Meinung

Welt weit weg

Zum ersten Mal in der Geschichte lässt sich ein Papst interviewen. Benedikt XVI. ist offenbar in Erklärungsnot, er fühlt sich von der Welt nicht mehr verstanden. Gemeinsam mit seinem Lieblingsjournalisten Peter Seewald startet er eine PR-Offensive, die seine Politik ins rechte Licht rücken soll: ins Licht der Welt, so der Titel des Interview-Bandes, der diese Woche erschienen ist. Vieles im Vatikan ist schief gelaufen in letzter Zeit. Um ultrakonservative Kreise einzubinden, war Benedikt zu manchem Zugeständnis bereit. Man denke nur daran, wie er im Januar 2009 den Holocaustleugner Richard Williamson zurück in den Schoß der Kirche holte. »Leider hat niemand bei uns im Internet nachgeschaut und wahrgenommen, um wen es sich hier handelt«, erklärt der Papst im Interview. Wie bitte? Mit einer so unbedarften Ausrede könnte vielleicht der Kaplan einer kleinen Landpfarrei seine Ehre retten, aber nicht das Oberhaupt einer Institution mit mehr als einer Milliarde Anhängern. Und schon bahnt sich der nächste Skandal an: die Seligsprechung des um- strittenen »Holocaust-Papstes« Pius XII. Wetten, dass wir, sobald der Vorgang abgeschlossen ist, denselben Satz noch einmal hören? »Leider hat niemand bei uns im Internet nachgeschaut und wahrgenommen, um wen es sich hier handelt.«

Libanon

Suche nach sterblichen Überresten von Ron Arad gescheitert

Nach Angaben des israelischen Militärs landeten Kommandos in der Ortschaft Nabi Chit. Dort durchsuchten sie unter anderem einen Friedhof nach möglichen Hinweisen auf den Verbleib des Vermissten

 07.03.2026

USA

New York: Frau des Bürgermeisters gefallen Social-Media-Beiträge, die den 7. Oktober feierten

Einige der Posts stammten von israelfeindlichen Organisationen und stellten die Massaker in Israel als angeblichen Widerstand dar

 07.03.2026

Sicherheit

Israel verschärft Schutz für Botschaften im Ausland

Ein vereitelter Anschlag auf die israelische Botschaft in Aserbaidschan und eine Synagoge in Baku zeigen, warum die Maßnahmen als notwendig angesehen werden

 07.03.2026

Teheran

Iran bittet arabische Nachbarn um Entschuldigung – und setzt Angriffe fort

Die widersprüchlichen Signale werden als Anzeichen dafür angesehen, dass die politische Führung derzeit nur begrenzten Einfluss auf Teile des Militärs hat

 07.03.2026

Berlin

»Freiheit für den Iran«: Kundgebung am Brandenburger Tor

Demonstranten fordern Demokratie und erinnern an Tote und Gefangene

 07.03.2026

München

Vorfall am israelischen Generalkonsulat

Nach Steinwürfen gegen die diplomatische Vertretung kommt es zu einem Polizeieinsatz

 07.03.2026

Washington

Trump droht Iran mit »vollständiger Zerstörung«

Teheran werde heute »sehr hart getroffen«, sagt der amerikanische Präsident. »Iran ist nicht länger der Rüpel des Nahen Ostens, sondern stattdessen dessen Verlierer.«

 07.03.2026

Berlin

Bundesrat will Hakenkreuz-Schmierereien an Schulen bestrafen

Die Nutzung von verfassungsfeindlichen Kennzeichen durch Schüler soll strafbar werden. Der israelische Botschafter begrüßt den Schritt

 06.03.2026

Washington D.C.

Bodentruppen im Iran? Trump spricht von »Zeitverschwendung«

Grundsätzlich ausschließen wollte die US-Regierung den Einsatz von Bodentruppen im Iran bislang nicht. Jetzt reagiert Präsident Trump auf Äußerungen des iranischen Außenministers zu dem Thema

 06.03.2026