Saarland

Religiöses Bündnis will Gottesbezug in Saar-Verfassung

Eine Gedenkstunde zur Pogromnacht vom 9. November 1938 in der Synagoge Saarbrücken Foto: picture alliance / BeckerBredel

Ein Bündnis aus christlichen Kirchen, der Synagogengemeinde Saar sowie muslimischen Gemeinden will einen Bezug zu Gott in die Präambel der saarländischen Verfassung bringen. Ein Gottesbezug würde den geschichtlich-kulturellen Ursprung der grundlegenden Verfassungswerte sichtbar machen, teilte das Bündnis in einer gemeinsamen Erklärung zum politischen Anhörungsverfahren im Landtag mit.

Die Landesverfassung enthält seit dem Beitritt des Saarlandes zum Bundesgebiet 1957 keine Präambel (Einleitung). In dem derzeit vorliegenden Entwurf vom Herbst 2025 steht kein Gottesbezug.

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Das religionsübergreifende Bündnis schlägt vor, in die Präambel eine Formulierung nach dem Vorbild des Grundgesetzes der Bundesrepublik Deutschland aufzunehmen: »Im Bewusstsein unserer Verantwortung vor Gott und den Menschen, auf der Grundlage des religiösen und humanistischen Erbes, gibt sich das Volk des Saarlandes die folgende Verfassung.«

Im bisherigen Entwurf der neuen Präambel bekennt sich das Saarland unter anderem zur deutsch-französischen Freundschaft und zu einem friedlichen Europa. dpa

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