Zwickau

Schwibbögen mit NS-Symbolen gefunden

Ein sogenannter Schwibbogen mit dem Motiv der Seiffener Bergkirche strahlt in einem Fenster des Spielzeugdorfes im Erzgebirge. Foto: dpa

Der Polizei im sächsischen Zwickau ist nach eigenen Angaben ein Schlag gegen die rechtsextreme Vertriebsszene gelungen. Bei einer Durchsuchung am Montag in Wohnräumen und einer Werkstatt in Zwickau-Cainsdorf seien etwa 100 verschiedene Gegenstände mit NS-Symbolen gefunden worden, teilte die Polizeidirektion Zwickau am Mittwoch mit. Dabei handele es sich unter anderem um Schwibbögen, Räuchermännchen, Tassen und gravierte Gläser sowie Christbaumschmuck, Büsten, T-Shirts und Kalender.

Auf die professionell hergestellten Gegenstände seien zum Teil auch Porträts von Persönlichkeiten aus der Zeit des Nationalsozialismus aufgebracht worden. Sie waren laut Polizei offenbar für den Verkauf bestimmt.

HÄNDLER Es sei gelungen, einem überregional agierenden Händler mit rechter Nazipropaganda das Handwerk zu legen, hieß es. Ein 39-jähriger Mann müsse sich wegen Verbreitung und Verwendung von Propagandamitteln verfassungswidriger Organisationen und Verstößen gegen das Waffengesetz verantworten. Die Staatsanwaltschaft Zwickau ermittle zudem wegen des Verdachts der Hehlerei und eines Urkundendelikts.

Im Zuge der Durchsuchung stießen die Beamten auch auf zwei Blanko-Impfpässe, einen mutmaßlich gefälschten Impfausweis sowie Bauwerkzeuge, die den Angaben zufolge nach Einbruchsdelikten zur Fahndung ausgeschrieben waren. Zudem stellten sie neben den Handys und Tablets des Beschuldigten ein verbotenes Einhandmesser, einen Schlagring sowie eine Patrone sicher. epd

London

»Ihm gefiel die Angst«: Frauen berichten von Epstein-Skandal

Über Jahre betrieb Jeffrey Epstein einen Missbrauchsring mit einer hohen Zahl an Opfern. In einem Fernsehinterview berichten fünf Frauen von ihren schlimmen Erfahrungen

 25.03.2026

Meinung

EU-Parlament: Fällt die Brandmauer?

Nach einem Medienbericht haben sich Vertreter der konservativen EVP-Fraktion im EU-Parlament mit rechtsextremen Kräften zur Migrationspolitik abgestimmt. Diese Enthüllung wirft viele Fragen auf

 25.03.2026

Krieg gegen Iran

Hoffnung auf Verhandlungen

Raketenalarm in Tel Aviv, Angriffe auf Teheran: Trotz neuer Vermittlungsversuche und Forderungen an den Iran bleibt eine schnelle Waffenruhe wohl unwahrscheinlich

 25.03.2026

Berlin

Kurdische Gemeinde zeichnet Ron Prosor aus

Der israelische Botschafter wurde beim Neujahrsfest für sein Engagement für die kurdische Gemeinschaft ausgezeichnet

 25.03.2026

London

Nach Brandanschlag: König Charles übernimmt Schirmherrschaft für jüdische Sicherheitsorganisation

Das Engagement des Monarchen für »Toleranz, Inklusion und interreligiöses Verständnis« passe eng zur Arbeit des Community Security Trust, so die Organisation

 25.03.2026

Kassel

Schmerzensgeld-Klage nach Antisemitismus auf documenta

Vor Gericht kam es zu keiner Einigung – wie geht es nun weiter?

 25.03.2026

Dokumentation

»Dieser Krieg ist nach meinem Dafürhalten völkerrechtswidrig«

Bundespräsident Steinmeier verurteilte im Auswärtigen Amt den Krieg Israels und der USA. Wir dokumentieren seine Rede

von Frank-Walter Steinmeier  25.03.2026

Meinung

Rheinland-Pfalz: Ein Wahlergebnis, das beunruhigt

Bei den Landtagswahlen schnitten AfD und Linkspartei bei den unter 25-Jährigen am besten ab. Für viele junge Jüdinnen und Juden ist das eine besorgniserregende Entwicklung

 25.03.2026

Gastkommentar

Wir stellen uns hinter Gregor Gysi

Der Politiker wird wegen Aussagen zur Israelfeindlichkeit in seiner Partei aus den eigenen Reihen angefeindet. Zwei Grünen-Bundestagsabgeordnete kritisieren das als Hetzkampagne autoritärer Strömungen in der Linken

von Marlene Schönberger, Max Lucks  25.03.2026