Rechtspopulismus

TikTok: Reichweite von AfD-Politiker wird gedrosselt

Wird nun in deutlich weniger Feeds auftauchen: Maximilian Krah (AfD) Foto: JA

Auf TikTok hat die AfD Oberwasser - doch jetzt zieht die Plattform für Kurzvideos dem erfolgreichsten TikToker der Partei Grenzen. Wie der »Spiegel« am Dienstag online meldete, schränkt TikTok die Reichweite von Maximilian Krah deutlich ein. Die Beiträge des AfD-Spitzenkandidaten für die Europawahl würden momentan nicht mehr im zentralen Element der App, dem sogenannten »Für dich-Feed« ausgespielt. Während Krahs Videos im vergangenen Jahr noch zum Teil über eine Million Aufrufe erreichten, sind es momentan wenige Tausend.

TikTok bestätigte auf Anfrage des »Spiegel« eine insgesamt 90-tägige Drosselung des Kontos. Krah habe »wiederholte Verstöße gegen unsere Community-Richtlinien« begangen, teilte das Unternehmen mit. Welche Beiträge genau zu der Maßnahme führten, ließ TikTok demnach unbeantwortet.

Laut »Spiegel«-Informationen soll Krah mit homophoben Aussagen, mit Hetze gegen Flüchtlingen und Aussagen im Sinne der Verschwörungstheorie von einem großen Bevölkerungsaustausch gegen die Regeln der Plattform verstoßen haben. Wie Krah auf »Spiegel«-Anfrage mitteilte, wurden überdies mehrere seiner Videos vollständig gesperrt.

Die Präsenz der AfD in den Sozialen Medien sorgte zuletzt häufiger für Schlagzeilen. So haben Medienberichten zufolge Politiker der AfD-Bundestagsfraktion auf TikTok mehr als 400.000 Follower; alle anderen Fraktionen kommen zusammen auf rund 220.000 Follower.

Debatte

Nach Rede zu Iran-Krieg: Spahn kritisiert Bundespräsidenten

Bundespräsident Steinmeier hatte den Krieg der USA und Israels gegen den Iran als völkerrechtswidrig bezeichnet. Der Unionsfraktionschef hält das für anmaßend

 24.03.2026

Krieg

Iran lässt wenige Schiffe durch Straße von Hormus

Die iranischen Behörden lassen nur wenige Schiffe durch die für den Energiehandel wichtige Wasserstraße. Viele Reedereien meiden die Route angesichts von Angriffen und fehlender Versicherungen

 24.03.2026

Berlin

Urteil gegen mutmaßliche Hamas-Mitglieder erwartet

Die Terrororganisation Hamas soll in Europa Waffenlager haben, um Anschläge verüben zu können. Vom Prozess gegen mutmaßliche Mitglieder erhoffte man sich auch weitere Erkenntnisse. Ist das gelungen?

 24.03.2026

Interview

»Geschichten, die Kindern guttun«

Die Jiddisch-Professorin Miriam Udel über Kinderliteratur, Ethik und Menschlichkeit

 24.03.2026

Meinung

Wie lange müssen wir noch so leben?

Seit Beginn des Iran-Kriegs werden jüdische Einrichtungen noch häufiger Ziel von Terrorattacken. Das Absurde ist: Dieser Zustand ist für Jüdinnen und Juden längst zur Norm geworden

von Laura Cazés  24.03.2026

Erinnerungskultur

Felix Klein verteidigt Wolfram Weimer gegen Buchenwald-Verbände

Zwei Angehörigen-Verbände wollen verhindern, dass der Kulturstaatsminister eine Rede in der Gedenkstätte Buchenwald hält. Mit ihrer Kritik würden sie sich selbst schaden, sagt der Antisemitismusbeauftrage

 24.03.2026

Kommentar

Bedingt lernfähig

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier übt harte Kritik am Vorgehen der USA gegen den Iran. Über den Terror der Mullahs verliert er dagegen kein Wort – wieder einmal

von Ralf Balke  24.03.2026

Teheran

Bericht: Neuer Generalsekretär in Irans Sicherheitsrat

Nach der Tötung von Ali Laridschani ist im Iran ein neuer Generalsekretär für den mächtigen Nationalen Sicherheitsrat benannt worden. Das Amt bekleidet nun ein bisher eher Unbekannter

 24.03.2026

Nahost

Libanon weist iranischen Botschafter aus

Die Lage zwischen der Hisbollah und Israel spitzt sich immer weiter zu. Die Regierung in Beirut trifft nun weitere Maßnahmen, um den iranischen Einfluss einzudämmen

 24.03.2026