Washington D.C.

Trump beschimpft Harvard als »antisemitische, linksextreme Institution«

Präsident Donald Trump am Donnerstag (Ortszeit) in Leesburg (Virginia) Foto: picture alliance / ASSOCIATED PRESS

US-Präsident Donald Trump hat die Elite-Universität Harvard in einem neuen Post als »Bedrohung für die Demokratie« bezeichnet. Harvard sei eine antisemitische, linksradikale Institution, die Studenten aus aller Welt annehme, »die unser Land auseinanderreißen wollen«, schrieb Trump auf seiner Plattform Truth Social.

Die liberale Universität erlaube es einer bestimmten Gruppe von Verrückten, Zorn und Hass zu verbreiten, fügte Trump hinzu, ohne Details zu nennen. Auf dem Campus von Harvard und vielen anderen Universitäten hatte es länger sogenannte »propalästinensische« Demonstrationen gegeben, bei denen der Terror gegen Israel verherrlicht wurde.

Die Trump-Regierung hatte mehrere als linksliberal betrachtete Universitäten mit finanziellem Druck an die Leine genommen, um etwa Diversitätsprogramme zu stoppen. Harvard wehrt sich aber und klagt dagegen. Einer der Anwälte hatte auch Trump mal vertreten. In seinem Post forderte Trump, der Anwalt sollte sofort zurücktreten. Er sei ohnehin nicht sehr gut.

Lesen Sie auch

Am Vortag hatte der Präsident die Schrauben gegen Uni weiter angezogen und ein Dekret erlassen, das ausländische Spenden für Hochschulen ins Visier nimmt. Es gebe den Verdacht, dass Universitäten wie Harvard Gesetze zur Offenlegung ausländischer Spenden verletzten, erklärte ein Mitarbeiter Trumps bei der Vorstellung der Dekrete.

Der neue Erlass soll dafür sorgen, dass Hochschulen zum Schutz von »nationalen und Sicherheitsinteressen« alle ausländische Gelder offenlegen, die in ihre Einrichtungen fließen. So solle der »Markt der Ideen« vor aus dem Ausland finanzierter Propaganda geschützt werden.
Ein weiteres Dekret diene dazu, Universitäten dazu zu verpflichten, Studenten aufgrund ihrer Leistung und nicht aufgrund »woker« Kriterien aufzunehmen, hieß es.

Trumps Regierung lehnt alle Diversitätsprogramme der Unis ab, die einer historisch bedingten Diskriminierung von Schwarzen, Frauen und anderen benachteiligten Gruppen entgegenwirken sollen. dpa/ja

9. Oktober 2019

Gedenken zum Jahrestag des Anschlags von Halle

Der antisemitische Anschlag von Halle jährt sich am Freitag zum siebenten Mal. Die jüdische Gemeinde, Kirchen, Stadt und zivilgesellschaftliche Gruppen planen Gedenkveranstaltungen auch an den Anschlagsorten

 08.10.2026

7. Oktober

Steinmeier: Antisemitische Hetze unerträglich aufgeflammt

Der schlimmste Anschlag auf Jüdinnen und Juden seit der Schoa: Der Bundespräsident verurteilt den Hamas-Terror vom 7. Oktober 2023. Und blickt auch auf die Lage im Gazastreifen

 08.10.2026

Diplomatische Beziehungen

Britisches Konsulat in Jerusalem bleibt als Mission bestehen

Israel reagiert auf britische Sanktionen gegen israelische Siedlungspolitik, mehrere Diplomaten verlassen das Land. Gänzlich geschlossen wird das britische Konsulat in Ost-Jerusalem aber doch nicht

 08.10.2026

Berlin

Michael Roth nennt Linkspartei »in weiten Teilen lost«

Der Sozialdemokrat geht auch mit seiner eigenen Partei ins Gericht und warnt vor einem deutlich verschlechterten Verhältnis der Deutschen zu Israel

 08.10.2026

Meinung

Wenn Journalisten Terroristen sind – 170 Namen und eine unbequeme Wahrheit

Unser Autor reflektiert über die grundsätzliche Frage, was »Journalismus« in einem Gebiet bedeutet, das seit Jahren von einer totalitären Terrororganisation beherrscht wird

von Daniel Neumann  08.10.2026

Kommentar

Echter Schutz für Juden in Deutschland – ohne Sonderrecht 

Unsere Autorin ordnet die aktuelle Debatte um die Gesetzesentwürfe zum Schutz jüdischen Lebens in Deutschland ein

von Annabelle Ganapol  08.10.2026

Berlin

Linke, Grüne und SPD einigen sich auf Sondierungsgespräche

Beim Streit um antisemitische Ausfälle von Abgeordneten soll es eine Einigung gegeben haben

 08.10.2026 Aktualisiert

Ausgerechnet am 7. Oktober

Greta Thunberg marschiert mit Terror-Unterstützern und Israelfeinden

Drei Jahre nach den Massakern der Hamas gab es in Berlin israelfeindliche Proteste. Mit dabei: die einstige Klima-Ikone Greta Thunberg

 07.10.2026

Berlin

Kerzen, Gebete und Warnungen - und Gedenken an Terroropfer

Der 7. Oktober 2023 hat sich eingebrannt in das Gedächtnis - nicht nur bei Opfern und Angehörigen des islamistischen Terrorangriffs auf Israel. Zum Jahrestag gibt es besorgte Warnungen

 08.10.2026 Aktualisiert