Beschneidung

Rechtssicherheit in Sicht

Eine Regelung zur Zirkumzision könnte bald geschaffen werden. Foto: gettyimages

Bald soll es Rechtssicherheit für religiös motivierte Beschneidungen geben. Das ist der Wille der Teilnehmer eines Expertentreffens im Bundesjustizministerium, das am Dienstag in Berlin stattgefunden hat.

An dem ganztägigen Gespräch nahmen vom Zentralrat der Juden in Deutschland Generalsekretär Stephan J. Kramer und als Vertreter der Allgemeinen Rabbinerkonferenz Rabbiner Henry G. Brandt teil. Auch Justizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger (FDP) und Vertreter der muslimischen Verbände waren zu dem Treffen gekommen.

gesetz Nach Informationen der Jüdischen Allgemeinen wurde verabredet, dass im Bundesjustizministerium bald eine Regelung formuliert werden wird, die ins Bürgerliche Gesetzbuch (BGB) aufgenommen werden soll. Sie wird sich nicht nur auf religiös motivierte Beschneidungen, sondern auf jede nicht medizinisch indizierte Zirkumzision beziehen.

Diese Regelung schafft dann auch für Beschneidungen minderjähriger Jungen Rechtssicherheit, die Eltern aus prophylaktischen oder hygienischen Gründen vornehmen lassen wollen.

Durch die Verwendung des Fachterminus Zirkumzision ist zudem ausgeschlossen, dass, wie teilweise befürchtet, auch Genitalverstümmelungen bei Mädchen legalisiert würden.

Lesen Sie mehr dazu in der am Donnerstag erscheinenden Ausgabe der Jüdischen Allgemeinen.

Bundestag

Zentralrat der Juden fordert schnelle Einführung von Härtefallfonds

Jüdischer Zuwanderer sollten möglichst schnell bei der Rente besser gestellt werden, unterstreicht Josef Schuster

 12.04.2021

Geschichte

»Verschwindende Wand« erinnert an die Schrecken von Buchenwald

Auf 6000 Holzklötzchen sind 163 Zitate von 99 Überlebenden der KZ Buchenwald und Mittelbau-Dora eingraviert

 12.04.2021

Essay

Die Querdenker und ihre unerträglichen Vergleiche mit der NS-Zeit

Warum es jeden Demokraten zutiefst besorgen muss, wenn Extremisten gegen die angebliche »Corona-Diktatur« aufmarschieren

von Josef Schuster  12.04.2021

NS-Zeit

Schoa-Überlebende warnen vor neuer Hetze und Ausgrenzung

Die Zeitzeugen erinnerten an die Befreiung der Konzentrationslager Buchenwald und Mittelbau-Dora vor 76 Jahren

 11.04.2021

NS-Zeit

Erinnerung an die Befreiung des KZs Buchenwald

Frank-Walter Steinmeier: »Wer sich nicht mehr daran erinnert, was geschehen ist, der hat auch vergessen, was geschehen kann«

 11.04.2021

Erinnerung

Steinmeier und Ramelow gedenken an Befreiung des KZ Buchenwald

Der Bundespräsident soll bei der Veranstaltung im Deutschen Nationaltheater in Weimar die Gedenkrede halten und auch an der anschließenden Kranzniederlegung in der Gedenkstätte Buchenwald teilnehmen - ebenso Überlebende des Konzentrationslagers

 11.04.2021

Porträt

60 Jahre nach Eichmann-Prozess: Ankläger Gabriel Bach erinnert sich

Was die Opfer während der Verhandlungen erzählten, verfolgt einen Zeitzeugen bis heute

von Sara Lemel  11.04.2021

Rheinland-Pfalz

Erstes Bundesland richtet Beratung gegen Hetze im Internet ein

Das Angebot soll Hilfe bei digitaler Gewalt bieten und Handlungsmöglichkeiten aufzeigen

 09.04.2021

Medizin

Pette-Institut in Hamburg wird wegen NS-Verstrickung umbenannt

Hintergrund sind Gutachten zur Rolle des Gründungsdirektors in der NS-Zeit

 09.04.2021