Moskau

Putin will mit neuer Regierung in Israel gut zusammenarbeiten

»Konstruktive Zusammenarbeit in allen Bereichen weiter ausbauen«: Kremlchef Wladimir Putin Foto: imago images/ITAR-TASS

Kremlchef Wladimir Putin setzt auch nach dem Regierungswechsel in Israel auf eine gute Zusammenarbeit beider Länder. »Die russisch-israelischen Beziehungen sind traditionell freundschaftlich«, schrieb das russische Staatsoberhaupt in einem am Montag in Moskau veröffentlichten Telegramm an den neuen israelischen Ministerpräsidenten Naftali Bennett.

Putin gratulierte darin dem Regierungschef zu seinem Amtsantritt. Er hoffe, dass Bennetts Regierungsarbeit dazu beitrage, die »konstruktive Zusammenarbeit in allen Bereichen« weiter auszubauen. »Das entspricht zweifellos den grundlegenden Interessen unserer Völker«, schrieb Putin.

Am Sonntagabend hatte eine hauchdünne Mehrheit der Abgeordneten im israelischen Parlament für das Acht-Parteien-Bündnis unter Führung von Bennett von der ultrarechten Jamina und Yair Lapid von der Zukunftspartei gestimmt.

Das Votum bedeutet das vorläufige Ende der Ära des rechtskonservativen Langzeit-Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu. Lapid soll Bennett nach zwei Jahren im Zuge einer Rotationsvereinbarung als Regierungschef ablösen. dpa

Naher Osten

Trump: Atom-Deal nur bei saudischer Anerkennung Israels

Washington und Riad stehen kurz vor einem Atomabkommen zur zivilen Nutzung der Kernenergie. Doch jetzt hat Donald Trump eine neue Bedingung gestellt

 23.07.2026

Würzburg

Schuster kommt zur Kundgebung gegen antisemitische Angriffe

Organisiert wird die Demonstration von der DIG Würzburg, dessen Mitglied das 65-jährige Opfer der jüngsten Attacke in Höchberg ist

 23.07.2026

Handelspolitik

Belgien und Niederlande verbieten Einfuhren aus Siedlungen

Die Regierungen in Brüssel und Den Haag haben ihre Ankündigung wahrgemacht, die Einfuhr von Waren aus den seit 1967 von Israel besetzen Gebieten zu untersagen, sofern sie von Israelis produziert werden

 23.07.2026

Genf/Berlin

Streit zwischen Rosa Luxemburg Stiftung und UN Watch

Die der Partei »Die Linke« nahestehende Stiftung wirft der Genfer NGO vor, in Berlin »die wildesten Verleumdungen gegen die UNRWA« verbreitet zu haben. UN Watch kontert mit Video-Beleg

von Imanuel Marcus  23.07.2026

Essay

Gedenken ohne Juden

Die Erinnerungskultur macht den Holocaust zunehmend zu einer allgemeinen Mahnung gegen Intoleranz und verliert dabei die jüdischen Opfer aus dem Blick

von Gunda Trepp  23.07.2026

Interview

»Es geht um das aktuelle jüdische Leben in unserem Land«

Bundesforschungsministerin Dorothee Bär (CSU) über ein neues Kompetenznetzwerk zu jüdischer Gegenwartsforschung, eine Förderrichtlinie und den Einsatz gegen Israel-Boykott

von Leon Stork, Ayala Goldmann  23.07.2026

Washington D.C./Riad

»Schreckliche Idee«: Kritik an US-Atomdeal mit Saudi-Arabien

Während des Iran-Kriegs, der sich auch um das iranische Atomprogramm dreht, verkünden die USA eine Einigung mit Saudi-Arabien. Experten fürchten ein atomares Wettrüsten in einer instabilen Region

von Johannes Sadek, Franziska Spiecker, Jörg Vogelsänger  23.07.2026

Nahost

USA setzen über Iran B-1-Bomber ein

Im Visier standen Einrichtungen der iranischen Marine, Lager für Raketen und Drohnen, Küstenüberwachungssysteme sowie Luftverteidigungsanlagen

 23.07.2026

San Francisco

Wie Sam Altmans KI ausbrach und eine Firma hackte

Ein außergewöhnlicher Vorfall bei einem Testlauf des ChatGPT-Entwicklers demonstriert drastisch das Risiko von KI-Cyberattacken. Dabei wollte die Software nur in einem Test schummeln

von Andrej Sokolow  23.07.2026