Justiz

Sonderfonds zur Reisekostenerstattung für Halle-Nebenkläger gefordert

Blick in den Saal C24 im Landgericht Magdeburg Foto: picture alliance/dpa

Sachsen-Anhalts Linke-Fraktion fordert einen Sonderfonds zur Reisekostenerstattung für Nebenkläger im Prozess gegen den Synagogen-Attentäter von Halle. »Es wäre eine kleine politische Geste, die eine große Wirkung haben kann«, sagte die innenpolitische Fraktionssprecherin Henriette Quade am Freitag im Magdeburger Landtag.

Die Nebenkläger würden zur Aufarbeitung beitragen, es müsse für sie möglich sein, den Prozess an allen Tagen zu verfolgen. Auch wenn die derzeitige Rechtslage eine solche Erstattung nicht vorsehe, sei sie angemessen. Sachsen-Anhalt sollte Verantwortung übernehmen.

Die Höhe des Fonds sollte nach Vorstellung der Linken 20.000 Euro betragen und über den Verein Miteinander verwaltet werden. Justizministerin Anne-Marie Keding (CDU) erläuterte im Landtag die bestehende Rechtslage. Sie verwies darauf, dass den Nebenklägern durch das Bundesjustizministerium bereits eine einmalige Reisekostenbeihilfe gewährt werde. Diese würde entfallen, wenn das Land solche Zahlungen vornehme. Laut Keding haben bis 9. Oktober insgesamt 18 Personen einen Antrag auf diese Bundeshilfe gestellt.

Gezahlt werden demnach unabhängig von der Dauer des Prozesses pauschal bis zu 600 Euro für Anreisende aus dem Inland und 1200 Euro für Anreisende aus dem Ausland.

Im Prozess gegen den Attentäter gibt es 45 Nebenkläger, auch aus anderen Ländern, die zum Teil weite Anreisewege haben. Die Grünen kündigten an, den Linken-Antrag »wohlwollend zu prüfen«. Die SPD sieht Ansatzpunkte, über eine generelle Regelung zu sprechen. CDU und AfD stehen dem Antrag ablehnend gegenüber. epd

Washington/Teheran

US-Geheimdienstbericht: Militärschlag dürfte Irans Führung kaum stürzen

Bereits vor dem Krieg wurden verschiedene Szenarien untersucht – von gezielten Angriffen auf einzelne Führungsfiguren bis hin zu einem umfassenden militärischen Vorgehen gegen die staatlichen Institutionen

 08.03.2026

Berlin

Bundesregierung zieht Personal der Botschaft in Teheran ab

Das Auswärtige Amt zieht aus der Bedrohungslage Konsequenzen

 08.03.2026

Washington

USA intervenieren gegen mögliche Russland-Hilfe für den Iran

Sondergesandter Steve Witkoff kritisiert Moskau dafür, dass es Teheran im Krieg zu unterstützen scheint

 08.03.2026

Washington

US-Streitkräfte weisen iranische Darstellung zu angeblich gefangenen US-Soldaten zurück

Die Behauptung des iranischen Regimes sei ein weiteres Beispiel für seine Lügen und Täuschungen», sagt ein Sprecher des United States Central Command (CENTCOM)

 08.03.2026

Nahost

Neue Welle von Luftschlägen gegen den Iran. Dritter US-Flugzeugträger erreicht die Region

Nach Angaben der israelischen Armee wurden seit Mitternacht vier Raketenangriffe aus dem Iran registriert. Derweil erhöht sich der Druck auf das Teheraner Regime weiter

 08.03.2026

Weltfrauentag

Karin Prien sieht »Luft nach oben« bei Frauenrechten

Frauen in Deutschland haben nach Einschätzung der Frauenministerin viel erreicht in den vergangenen Jahrzehnten. Es gebe aber noch Defizite auf manchen Ebenen

 08.03.2026

Libanon

Suche nach sterblichen Überresten von Ron Arad gescheitert

Nach Angaben des israelischen Militärs landeten Kommandos in der Ortschaft Nabi Chit. Dort durchsuchten sie unter anderem einen Friedhof nach möglichen Hinweisen auf den Verbleib des Vermissten

 07.03.2026

USA

New York: Frau des Bürgermeisters gefallen Social-Media-Beiträge, die den 7. Oktober feierten

Einige der Posts stammten von israelfeindlichen Organisationen und stellten die Massaker in Israel als angeblichen Widerstand dar

 07.03.2026

Sicherheit

Israel verschärft Schutz für Botschaften im Ausland

Ein vereitelter Anschlag auf die israelische Botschaft in Aserbaidschan und eine Synagoge in Baku zeigen, warum die Maßnahmen als notwendig angesehen werden

 07.03.2026