Hessen

Schüler spielen antisemitische Lieder ab - Schule erstattet Anzeige

Gedenkstätte des ehemaligen KZs Buchenwald Foto: dpa

Nach einem mutmaßlich antisemitischen Zwischenfall auf einer Studienfahrt zum ehemaligen Konzentrationslager Buchenwald drohen den drei verdächtigen Jugendlichen auch schulrechtliche Konsequenzen.

Wie ein Sprecher des zuständigen Schulamts am Dienstag auf Anfrage mitteilte, wird sowohl über pädagogische Maßnahmen als auch über entsprechende Ordnungsmaßnahmen nachgedacht.

Damit könnten die 14-Jährigen, gegen die die Polizei ermittelt, im schlimmsten Fall der Schule verwiesen werden. »Der Fall wird schulisch auf unterschiedlichen Ebenen aufgearbeitet«, bestätigte der Leiter der betroffenen Theo-Koch-Schule im mittelhessischen Grünberg, Jörg Keller, der Deutschen Presse-Agentur.

Die 14-Jährigen, gegen die die Polizei ermittelt, könnten im schlimmsten Fall der Schule verwiesen werden.

Die drei 14-Jährigen sollen auf der Rückfahrt von dem Besuch der Gedenkstätte in Thüringen antisemitische Lieder abgespielt und mitgesungen haben. Die Schulleitung zeigte den Vorfall daraufhin bei der Polizei an, die Ermittlungen wegen des Verdachts der Volksverhetzung einleitete. Den Angaben des Landkreises Gießen zufolge wurde die Theo-Koch-Schule bereits mehrfach für ihre Arbeit in der Extremismus-Prävention ausgezeichnet.

Beim Besuch der Schüler in der KZ-Gedenkstätte selbst seien keine Auffälligkeiten registriert worden, sagte der Sprecher der Gedenkstättenstiftung am Dienstag. Allerdings sei der Vorfall eine absolute Ausnahme.

Nach Schülerbesuchen gebe es in der Regel Auswertungsgesprächen mit den jeweiligen Verantwortlichen an den Schulen, so der Sprecher. Über ähnliche Vorkommnisse sei die Gedenkstätte darin bisher noch nicht unterrichtet worden.  dpa

Constantin Schreiber

Wahl des Staatsoberhaupts

Constantin Schreiber kündigt eigenen Präsidenten-Kandidaten an

Das BSW schickt den früheren »Tagesschau«-Sprecher in die Bundesversammlung, doch der sieht politisch keine Gemeinsamkeiten mit der Partei. Was ihn trotzdem dazu bewegt, die Nominierung anzunehmen

 08.11.2026

Vanessa Emde

Regierungsbildung in Berlin

Linke-Abgeordnete Emde muss über Mandatsverzicht entscheiden

Die Linke in Berlin erhöht den Druck auf ihre umstrittene Abgeordnete Vanessa Emde. Sie soll ihr Mandat zurückgeben, fordert die Parteiführung. Nun liegt der Ball bei der Neuköllner Politikerin

 08.11.2026

Befreiung von der Schuld: Wenn Claudia Roth plötzlich wie Björn Höcke klingt

Eine Einordnung von Georg M. Hafner

 07.11.2026

Berlin

Merz fordert Ausreise bei Judenhass unter Muslimen

Bei einem Empfang jüdischer Sportler äußert sich der Kanzler deutlich zum Antisemitismus unter muslimischen Einwanderern

 07.11.2026

Iran-Krieg

Berichte: Explosionen in Gheschm und Dschask im Iran

Immer wieder gab es Spekulationen, dass die USA und Israel nach den Midterms erneut den Iran angreifen könnten. Die Ursache der Explosionen ist bisher unklar

 07.11.2026

Interview

Kann Israel ohne Amerikas Waffen bestehen?

Der Politikwissenschaftler Jonathan Rynhold erklärt, was ein Ende der US-Militärhilfe für Israels Sicherheit bedeuten würde und wie sich das Verhältnis zu Washington in Zukunft entwickeln könnte

von Sabine Brandes  07.11.2026

Meinung

Die Juden waren’s!

Claudia Roth und die jüdische Lobby: Eine kleine Chronik der Unschuld

von Andreas Büttner  06.11.2026

Interview

»Ich bezweifle, dass Claudia Roth es ernst meint mit dem Kampf gegen Antisemitismus«

JSUD-Präsident Ron Dekel geht mit der Grünen-Politikerin hart ins Gericht und wirft ihr vor, antisemitische Narrative salonfähig zu machen

von Michael Thaidigsmann  06.11.2026

Israelfeindliche Politikerin

Berliner Linke fordert Vanessa Emde zum Mandatsverzicht auf

Nach Wochen der Diskussion über den Umgang mit der direkt gewählten Abgeordneten, scheint die Parteispitze nun durchgreifen zu wollen

 06.11.2026