Rechtspopulismus

TikTok: Reichweite von AfD-Politiker wird gedrosselt

Wird nun in deutlich weniger Feeds auftauchen: Maximilian Krah (AfD) Foto: JA

Auf TikTok hat die AfD Oberwasser - doch jetzt zieht die Plattform für Kurzvideos dem erfolgreichsten TikToker der Partei Grenzen. Wie der »Spiegel« am Dienstag online meldete, schränkt TikTok die Reichweite von Maximilian Krah deutlich ein. Die Beiträge des AfD-Spitzenkandidaten für die Europawahl würden momentan nicht mehr im zentralen Element der App, dem sogenannten »Für dich-Feed« ausgespielt. Während Krahs Videos im vergangenen Jahr noch zum Teil über eine Million Aufrufe erreichten, sind es momentan wenige Tausend.

TikTok bestätigte auf Anfrage des »Spiegel« eine insgesamt 90-tägige Drosselung des Kontos. Krah habe »wiederholte Verstöße gegen unsere Community-Richtlinien« begangen, teilte das Unternehmen mit. Welche Beiträge genau zu der Maßnahme führten, ließ TikTok demnach unbeantwortet.

Laut »Spiegel«-Informationen soll Krah mit homophoben Aussagen, mit Hetze gegen Flüchtlingen und Aussagen im Sinne der Verschwörungstheorie von einem großen Bevölkerungsaustausch gegen die Regeln der Plattform verstoßen haben. Wie Krah auf »Spiegel«-Anfrage mitteilte, wurden überdies mehrere seiner Videos vollständig gesperrt.

Die Präsenz der AfD in den Sozialen Medien sorgte zuletzt häufiger für Schlagzeilen. So haben Medienberichten zufolge Politiker der AfD-Bundestagsfraktion auf TikTok mehr als 400.000 Follower; alle anderen Fraktionen kommen zusammen auf rund 220.000 Follower.

Ina Czyborra

Berlin

Kein Antisemitismusbeauftragter vor der Abgeordnetenhauswahl

Das Auswahlverfahren für eine Ansprechperson an Hochschulen der Bundeshauptstadt ist vorerst gescheitert

 28.08.2026

Birmingham

Ermittlungen gegen früheren Polizeichef wegen Ausschluss israelischer Fußballfans

Der Ausschluss von Anhängern des israelischen Fußballclubs Maccabi Tel Aviv bei dessen Auswärtsspiel im November vergangenen Jahres in Großbritannien hat ein Nachspiel

 28.08.2026

Interim

Christoph de Vries übernimmt zeitweise Amt von Felix Klein

Der langjährige Antisemitismusbeauftragte Felix Klein wechselt als deutscher Vertreter zur OECD nach Paris. Bis seine Nachfolge geklärt ist, übernimmt der Parlamentarische Staatssekretär seine Aufgaben

von Anna Mertens  28.08.2026

Social Media

Prozess: Mark Zuckerbergs Meta will knapp 17 Milliarden Dollar zahlen

Das historische Verfahren zwischen Tech-Gigant Meta und fast allen US-Bundesstaaten gilt rechtlich nur für die USA. Doch es könnte auch globale Auswirkungen haben

 28.08.2026

Vereinte Nationen

Generalsekretär Guterres: UN-Sonderberichterstatter »völlig außer Kontrolle« in Bezug auf Israel

Der scheidende UN-Generalsekretär António Guterres hat die extreme Einseitigkeit einiger UN-Sonderberichterstatter bezüglich des jüdischen Staates eingeräumt. Eine allgemeine Voreingenommenheit der UNO gegenüber Israel sieht er aber nicht

 28.08.2026

Diplomatie

Iran-Konferenz in Istanbul wird verschoben

Außenminister Wadephul wollte am Sonntag mit Kollegen unter anderem aus der Türkei, Saudi-Arabien, Ägypten und Pakistan über die Lage in der Straße von Hormus reden. Daraus wird vorerst nichts

 28.08.2026

Golfregion

Irans Außenminister: »Druck funktioniert nicht«

Regionale Staaten haben eine neue Runde diplomatischer Bemühungen im Iran-Krieg begonnen. Teheran richtet eine Botschaft an die USA

 28.08.2026

Wissenschaft

Ist die AfD das »freundliche Gesicht« des Antisemitismus?

Das American Jewish Committee thematisiert in einer am Dienstag veröffentlichten Analyse den Antisemitismus in der Alternative für Deutschland

 28.08.2026

Den Haag

Kriegsverbrecher Ratko Mladic gestorben

Er galt als ruchloser Kriegsverbrecher, der Zehntausende unschuldige Zivilisten auf dem Gewissen hatte. Jetzt ist Ratko Mladic tot, gestorben in einem Gefängniskrankenhaus

von Markus Schönherr  28.08.2026