Meinung

Teheraner Rollenspiele

Oh, der Iran lenkt im Atomstreit ein! So berichteten Anfang der Woche die Medien weltweit. Teheran sei bereit, schwach angereichertes Uran in die Türkei zu bringen; im Gegenzug erhalte es aus einem Drittland Brennstäbe für Atomreaktoren. Wer’s glaubt, wird – sich wohl bald die Augen reiben. Denn das Quartals-Einlenken von Präsident Mahmud Ahmadinedschad ist sicherlich auch diesmal nichts weiter als ein Quartals-Ablenken. Und ein Schmierentheater: Während das Mullahregime hinter den Kulissen weiter an der Bombe bastelt, zeigt der Regisseur von Teheran auf der Weltbühne, jeweils im Wechsel, mal seine Kraft und mal den guten Willen. Sein jüngstes Stück, das mit dem guten Willen, feiert gerade einen Theatererfolg. Auch die Zuschauer im Westen sollen jetzt bitte klatschen und »Bravo!« rufen. Diesmal hatte der Regisseur, der so gern selbst als Hauptdarsteller auftritt, einen besonderen dramaturgischen Einfall: Er schuf zwei Nebenrollen neu und besetzte sie prominent: Brasiliens Präsident Luiz Inácio Lula da Silva sowie der türkische Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan traten als Handlanger auf. War wirklich gut gemacht, die Inszenierung. Doch hoffentlich haben sich die beiden Herren nicht reinlegen lassen und mussten ohne Gage nach Hause fahren.

Berlin

Söder warnt SPD und Grüne vor Koalition mit Linkspartei

Nach der Wahl in Berlin mit dem Sieg der Linkspartei ist noch immer unklar, wer künftig regieren wird. Der CSU-Chef hat eine klare Erwartung für den Umgang mit dem Wahlsieger

 25.09.2026

Kassel/Heidenau

Stadt stoppt Stolpersteine – Künstler: War zu erwarten

Der Stadtrat von Heidenau bei Dresden lässt keine neuen Stolpersteine im Straßenraum zu. Der Initiator der Gedenksteine, Gunter Demnig, warnt vor Unsichtbarkeit der NS-Opfer und will weitermachen

 25.09.2026

Berlin

Schuster: Seit Hamas-Angriff kaum Kontakte zu muslimischen Verbänden

Er hat muslimische Freunde. Doch offizielle Beziehungen zwischen der jüdischen Gemeinde und muslimischen Verbänden gibt es kaum noch. Der Zentralratspräsident kritisiert dies und hofft auf Besserung

 25.09.2026

USA

Rennpferd muss wegen Hitler-Bezug umbenannt werden

Der Jockey Club erhält eine formale Beschwerde, woraufhin der Name des Tieres verboten wird. Wie hieß das Pferd? Und wie heißt es jetzt?

 25.09.2026

New York

Susan Sarandon bei Demo gegen Israel festgenommen

Zwei Proteste gegen Israel fanden während der Rede von Ministerpräsident Benjamin Netanjahu vor der UNO statt. Bei einer davon wurde zum Mord an ihm aufgerufen

 25.09.2026

New York

Netanjahu vor der UNO: »Israel hat keinen anderen Weg als zu gewinnen«

Der israelische Ministerpräsident spricht über Iran, Katar, die Türkei. Er konfrontiert Kritiker seines Landes, inklusive Bürgermeister Zohran Mamdani

 25.09.2026

Berlin

Berliner Linken-Chefin: »sehr überrascht« über Kritik

Seit der Berlin-Wahl am Sonntag wird bundesweit heftig über Antisemitismus bei der Linkspartei diskutiert. Sieht die Landesvorsitzende Kerstin Wolter ein strukturelles Problem in ihrer Partei?

 25.09.2026

Nach der Wahl

Berliner SPD will mit Linken und CDU sondieren

Die Sozialdemokraten wollen mit dem Wahlsieger Linke und der CDU über eine mögliche Regierungsbildung sprechen. Parteichef Krach nennt eine »rote Linie«

 25.09.2026

New York

Berichte: Iran legt Sieben-Tage-Plan zur Beendigung des Kriegs vor

Die USA und der Iran verhandeln mit Hilfe von Vermittlern über die Zukunft der Straße von Hormus. Nun will die iranische Seite einen Vorschlag ins Spiel gebracht haben

 25.09.2026