Judenhass

Wie Hamburg antisemitische Straftaten besser verfolgen will

Foto: picture alliance /

Gegen die steigende Zahl antisemitischer Straftaten wollen Polizei und Generalstaatsanwaltschaft in Hamburg schärfer vorgehen. Dazu haben sie einen gemeinsamen Bearbeitungsleitfaden entwickelt, wie die beiden Behörden am Montag mitteilten. Er enthalte einschlägige Indikatoren zum Erkennen judenfeindlicher Tatmotive und Symbole sowie mehrere Beispiele für besonders markante antisemitische Straftaten in Hamburg.

Die Zahl der erfassten antisemitischen Straftaten ist in den vergangenen Jahren bundesweit gestiegen. In Hamburg wurden für das Jahr 2021 insgesamt 69 Delikte verzeichnet, 2020 waren es 54. Die beiden Behörden nannten die Entwicklung besorgniserregend.

Hamburgs Antisemitismusbeauftragter Stefan Hensel begrüßte laut Mitteilung die Initiative. »Der neue Leitfaden ist ein wichtiges Zeichen seitens der Polizei und Staatsanwaltschaft dafür, dass dem wachsenden Antisemitismus in Hamburg entschieden entgegengetreten wird«, erklärte er. Für eine effektive Strafverfolgung judenfeindlicher Taten und Symboliken sei es besonders wichtig, für die vielschichtigen Erscheinungsformen von Antisemitismus weiter zu sensibilisieren. kna

Washington D.C.

USA knüpfen Atomabkommen mit Saudi-Arabien an Annäherung an Israel

So reagiert Präsident Donald Trump auf Kritik, Washington habe mit dem Vertrag Druckmittel gegenüber Riad aufgegeben

 24.07.2026

Neue Angriffe

Trump kündigt »militärische Bestrafung« Teherans an

Nach Medienberichten bereiten die USA zugleich eine Ausweitung ihrer Militärpräsenz in der Region vor

 24.07.2026

Diplomatie

Nauru eröffnet Botschaft in Jerusalem

Damit ist der Inselstaat das zehnte Land, das seine diplomatische Vertretung in Israels Hauptstadt ansiedelt. Auch Kolumbien will eine Botschaft in Jerusalem eröffnen

 24.07.2026

New York

Zwei Männer in Manhattan niedergestochen – Ermittler prüfen antisemitisches Motiv

Eines der Opfer ist nach Angaben der Polizei ein 50 Jahre alter Mann, der eine Kippa trug und kurz zuvor eine Synagoge verlassen hatte

 24.07.2026

Diplomatie

Malaysias Premier verteidigt Drohung, Israelis abzuschieben

Mehrere US-Abgeordnete haben Außenminister Marco Rubio aufgefordert, Malaysia wegen der jüngsten Äußerungen von Regierungschef Anwar Ibrahim Fördermittel zu streichen

 23.07.2026

Naher Osten

Trump: Atom-Deal nur bei saudischer Anerkennung Israels

Washington und Riad stehen kurz vor einem Atomabkommen zur zivilen Nutzung der Kernenergie. Doch jetzt hat Donald Trump eine neue Bedingung gestellt

 23.07.2026

Würzburg

Schuster kommt zur Kundgebung gegen antisemitische Angriffe

Organisiert wird die Demonstration von der DIG Würzburg, dessen Mitglied das 65-jährige Opfer der jüngsten Attacke in Höchberg ist

 23.07.2026

Handelspolitik

Belgien und Niederlande verbieten Einfuhren aus Siedlungen

Die Regierungen in Brüssel und Den Haag haben ihre Ankündigung wahrgemacht, die Einfuhr von Waren aus den seit 1967 von Israel besetzen Gebieten zu untersagen, sofern sie von Israelis produziert werden

 23.07.2026

Genf/Berlin

Streit zwischen Rosa Luxemburg Stiftung und UN Watch

Die der Partei »Die Linke« nahestehende Stiftung wirft der Genfer NGO vor, in Berlin »die wildesten Verleumdungen gegen die UNRWA« verbreitet zu haben. UN Watch kontert mit Video-Beleg

von Imanuel Marcus  23.07.2026