispitze in Zusammenhang mit Judenhass in den eigenen Reihen bezeichnet der Präsident des Zentralrates der Juden als »reine Lippenbekenntnisse«

 23.09.2026

Reaktion

»Juden können sich in Berlin nicht mehr sicher fühlen, wenn Elif Eralp gewählt wird«

Bundesbildungsministerin Karin Prien warnt SPD und Grüne vor Regierung mit Linken

 23.09.2026

New York

Trump ruft Staaten zu Austritt aus Strafgerichtshof auf

Die USA erkennen den IStGH nicht an, der unter anderem gegen Israels Ministerpräsidenten Netanjahu einen Haftbefehl erlassen hat. Jetzt legt der amerikanische Präsident nach

 23.09.2026