Meinung

Wenn’s Silvio krachen lässt

Weil Italiens Regierungschef Silvio Berlusconi die Lacher gern auf seiner Seite hat, erzählt er in der Öffentlichkeit häufig Witze. Mal verspottet er Oppositionspolitiker, mal Frauen. Vergangene Woche machte er sich über angeblich geldgierige Juden lustig: In den 40er-Jahren versteckt eine jüdische Familie für 3.000 Euro am Tag einen Juden und sagt ihm nicht, dass Hitler längst tot ist. Zu Recht beschwerte sich die jüdische Gemeinde über die Entgleisung. Das war zu erwarten. Aber warum fühlt sich auch der Vatikan von dem üblen Witz getroffen? Berlusconi müsse sich bei allen Italienern entschuldigen, sagte Erzbischof Velasio De Paolis. Der Regierungschef beleidige »die Gefühle der Gläubigen«. Dass sich der Vatikan zum Anwalt jüdischer Belange macht, ist lobenswert. Doch hätte es genügt, Berlusconi aufzufordern, sich bei der jüdischen Gemeinde zu entschuldigen.

Warschau

»Deutschland steht zu seiner historischen Verantwortung«

Außenministerin Baerbock bekräftigt die historische Verantwortung Deutschlands. Neue Reparationsforderungen Polens weist sie zurück

 04.10.2022 Aktualisiert

Teheran

»Von den USA und dem zionistischen Regime programmierte Operation«

Irans oberster Führer Ali Chamenei gibt Israel, den USA und Exil-Iranern die Schuld an den Protesten gegen sein Regime

 04.10.2022

Moskau

Lawrow wirft USA Politik gegen Moskau »wie unter Hitler« vor 

Russlands Außenminister verstört einmal mehr mit historischem Vergleich

 03.10.2022

New York

Ted Deutch tritt die Nachfolge von David Harris beim AJC an

Harris war am Freitag nach mehr als 32 Jahren an der Spitze des AJC zurückgetreten

 03.10.2022

Polen

Polen: Diplomatische Note zu Reparationsforderungen unterzeichnet

Kurz vor Besuch von Bundesaußenministerin Baerbock hat ihr Kollege Rau eine diplomatische Note über Reparationsforderungen unterzeichnet

 04.10.2022 Aktualisiert

Holocaust

Israel kündigt Sanktionen gegen Jugendfahrten nach Polen an

Die Jugendfahrten sorgen seit längerem für Streit zwischen Israel und Polen

 03.10.2022

Warschau

Keine Routine

Außenministerin Baerbock reist nach Polen. Bei den Gesprächen dürfte es erneut um Reparationsforderungen für die im Zweiten Weltkrieg von Deutschland angerichteten Schäden gehen

 03.10.2022

Katholische Kirche

Felix Klein kritisiert NS-Vergleich von Kardinal Koch 

Antisemitismusbeauftragter: »Dass der Vergleich mit dem dunkelsten Kapitel der deutschen Geschichte herhalten muss, um zu einem innerkirchlichen Konflikt Stellung zu beziehen, ist irritierend«

 01.10.2022

Sachsen

Lok Leipzig trennt sich von Stadionsprecher - »Inakzeptable Grafik« 

Die Grafik hat Mirko Linke inzwischen gelöscht. Über Details oder den Inhalt der Grafik machte der Verein keine Angaben

von Frank Kastner  30.09.2022