Antizionismus

Steuergeld gegen Israel

Auch gefördert: Coalition of Women for Peace Foto: Screenshot JA

Deutschland finanziert israelische und palästinensische Nichtregierungsorganisationen (NGOs), die sich dem Kampf gegen Israel verschrieben haben, sagt Gerald Steinberg. Der israelische Politikwissenschaftler, der an der Bar-Ilan-Universität lehrt, stellte am vergangenen Donnerstag im Haus der Bundespressekonferenz in Berlin die neue Publikation der von ihm gegründeten Organisation »NGO Monitor« vor. Sie beschäftigt sich damit, wie politische Stiftungen und kirchliche Organisationen aus Deutschland nahöstliche NGOs mit antizionistischer Agenda finanzieren.

apartheid Das meiste Geld für diese Organisationen, so Steinberg, stamme von den europäischen Steuerzahlern. Nach seinen Erkenntnissen fließen pro Jahr 50 Millionen Euro aus europäischen Steuertöpfen an mehr als 80 israelische und palästinensische NGOs, die Israel Apartheid vorwerfen oder eine Abschaffung des jüdischen Staates fordern.

Daran sei Deutschland mit schätzungsweise fünf bis zehn Millionen Euro beteiligt – via Stiftungen oder Menschenrechtsorganisationen. Genauer kann Steinberg es wegen der fehlenden Transparenz nicht beziffern. Auch kirchliche Einrichtungen träten als Geldgeber für fragwürdige NGOs in Erscheinung.

boykottbewegung So erhalte etwa die »Coalition of Women for Peace«, die die Boykottbewegung gegen Israel unterstützt, jährlich etwa 100.000 Euro von »Brot für die Welt«, 20.000 Euro von Medico International und 68.000 Euro von der Rosa-Luxemburg-Stiftung. Letztere unterstützt auch die Gruppe Zochrot mit finanziellen Zuwendungen, die ein palästinensisches »Rückkehrrecht« nach Israel fordert, und Sadaka Reut, die den Apartheidvorwurf propagiert.

Die grüne Heinrich-Böll-Stiftung fördert unter anderem die linksradikale Website »+972« und zahlreiche andere Vereine. In geringerem Umfang sind die Friedrich-Ebert- und die Konrad-Adenauer-Stiftung aktiv.

Solidarität

Für Freiheit im Iran: 200.000 Demonstranten in München

Unter den Rednern war auch der Publizist Michel Friedman: »Ein Regime, das für Terrorismus steht, gehört abgesetzt«

 14.02.2026

USA/Iran

US-Präsident Trump: Machtwechsel im Iran wäre wohl das Beste

US-Präsident droht Teheran im Streit über das Atom- und Raketenprogramm mit einem Angriff. Er legt nach: Nur ein Deal könne dies verhindern

 14.02.2026

NS-Raubkunst

Wolfram Weimer kündigt Restitutionsgesetz an

»Eine Frage der Moral«: Der Kulturstaatsminister stimmt einem unter anderem vom Zentralrat der Juden geforderten Gesetz zu

 14.02.2026

Berlin

Brandenburger Tor leuchtet als Zeichen der Solidarität mit Iran-Protesten

»Die gewaltsame Niederschlagung der Proteste ändert nichts daran, dass der Drang nach Freiheit bleibt«, sagt Kai Wegner (CD), der Regierende Bürgermeister

 13.02.2026

Augsburg

Gericht kippt Redeverbot für Höcke im Allgäu

Am Wochenende sollte Thüringens AfD-Landtagsfraktionschef in zwei Hallen in Bayern als Gastredner auftreten. Die Gemeinden wehren sich – aber vorerst nur in einem Fall mit Erfolg

 13.02.2026

Meinung

Danke, Herr Minister!

Johann Wadephul hat sich von Francesca Albanese distanziert und ihren Rücktritt gefordert. Doch jetzt müssen Deutschland und andere Staaten den Druck weiter erhöhen

von Michael Thaidigsmann  13.02.2026

Meinung

Jeffrey Epstein: Ein schlechter Mensch

Der verurteilte amerikanische Sexualstraftäter ist und bleibt ein beliebig formbares Vehikel für jedweden Verschwörungsmythos

von Sophie Albers Ben Chamo  13.02.2026

Diplomatie

Berichte: USA schicken weiteren Flugzeugträger nach Nahost

Der Schritt ist eine Drohung an das Regime im Iran, mit dem US-Präsident Donald Trump gerne ein Atom-Abkommen abschließen möchte

 13.02.2026

Berlin

Internationales Auschwitz Komitee fordert AfD-Verbotsverfahren

Eva Umlauf, die Präsidentin des Komitees sagt, die Partei müsse »endlich vor die Schranken des Bundesverfassungsgerichts« gebracht werden

 13.02.2026