Judenhass

Wie Hamburg antisemitische Straftaten besser verfolgen will

Foto: picture alliance /

Gegen die steigende Zahl antisemitischer Straftaten wollen Polizei und Generalstaatsanwaltschaft in Hamburg schärfer vorgehen. Dazu haben sie einen gemeinsamen Bearbeitungsleitfaden entwickelt, wie die beiden Behörden am Montag mitteilten. Er enthalte einschlägige Indikatoren zum Erkennen judenfeindlicher Tatmotive und Symbole sowie mehrere Beispiele für besonders markante antisemitische Straftaten in Hamburg.

Die Zahl der erfassten antisemitischen Straftaten ist in den vergangenen Jahren bundesweit gestiegen. In Hamburg wurden für das Jahr 2021 insgesamt 69 Delikte verzeichnet, 2020 waren es 54. Die beiden Behörden nannten die Entwicklung besorgniserregend.

Hamburgs Antisemitismusbeauftragter Stefan Hensel begrüßte laut Mitteilung die Initiative. »Der neue Leitfaden ist ein wichtiges Zeichen seitens der Polizei und Staatsanwaltschaft dafür, dass dem wachsenden Antisemitismus in Hamburg entschieden entgegengetreten wird«, erklärte er. Für eine effektive Strafverfolgung judenfeindlicher Taten und Symboliken sei es besonders wichtig, für die vielschichtigen Erscheinungsformen von Antisemitismus weiter zu sensibilisieren. kna

Medien

Nicholas Potter wechselt zu Axel Springer

Der Journalist verlässt die taz und wird ab dem 1. Juli als Chefreporter redaktionsübergreifend für mehrere Marken des Springer-Verlags arbeiten

 27.05.2026

Berlin

DIG warnt vor Wahl der Linken, des BSW und der AfD

Während alle Parteien erklärten, gegen Judenhass vorgehen zu wollen, vermisse man insbesondere bei Linken und BSW eine klare Benennung von israelbezogenem Antisemitismus, so Jochen Feilcke

 27.05.2026

München

Rückgang bei antisemitischen Straftaten in Bayern, Fallzahlen aber weiterhin hoch

Einen Mordversuch und weitere Gewalttaten mit antisemitischer Motivation registrierte die bayerische Polizei

 27.05.2026

Texas

Demokraten in Texas verhindern Kandidatur antisemitischer Bewerberin

Trotz ihrer Forderung, »amerikanische Zionisten« müssten inhaftiert werden, bekam die Kandidatin 36 Prozent der Stimmen

 27.05.2026

Kiel

Als Feinde markiert

In der Hafenstadt wurden Dutzende Plakate mit roten Hamas-Dreiecken aufgehängt, auf denen zu Gewalt gegen israelsolidarische Aktivisten aufgerufen wird. Was macht das mit den Betroffenen?

von Pascal Beck  27.05.2026

München

Mann wegen KZ-Nachbauten vor Finanzamt in U-Haft

Ein 33-Jähriger soll Holzbauten mit eindeutigen Bezügen zu den Vernichtungslagern der Nationalsozialisten vor ein Finanzamt in Niederbayern gestellt haben. Was daraufhin passiert ist

 27.05.2026

Berlin

Anschlag am Holocaustmahnmal: Zweiter Verdächtiger festgenommen

Nach Informationen aus Sicherheitskreisen soll der Mann den Angreifer vor der Tat bestärkt haben

 27.05.2026

Jerusalem/New York

Caroline Glick als neue Generalkonsulin in New York im Gespräch

Die in den USA geborene Kandidatin ist in Israel für ihre klar konservative Linie bekannt

 27.05.2026

Teheran

Chamenei droht USA und Israel

Die Kämpfer der »Widerstandsfront« hätten »bemerkenswerte Siege« gegen »die beiden amerikanisch-zionistischen Terrorarmeen« errungen, sagt der neue Oberste Führer

 27.05.2026