Meinung

Russen müssen leider draußen bleiben

Wer keinen deutschen Pass hat, kann nicht wählen gehen. Foto: JA

Seit 20 Jahren gibt es eine russischsprachige Zuwanderung in den Gemeinden. Und jetzt das. Die Gemeinde Koblenz schließt Mitglieder, die keinen deutschen Pass haben, von der Vorstandswahl aus. Das ist respektlos. Und es bedeutet potenziell den Todesstoß für die Gemeinden. Viele Zuwanderer kennen ihre Religion kaum, lautet ein Ausschluss-Argument. Dann muss man ihnen eben helfen, diese Kenntnisse zu erwerben! Viele wollen sich nicht integrieren, lautet ein zweites. Dann ist es Aufgabe der Gemeinde, entsprechende Angebote zu machen. Niemand hat gesagt, dass die Integration ein Zuckerschlecken bedeutet.

Satzung Der Zuzug ist ein Glücksfall für die jüdische Gemeinschaft. Was wäre sie denn ohne Zuwanderer? Vermutlich ein immer kleiner werdendes Häufchen. Dank Zuwanderung gibt es volle Jugendzentren, die zu 80 Prozent von russischsprachigen Jugendlichen geleitet werden. Lebendige Gemeinden, die zu 65 Prozent Vorsitzende aus der Ex-Sowjetunion haben. So funktioniert jüdisches Leben heute, daran wird man sich auch in Koblenz gewöhnen müssen. Und ist man denn mit einem deutschen Pass jüdischer als ohne? Gewiss, die Gemeinden können autonom entscheiden, aber sie sollten sich mal fragen, ob sie bei einer solchen Einstellung in zehn Jahren überhaupt noch etwas zu wählen haben. Dann vielleicht doch lieber die Satzung ändern.

Meinung

Wer definiert das Judentum?

Die Theologische Fakultät der Universität Freiburg im Üechtland verleiht dem messianischen Rabbiner Mark S. Kinzer die Ehrendoktorwürde. Das belastet das jüdische Verhältnis zu einem katholischen Partner

von Zsolt Balkanyi-Guery  12.05.2026

Nahost

Bericht: Vereinigte Arabische Emirate griffen den Iran heimlich an

Eine der Attacken soll Anfang April ein großes Feuer auf einer Raffinerie auf der iranischen Insel Lavan verursacht haben

 12.05.2026

Washington D.C.

Trump erwägt neue Militärschläge gegen Iran

Der US-Präsident bezeichnete die Antwort Teherans auf seinen jüngsten Vorschlag für eine dauerhafte Waffenruhe als »Müll«

 12.05.2026

Essay

Warum ich Zionist bin

Heute ist Zionismus für viele ein Schimpfwort und gleichbedeutend mit Rassismus. Da muss eine Verwechslung vorliegen. Antizionismus ist Rassismus. Der Zionismus ist die selbstverständlichste Antwort auf zweitausend Jahre Verfolgung, Vertreibung und Völkermord

von Mathias Döpfner  12.05.2026

Berlin

Mehr Straftaten gegen Gedenkstätten im vergangenen Jahr

Sachbeschädigung, Volksverhetzung, Diebstahl, Hausfriedensbruch: Die Zahl der Straftaten in und gegen Gedenkstätten ist im vergangenen Jahr gestiegen

 11.05.2026

Brüssel

EU beschließt Sanktionen gegen Israel

Die Europäische Union hat eine politische Einigung für Strafmaßnahmen gegen israelische Siedler erzielt

von Michael Thaidigsmann  11.05.2026 Aktualisiert

Stuttgart/Ulm

Antrags-Scharmützel im Prozess um Angriff auf israelische Rüstungsfirma

Die Verteidigung geht im Prozess um den Angriff auf das Unternehmen Elbit weiter auf Konfrontation zur Richterin. Die Verlesung der Anklage lässt auf sich warten

 11.05.2026

Iran-Krieg

440 Kilo Uran: Zentraler Streitpunkt mit dem Iran

Es dürfte tief unter der Erde in zwei Atomanlagen lagern. Der Verbleib des hoch angereicherten Urans bleibt Hauptkonflikt mit Teheran

 11.05.2026

Wien

Eurovision-Fans werfen EBU unfairen Umgang mit Israel vor

Der Hintergrund ist diesmal eine Werbekampagne der israelischen Rundfunkanstalt KAN für den Sänger Noam Bettan und dessen Beitrag »Michelle«

 11.05.2026