Thüringen

Schoa-Überlebender Naftali Fürst zu Gast im Landtag

Naftali Fürst Foto: picture alliance/dpa

Der Präsident des Internationalen Buchenwald-Komitees und Schoa-Überlebende Naftali Fürst ist am Donnerstag im Thüringer Landtag zu Gast. Am Vorabend des Gedenkaktes für die Opfer des Nationalsozialismus spreche er mit dem Leiter der Stiftung-Gedenkstätten Buchenwald und Mittelbau-Dora, Jens Wagner, über seine Erfahrungen in der NS-Zeit, teilte die Landtagsverwaltung am Montag in Erfurt mit. Fürst wolle dabei auch auf sein Leben in Israel und die aktuelle Situation im Nahen Osten eingehen.

Landtagspräsidentin Birgit Pommer (Linke) nannte die authentischen Berichte von Zeitzeugen einen wertvollen Bestandteil der Erinnerungskultur. Sie ermöglichten einen persönlichen Zugang zu Ereignissen, die nur schwer begreifbar seien. Sie schärften zudem das Bewusstsein für die Gefahren der demokratischen Grundordnung. Dazu gehöre auch die wachsende Zahl antisemitischer Übergriffe nach den mörderischen Angriffen der Hamas auf Israel am 7. Oktober 2023, sagte Pommer.

Der heute 91-jährige Naftali Fürst wurde in Bratislava geboren. Ab 1942 waren er, sein älterer Bruder Shmuel sowie seine Eltern im westslowakischen Arbeitslager Sered interniert. Im Alter von zwölf Jahren wurde er von der SS nach Auschwitz-Birkenau und von dort auf einem der Todesmärsche in das Konzentrationslager Buchenwald verschleppt. Hier erlebte er am 11. April 1945 seine Befreiung. 1949 siedelte er von der Tschechoslowakei nach Israel über. epd

Medien

Ex-»Welt«-Chefredakteur Burgard bei Springer künftig für Nahost zuständig

Burgard folgt auf Constantin Schreiber, der sich ab dem 1. Mai als Global Reporter weiter auf seine Podcast-Formate konzentriert

 17.04.2026

Berlin

Zentralrat der Juden gegen Widerspruchslösung

In seinem Tätigkeitsbericht für 2025 geht der Zentralrat auch ethische Fragen rund um das Thema Organspende ein

 17.04.2026

Genf

So reagiert die Weltbank auf antisemitische Posts von Francesca Albaneses Ehemann

Massimiliano Cali soll den palästinensischen Terrorismus relativiert und gegen Juden gehetzt haben

von Imanuel Marcus  17.04.2026

Paris

Bericht: Marine Le Pen trifft Israels Botschafter

Das Gespräch wirft diese Frage auf: Wie geht die Regierung Netanjahu mit rechtsextremistischen Parteien im Ausland um?

 17.04.2026

Yale-Umfrage

Jüngere Wähler in den USA äußern häufiger antisemitische Ansichten

Auch Plattformen wie TikTok spielen eine Rolle. Ihre Nutzer neigen eher zu Judenhass als Konsumenten herkömmlicher Medien

 17.04.2026

Amsterdam

Neue YouTube-Serie folgt den Spuren von Anne Frank

Eine Schauspielerin reist von Frankfurt über Amsterdam bis Bergen-Belsen und bietet Einblicke in das Leben des jüdischen Mädchens, das Millionen Menschen berührt hat

 17.04.2026

München

Proiranische Terror-Gruppe reklamiert Anschlag auf Restaurant für sich

Laut Generalstaatsanwaltschaft ist ein Bekennervideo der schiitischen Gruppe Harakat Ashab al-Yamin al-Islamia Gegenstand laufender Ermittlungen

 17.04.2026

Berlin

Staatsanwaltschaft geht in Revision im Prozess gegen Mustafa A.

Die Staatsanwaltschaft geht bei dem Angriff auf Lahav Shapira von einer antisemitischen Gewalttat aus. Der Täter bestreitet dies und erreicht im Berufungsprozess eine geringere Strafe. Beendet ist der Fall damit nicht

 17.04.2026

New York

New Yorks First Lady entschuldigt sich für antisemitische Social-Media-Beiträge

Als Jugendliche hatte Rama Duwaji etwa die Flugzeugentführerin Leila Khaled gelobt und behauptet, Tel Aviv hätte nie existieren dürfen

 17.04.2026