Washington D.C.

Trump will Marco Rubio zum Außenminister machen

Der künftige Präsident Donald Trump mit Senator Marco Rubio bei einer Wahlkampfveranstaltung in Raleigh (North Carolina) am 4. November Foto: picture alliance / ASSOCIATED PRESS

Der republikanische Senator aus dem Bundesstaat Florida, Marco Rubio, soll Außenminister in der künftigen US-Regierung von Donald Trump werden. Das teilte der designierte Präsident in einer schriftlichen Stellungnahme mit.

»Marco ist eine hochgeachtete Führungspersönlichkeit und eine starke Stimme für die Freiheit«, hieß es darin. »Er wird ein starker Fürsprecher für unsere Nation sein, ein wahrer Freund unserer Verbündeten und ein furchtloser Krieger, der vor unseren Gegnern niemals zurückschrecken wird.«

Der 53 Jahre alte Rubio ist seit 2011 im US-Senat und hatte 2016 erfolglos versucht, selbst Präsidentschaftskandidat der Republikaner zu werden. Er scheiterte aber im Vorwahlkampf gegen Trump, der ihn damals mit Schmähungen bedachte.

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»Bösartige Personen«

In diesem Jahr soll er in der engeren Auswahl für die Vize-Kandidatur gewesen sein, bevor sich Trump für J.D. Vance entschied. Der Sohn kubanischer Einwanderer hat sich in den vergangenen Jahren als treuer Trump-Unterstützer hervorgetan. Er stimmte zuletzt gegen neue milliardenschwere Unterstützung für die von Russland angegriffene Ukraine.

Unter Trump und Rubio wird sich die Nahostpolitik voraussichtlich zugunsten Israels verändern. In einem Video, das in den sozialen Medien zu sehen ist, sagte der mögliche nächste Außenminister, er werde keinen Waffenstillstand in Gaza fordern. Zudem hoffe er, dass Israel »jedes Element der Hamas« zerstören werde.

Die palästinensische Terrororganisation bestehe aus »bösartigen Personen«, die für schreckliche Verbrechen verantwortlich seien, so Rubio. Für das schreckliche Leid der Zivilbevölkerung in Gaza sei einzig und allen die Hamas verantwortlich.

Schnelle Folge

Trump hatte nach seinem Wahlsieg Anfang November direkt damit begonnen, seine künftige Regierungsmannschaft aufzustellen. In den vergangenen Tagen verkündete der Republikaner in schneller Folge diverse Personalentscheidungen.

Unter anderem will er den Ex-Soldaten und TV-Moderator Pete Hegseth an die Spitze des Verteidigungsministeriums setzen und der Gouverneurin von South Dakota, Kristi Noem, die Leitung des Heimatschutzministeriums übergeben.

Ministerposten müssen üblicherweise vom Senat bestätigt werden. Trump hat aber dafür geworben, dies mit einer Ausnahmeregelung zu umgehen.

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Viele Personalwechsel

Der Republikaner hat auch verschiedene Beraterposten oder hochrangige Jobs im Weißen Haus verkündet, die ohnehin keine Senatsbestätigung erfordern. Den Tech-Milliardär Elon Musk möchte er als externen Berater mit der Kürzung von Regierungsausgaben betrauen.

In Trumps erster Amtszeit von 2017 bis 2021 hatte es eine ungewöhnliche hohe Zahl an Personalwechseln in der Regierung des Republikaners gegeben. In aller Regelmäßigkeit schasste er Minister oder andere Mitarbeiter - andere wiederum schmissen aus eigenen Stücken hin.

Legendär war unter anderem der Rauswurf des damaligen Außenministers Rex Tillerson, den Trump über die Plattform Twitter verkündete, die inzwischen X heißt und Musk gehört. dpa/ja

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