Meinung

Wer sich schuldig macht

Moral ist relativ, so haben wir aufgeklärten Multikulturalisten gelernt, die Welt zu sehen – was im Lande X zu den guten Sitten zählt, ist im Lande Y bei Strafe verboten. Und doch gibt es bestimmte Universalien, die in jeder menschlichen Gesellschaft zu finden sind. Einem drei Monate alten Baby den Hals durchzuschneiden, gilt überall als barbarische Tat. Wirklich überall?

Keine Reue Vor wenigen Wochen wurde die Familie Fogel, die in einer jüdischen Siedlung im Westjordanland lebte, bestialisch ermordet – die Eltern und drei ihrer Kinder, nur weil sie Juden waren. Die beiden Verdächtigen, der 18-jährige Hakim Awad und der 19-jährige Amjad Awad aus dem palästinensischen Dorf Awarta, haben die Tat inzwischen gestanden. Reue zeigen sie keine. Und sie sind nicht alleine.

Ihre Verwandten halfen ihnen, die Tat zu vertuschen. Die Väter und Onkel der Mörder sind oder waren Mitglieder der säkularen »Volksfront zur Befreiung Palästinas«, also keine Islamisten. Die Reaktion in Awarta: »Unsere« Jungs können so etwas nicht getan haben. PLO-Medien behaupteten, asiatische Gastarbeiter hätten die Fogels ermordet.

Wie soll ein Palästinenserstaat funktionieren ohne eine Zivilgesellschaft, die Verantwortung für Verbrechen aus den eigenen Reihen übernimmt? Und wem wird wohl von der Weltöffentlichkeit mehr Sympathie entgegengebracht, den Opfern, die das Pech haben, jüdische Siedler zu sein, oder den Tätern, die von der Besatzungsmacht ins Gefängnis gesteckt werden? Was die Universalität moralischer Mindeststandards anbelangt, ist also weltweit kein Optimismus angezeigt.

Pro & Contra

Braucht es die Wehrpflicht?

Ja, sagt Claudia B. Berger: »Wir alle sind aufgerufen, uns in die Gesellschaft einzubringen.« Nein, findet Johannes Baranski: »Wer soll diese Aufgaben in diesem Ausmaß übernehmen?«

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Bad Staffelstein

Söder wünscht sich mehr Unterstützung für Proteste im Iran

»Nicht nur ›Free Palestine‹«: Auf der Klausur der CSU-Landtagsfraktion denkt der Parteichef nicht allein über die bayerische und deutsche Politik nach. Auch die Geschehnisse in Teheran treiben ihn um

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Berlin

Für die Hisbollah gekämpft? Angeklagter bestreitet Vorwurf

Er soll in den Libanon gereist sein, um sich von der Miliz an Schuss- und Kriegswaffen ausbilden zu lassen. Auch an Gefechten soll er teilgenommen haben. Der Berliner liefert eine andere Erklärung

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Nahost-Konflikt

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Ein Vortrag des Vorsitzenden des unter Extremismusverdacht stehenden Vereins »Jüdische Stimme für gerechten Frieden in Nahost« an der Uni Jena ist abgesagt worden. Ein weiterer Vortrag wird verschoben. Studierende reagierten unterschiedlich

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Proteste im Iran

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Erinnerungskultur

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Der Bund fördert in den kommenden Jahren neue Projekte in Gedenkstätten

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Düsseldorf

Kunstakademie hält an Veranstaltung mit Terror-Sympathisantin fest

Das Jüdische Forum der CDU in NRW fordert die Streichung einer Veranstaltung mit Basma al-Sharif. Die Kunstakademie weist dies zurück und beruft sich auf die »international anerkannte künstlerische Arbeit« der Palästinenserin

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Brüssel

Berlin drängt auf Einstufung der Revolutionsgarden als Terrororganisation

Ein Sprecher der Bundesregierung: »Wir sind für die Listung der Revolutionsgarden unter dem EU-Antiterror-Sanktionsregime.«

 13.01.2026

Kommentar

Iran-Politik: Zaudernde Zaungäste

In Brüssel heißt es, man beobachte die sich dramatisch zuspitzende Lage im Iran »aufmerksam«. Doch warum macht die EU ihren Einfluss auf das Mullah-Regime nicht geltend?

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