Rechtspopulismus

TikTok: Reichweite von AfD-Politiker wird gedrosselt

Wird nun in deutlich weniger Feeds auftauchen: Maximilian Krah (AfD) Foto: JA

Auf TikTok hat die AfD Oberwasser - doch jetzt zieht die Plattform für Kurzvideos dem erfolgreichsten TikToker der Partei Grenzen. Wie der »Spiegel« am Dienstag online meldete, schränkt TikTok die Reichweite von Maximilian Krah deutlich ein. Die Beiträge des AfD-Spitzenkandidaten für die Europawahl würden momentan nicht mehr im zentralen Element der App, dem sogenannten »Für dich-Feed« ausgespielt. Während Krahs Videos im vergangenen Jahr noch zum Teil über eine Million Aufrufe erreichten, sind es momentan wenige Tausend.

TikTok bestätigte auf Anfrage des »Spiegel« eine insgesamt 90-tägige Drosselung des Kontos. Krah habe »wiederholte Verstöße gegen unsere Community-Richtlinien« begangen, teilte das Unternehmen mit. Welche Beiträge genau zu der Maßnahme führten, ließ TikTok demnach unbeantwortet.

Laut »Spiegel«-Informationen soll Krah mit homophoben Aussagen, mit Hetze gegen Flüchtlingen und Aussagen im Sinne der Verschwörungstheorie von einem großen Bevölkerungsaustausch gegen die Regeln der Plattform verstoßen haben. Wie Krah auf »Spiegel«-Anfrage mitteilte, wurden überdies mehrere seiner Videos vollständig gesperrt.

Die Präsenz der AfD in den Sozialen Medien sorgte zuletzt häufiger für Schlagzeilen. So haben Medienberichten zufolge Politiker der AfD-Bundestagsfraktion auf TikTok mehr als 400.000 Follower; alle anderen Fraktionen kommen zusammen auf rund 220.000 Follower.

Wolfgang Benz, Stefanie Schüler-Springorum und das deutsche Zentrum für Antisemitismusleugnung

Ein Kommentar von JA-Chefredakteur Philipp Peyman Engel

von Philipp Peyman Engel  25.09.2026

Berlin

Söder warnt SPD und Grüne vor Koalition mit Linkspartei

Nach der Wahl in Berlin mit dem Sieg der Linkspartei ist noch immer unklar, wer künftig regieren wird. Der CSU-Chef hat eine klare Erwartung für den Umgang mit dem Wahlsieger

 25.09.2026

Kassel/Heidenau

Stadt stoppt Stolpersteine – Künstler: War zu erwarten

Der Stadtrat von Heidenau bei Dresden lässt keine neuen Stolpersteine im Straßenraum zu. Der Initiator der Gedenksteine, Gunter Demnig, warnt vor Unsichtbarkeit der NS-Opfer und will weitermachen

 25.09.2026

Berlin

Schuster: Seit Hamas-Angriff kaum Kontakte zu muslimischen Verbänden

Er hat muslimische Freunde. Doch offizielle Beziehungen zwischen der jüdischen Gemeinde und muslimischen Verbänden gibt es kaum noch. Der Zentralratspräsident kritisiert dies und hofft auf Besserung

 25.09.2026

USA

Rennpferd muss wegen Hitler-Bezug umbenannt werden

Der Jockey Club erhält eine formale Beschwerde, woraufhin der Name des Tieres verboten wird. Wie hieß das Pferd? Und wie heißt es jetzt?

 25.09.2026

New York

Susan Sarandon bei Demo gegen Israel festgenommen

Zwei Proteste gegen Israel fanden während der Rede von Ministerpräsident Benjamin Netanjahu vor der UNO statt. Bei einer davon wurde zum Mord an ihm aufgerufen

 25.09.2026

New York

Netanjahu vor der UNO: »Israel hat keinen anderen Weg als zu gewinnen«

Der israelische Ministerpräsident spricht über Iran, Katar, die Türkei. Er konfrontiert Kritiker seines Landes, inklusive Bürgermeister Zohran Mamdani

 25.09.2026

Berlin

Berliner Linken-Chefin: »sehr überrascht« über Kritik

Seit der Berlin-Wahl am Sonntag wird bundesweit heftig über Antisemitismus bei der Linkspartei diskutiert. Sieht die Landesvorsitzende Kerstin Wolter ein strukturelles Problem in ihrer Partei?

 25.09.2026

Nach der Wahl

Berliner SPD will mit Linken und CDU sondieren

Die Sozialdemokraten wollen mit dem Wahlsieger Linke und der CDU über eine mögliche Regierungsbildung sprechen. Parteichef Krach nennt eine »rote Linie«

 25.09.2026