EILMELDUNG! Likud-Bündnis mit 54 Sitzen vorn. Eisenkots Bündnis kommt auf 49 Sitze

Meinung

Wie die UNESCO bedeutungslos wird

Wieder einmal macht die UNESCO mit einer an Einseitigkeit kaum zu überbietenden Anti-Israel-Resolution von sich reden. Jüngst machte sich der Exekutivrat der UN-Organisation für Bildung, Wissenschaft und Kultur eine Erklärung zu eigen, in der Israel als »Besatzungsmacht« bezeichnet wird, deren Veränderungen des »Status der heiligen Stadt Jerusalem« allesamt »null und nichtig« seien.

Mit anderen Worten: Eine UN-Organisation fordert Israel auf, nichts zu unternehmen, was die eigene Hauptstadt betrifft.

museen Angeblich geht es um den Schutz von Kulturgütern, aber wer genau hinschaut, sieht, dass es nur um maximale Schädigung und Diskreditierung Israels geht: Konkret wird dem jüdischen Staat ja vorgeworfen, dass er die Altstadt durch archäologische Ausgrabungsprojekte entwickelt und dass er mit Museen und freigelegten Altertümern den Besuchern die Geschichte der Stadt näherbringt – einschließlich der muslimischen Epochen.

Das findet die UNESCO schrecklich, findet es aber nicht erwähnenswert, dass der Zugang zum Islamischen Museum auf dem Tempelberg für nicht-muslimische Besucher verboten ist. Hätte sich die UNESCO einmal die Mühe gemacht, Ausgrabungsstätten in den palästinensischen Gebieten anzuschauen, hätte sie schnell festgestellt, dass diese zumeist in einem erbarmungswürdigen Zustand sind.

disqualifikation Wie wenig es der Kulturorganisation um die Wahrung dieser Kulturgüter geht, zeigt sich im Abschnitt der Resolution, der von Gaza handelt. Da werden Israels Militäroperationen verurteilt, aber der Raketenterror der Hamas verschwiegen. Spätestens damit hat sich die Organisation als ernst zu nehmender Akteur disqualifiziert; die UNESCO ist nur noch ein Spielball anti-israelischer Propaganda fernab jeder Realität. Schweden, das als einziges europäisches Land mit Ja gestimmt hat, sollte sich schämen; es befindet sich in der zweifelhaften Gesellschaft von Staaten wie Iran, Russland oder China.

UNESCO hin oder her – Jerusalem ist seit 3000 Jahren eng mit der Geschichte des Judentums verbunden. Seit 69 Jahren ist Jerusalem die Hauptstadt des Staates Israel. Es ist an der Zeit, diese Realität endlich zu akzeptieren.

Der Autor ist freier Publizist. Bis März 2017 arbeitete er beim Deutschen Evangelischen Institut für Altertumswissenschaft des Heiligen Landes in Jerusalem.

Berlin

Polizei: Aufrufe zu Gewalt verfangen derzeit nicht

Bundesweite Aufrufe zum Protesttag an Halloween: Nach gewaltsamen Demonstrationen in Frankreich stellt sich die Berliner Polizei auf einen Großeinsatz ein. Hinweise auf Plünderungspläne gibt es nicht

 28.10.2026

Nürnberg

Interaktives NS-Dokumentationszentrum öffnet

Nach fünf Monaten Probebetrieb wird das neu gestaltete Dokumentationszentrum Reichsparteitagsgelände in Nürnberg am kommenden Mittwoch feierlich eröffnet. Im Zentrum des Ausstellungskonzepts stehen Barrierearmut und ein multimediales Angebot

von Julia Riese  28.10.2026

Reaktion

Laschet: Chancen auf politische Versöhnung in Israel gestiegen

Der Ausgang der Wahl in Israel ist unklar - die Auszählung dauert an. Doch CDU-Außenpolitiker Armin Laschet äußert sich in einer ersten Einschätzung zuversichtlich

 28.10.2026

Washington D.C.

Trump will Ben-Gvir offenbar aus Netanjahus nächster Regierung heraushalten

Angesichts der unklaren Mehrheitsverhältnisse nach der Parlamentswahl könnte der US-Präsident zudem auf eine nationale Einheitsregierung drängen

 28.10.2026

Meinung

Wieder ein »kleiner Geländegewinn«

Die Linken-Abgeordnete Vanessa Emde hat es erneut geschafft, die Regierungsunfähigkeit ihrer Partei zu demonstrieren

von André Anchuelo  28.10.2026

Magdeburg

CDU-Abgeordnete sollten eidesstattliche Erklärung unterschreiben

Seit der Wahl eines AfD-Politikers zum Landtagspräsidenten steht der Verdacht im Raum, Stimmen könnten aus der CDU gekommen sein. Wie die Fraktion damit umgeht

 28.10.2026

Berlin

Verfassungsschutz warnt vor linksextremen Einflüssen

Für Samstag hat die Initiative Gen Z regelt deutschlandweit zu Protesten für Bildung und soziale Gerechtigkeit aufgerufen. Aus Sorge vor Ausschreitungen beobachten die Behörden die Lage genau

 28.10.2026

Berlin

Antisemitismusbeauftragte: »Jude« darf kein Schimpfwort sein

Katharina von Schnurbein tritt heute die Nachfolge von Felix Klein in der Bundesregierung an. Ihr erklärtes Ziel klingt einfach

 28.10.2026

Belgrad

Serbien: Anschlag auf Polizisten vor israelischer Botschaft

Erneut wird ein Wachbeamter vor der israelischen Botschaft angegriffen. Der Vorfall weckt Erinnerungen - welche Sicherheitsmaßnahmen die Behörden jetzt ergreifen

 28.10.2026