Berlin

Volksverhetzung und Gewalt bei anti-israelischen Demonstrationen

Am Hermannplatz in Berlin-Neukölln kommt es immer wieder zu Demonstrationen. Foto: picture alliance/dpa

Die Berliner Polizei ist am Montag gegen Demonstranten in den Bezirken Mitte und Neukölln vorgegangen, die Teil zweier anti-israelischer Versammlungen waren.

Unter dem Titel »Stoppt die Aggression in Rafah« kamen laut Polizeiangaben um 17.45 Uhr an der Ecke Unter den Linden und Schadowstraße über 320 Protestierer zusammen. In einer Mitteilung der Polizei war von »einer verbalen und versuchten körperlichen Auseinandersetzung« die Rede, »an der auch Pressevertretende beteiligt gewesen sein sollen.«

Daraufhin wurden durch Beamte Strafermittlungsverfahren wegen versuchter gefährlicher Körperverletzung eingeleitet.

Um 19 Uhr begann eine ähnliche Demonstration am Hermannplatz in Neukölln, die nicht angemeldet war und bei der noch mehr Straftaten registriert wurden. Bis zu 250 Personen liefen die Sonnenallee entlang, wobei »mehrere Teilnehmende« wiederholt »propagandistische Parolen mit strafbarem Inhalt« riefen.

Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte

Beamte wurden mit pyrotechnischen Gegenständen beworfen. Laut Polizei ignorierten die Teilnehmer von Beamten verlesene Beschränkungen. Deshalb beendeten die Ordnungskräfte diese Demonstration um 21:25 Uhr.

Dennoch wurden die Einsatzkräfte erneut beworfen - diesmal mit Steinen und einer gefüllten Kunststoffflasche. Ein Polizist wurde getroffen, blieb aber unverletzt.

In Zusammenhang mit der Demonstration am Hermannplatz wurden bisher 14 Strafermittlungsverfahren eingeleitet. Dabei ging es um Volksverhetzung, Verstöße gegen das Versammlungsfreiheitsgesetz, versuchte Gefangenenbefreiungen, Beleidigung, eine gefährliche Körperverletzung, Sachbeschädigung, Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte, schweren Landfriedensbruch und tätliche Angriffe auf Vollstreckungsbeamte. ja

In eigener Sache

»Jüdische Allgemeine« reagiert auf Rüge des Deutschen Presserats

19 Rügen verteilt der Presserat an die deutsche Medienlandschaft. Eine davon geht an die »Jüdische Allgemeine« - wegen angeblicher gravierender Ehrverletzung eines in Gaza getöteten Journalisten

 23.03.2026

Gedenken

Zwei Buchenwald-Verbände gegen Auftritt von Wolfram Weimer

In der Gedenkstätte Buchenwald wird am 12. April an die Befreiung des Konzentrationslagers erinnert. Geplant ist ein Grußwort von Kulturstaatsminister Weimer. Zwei Verbände haben damit ein Problem

 23.03.2026

Krieg

Merz begrüßt vorläufigen Verzicht auf US-Kraftwerksangriffe im Iran

US-Präsident Donald Trump nimmt scharfe Drohungen gegen den Iran vorerst vom Tisch. Die Bundesregierung begrüßt das und bietet Mithilfe bei anderen Bemühungen an

 23.03.2026

Nahost

G7 verurteilen iranische Angriffe scharf und warnen vor Eskalation

In einer gemeinsamen Erklärung der G7-Außenminister ist von »nicht zu rechtfertigenden Angriffen« und einer Gefahr für die Stabilität die Rede

 23.03.2026

Schutz jüdischer Studenten

Klage von Lahav Shapira gegen FU Berlin abgewiesen

Der Gaza-Krieg sorgt auch an Berliner Hochschulen regelmäßig zu Protesten. Ein jüdischer Student fühlt sich nicht mehr sicher und zieht vor Gericht. Was sagen die Richter?

 23.03.2026

Berlin

Außenministerium stellt sich hinter Botschafter Seibert

Israels Außenminister kritisiert den deutschen Botschafter wegen Aussagen zur Siedlergewalt. Außenminister Wadephul telefoniert mit seinem Kollegen - und wiederholt die Kritik

 23.03.2026

Teheran

Können iranische Raketen nun Europa erreichen?

Nach dem Raketenangriff auf einen Militärstützpunkt auf der Insel Diego Garcia rückt auch Europa in den potenziellen Zielkorridor iranischer Raketen. Muss man sich in Berlin nun Sorgen machen?

von Arne Bänsch  23.03.2026

Griechenland

US-Flugzeugträger legt für Reparaturen auf Kreta an

Brand in der Bordwäscherei, Probleme mit Toiletten: Die »USS Gerald R. Ford« macht auf Kreta Halt. Ermittler der US-Marine gehen der Ursache des Feuers nach

 23.03.2026

Nahost

Iran dementiert Verhandlungen mit den USA

US-Präsident Donald verschiebt ein Ultimatum und verweist auf »produktive Gespräche« mit dem Iran. Aus Teheran kommt ein Dementi

 23.03.2026