Nahost

Scholz: Moment, um Zukunft Gazas zu planen

Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) hält am Dienstag eine Pressekonferenz mit Mette Frederiksen, der Ministerpräsidentin von Dänemark ab. Foto: picture alliance/dpa

Bundeskanzler Olaf Scholz dringt nach der Freilassung weiterer Geiseln durch die Hamas darauf, die Gestaltung der politischen und wirtschaftlichen Zukunft des Gazastreifens stärker voranzutreiben.

»Wichtig ist jetzt, dass die Waffenruhe hält, alle Geiseln freikommen. Und dass die Bewohner des Gazastreifens zuverlässig und umfassend mit humanitärer und medizinischer Hilfe versorgt werden«, sagte Scholz vor einem Gespräch mit der dänischen Ministerpräsidentin Mette Frederiksen in Berlin.

Die Bundesregierung freue sich, dass wieder Geiseln aus den Händen der Terrororganisation Hamas freigelassen wurden. Jetzt sei der Moment, um die politische und wirtschaftliche Zukunft des Gazastreifens zu planen.

Lesen Sie auch

Deutschland bereit, mitzuwirken

Scholz betonte, dass Gaza nie wieder Ausgangspunkt für »mörderischen Terrorismus« werden dürfe. Damit der Gazastreifen keine »Brutstätte für Extremismus und Hass« werde, bräuchten die Menschen vor Ort eine Perspektive für ein Leben in Freiheit und Würde.

»Daran ist Deutschland, ist die EU, bereit mitzuwirken, wenn die Rahmenbedingungen stimmen«, sagte Scholz. Dazu gehöre auch, dass eine reformierte Palästinensische Autonomiebehörde für Gaza in die Verantwortung wachse.

35 von 90 Geiseln tot

Nach mehr als einem Jahr Krieg ist vor zwei Wochen eine Waffenruhe zwischen Israel und der palästinensischen Terrorgruppe Hamas in Kraft getreten. Während der zunächst auf sechs Wochen angelegten ersten Phase sollen 33 israelische Geiseln der Hamas, von denen acht tot sind, gegen 1904 palästinensische Häftlinge aus israelischen Gefängnissen ausgetauscht werden.

Sieben der 33 Geiseln sind bereits freigelassen worden. Insgesamt werden noch 90 Geiseln im Gazastreifen festgehalten. 35 von ihnen sind israelischen Angaben zufolge nicht mehr am Leben. dpa/ja

Brandenburg

Brandanschlag: Jüdische Gemeinden stellen sich hinter Büttner

Im Fall des Brandanschlags auf das Anwesen des brandenburgischen Antisemitismusbeauftragten gibt es viele offene Fragen. Die örtliche jüdische Gemeinde solidarisiert Sicherheit mit Andreas Büttner

 15.05.2026

Belgien

Uni-Rektorin: »Haben bereits viele Partnerschaften verloren«

Die Besetzer verlangen einen vollständigen Boykott Israels und wollen weitermachen - obwohl die Uni-Leitung ihnen nun erneut entgegenkam

von Michael Thaidigsmann  15.05.2026

USA

Gericht setzt Sanktionen gegen Francesca Albanese aus

Ein Richter in Washington hat Sanktionen der Trump-Regierung gegen die UN-Berichterstatterin vorerst gestoppt. Die USA werfen ihr Voreingenommenheit und Antisemitismus vor

 15.05.2026

London

König Charles besucht Opfer der Messerattacken in Golders Green

Der Monarch spricht auch mit dem 76-jährigen Norman Shine, der im April bei einer antisemitisch motivierten Mersserattacke an einer Bushaltestelle am Hals verletzt worden war

 15.05.2026

Würzburg

Schuster sieht Gleichgültigkeit bei Judenhass - Zivilcourage gefragt

Der Präsident des Zentralrats der Juden, Josef Schuster, warnt vor einem Wegsehen bei Antisemitismus in Deutschland. Und gibt konkrete Tipps, wie man auf judenfeindliche Sprüche reagieren sollte

 15.05.2026

Peking

Trump erhöht Druck auf Iran

»Ich werde nicht mehr besonders lange geduldig sein«, sagt der amerikanische Präsident

 15.05.2026

Spanien

FC Barcelona distanziert sich von Jungstar Yamal – Entschuldigung an israelische Fans

»Wir möchten betonen, dass der betreffende Moment im Vorfeld von keiner mit dem FC Barcelona verbundenen Partei geplant war«, schreibt der Verein auf Hebräisch

 15.05.2026

Bern

Mengele-Akten endlich öffentlich

Der Schweizer Nachrichtendienst blockierte den Zugang zu diesen Unterlagen jahrzehntelang. Nun wird diese Sperre aufgehoben

von Nicole Dreyfus  14.05.2026

Mittelmeer

Gaza-Hilfsflotte sticht von Türkei aus erneut in See

Israel wirft einigen Aktivisten Verbindungen mit der islamistischen Terrororganisation Hamas im Gazastreifen vor

 14.05.2026