Meinung

Spuk in der Moschee

Montagmorgen gegen sechs Uhr am Steindamm in Hamburg. 20 uniformierte Polizisten durchsuchen die Taiba-Moschee, beschlagnahmen Computer und schließen das Gebäude, in dem sich der zuvor von der Hamburger Innenbehörde verbotene »Deutsch-Arabische Kulturverein« traf. Der Spuk hinter den Mauern solle nun endlich ein Ende haben, betont der Innensenator und Bürgermeisterkandidat Christoph Ahlhaus (CDU). In der ehemaligen Al-Quds-Moschee beteten schon die Todespiloten des 11. September 2001 um Mohammed Atta und der verurteilte Marokkaner Mounir El Motassadeq. Sie war Hauptanziehungspunkt der örtlichen Dschihad-Szene, Beter der Moschee haben sich in Afghanistan und Pakistan für den Heiligen Krieg ausbilden lassen. Nun präsentiert sich Christoph Ahlhaus als Mann der Tat, der entschieden gegen Islamisten vorgeht. Und in zwei Wochen kann er sich beruhigt zum ersten Mann der Hansestadt wählen lassen. Alles gut? Nein! Denn wer garantiert, dass die Mitglieder des Tai- ba-Vereins, der auch gern mal verfassungsfeindliche Schulungen abhält, nicht ins nächstbeste Haus ziehen und einfach dort weiter predigen? Die Überwachung von Islamisten wird durch die Schließung nicht einfacher – und der Spuk geht weiter.

Dialog

Zwischen Vatikan und Juden geht nach dem 7. Oktober kaum noch was

Seit Jahrhunderten ist das Verhältnis zwischen katholischer Kirche und Juden turbulent. Nach einem Zwischenhoch unter Johannes Paul II. kühlte es wieder ab. Und seit dem Gazakrieg nähert es sich einem neuen Tiefpunkt

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Berlin: das Rote Rathaus mit Fernsehturm im Hintergrund

Glosse

Ein Coach berät die Berliner Linke

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Düsseldorf

Nach Angriff auf Juden: Polizei veröffentlicht Fahndungsfoto

Die Tatverdächtigen sollen einen Mann verprügelt haben, weil der ein T-Shirt mit »IDF«-Schriftzug getragen hatte

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Sachsen-Anhalt

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Er ist jetzt der protokollarisch ranghöchste Politiker in Sachsen-Anhalt. Nach ihrem Wahlsieg im September stellt die AfD mit Tobias Rausch den Landtagspräsidenten.

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Essay

Der 7. Oktober und das Ungeheuer

Damals ist das Ungeheuer namens Judenhass neu ausgebrochen und wütet seitdem mit einem Furor, dem wir fassungslos gegenüberstehen. Sein Appetit ist ungebrochen, und es wird täglich gefüttert

von Esther Schapira  06.10.2026

Aufruf

Buchpreis-Trägerin Shida Bazyar warnt vor AfD

Shida Bazyar ist mit dem diesjährigen Deutschen Buchpreis ausgezeichnet worden. In einem Vorab-Interview äußerte sie sich auch politisch

von Anita Hirschbeck  06.10.2026

Berlin

Mittel gegen Antisemitismus in Millionenhöhe bleiben liegen

Vor allem wegen der Nachwirkungen der »Fördergeldaffäre« konnten viele Gelder nicht mehr abgerufen werden. Projekte wurden aber auch strenger geprüft

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Dritter Jahrestag des Terrorangriffs

Drei Jahre nach den Hamas-Massakern: Gedenkveranstaltungen in Berlin

Der Opfer des 7. Oktobers 2023 wird gedacht. Welche Kundgebungen sind geplant?

von Imanuel Marcus  06.10.2026

Meinung

Wenn Empörung den Blick verstellt

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von Sacha Stawski  06.10.2026