Berlin

Protest gegen Besuch

Teilnehmer der Demonstration am Montagabend Foto: Jerome Lombard

Unter dem Motto »Keine Normalisierung der politischen Beziehungen mit dem iranischen Regime! Für Demokratie und Solidarität mit Israel!« demonstrierten am Montagabend über 50 Menschen in Berlin-Mitte. Zu der Kundgebung in der Nähe des Brandenburger Tors hatte die Deutsch-Israelische Gesellschaft Berlin und Brandenburg (DIG) sowie die Initiative »Stop the Bomb« aufgerufen. Teilnehmer hatten Israelflaggen und Plakate mit Aufschriften wie »Keine Geschäfte mit dem Iran« und »Israel is on the Map to Stay« dabei.

»Solange das iranische Regime Israels Existenzrecht anzweifelt, kann und darf es keine Normalisierung der politischen Beziehungen geben«, erklärte Annina Schmidt, Stellvertretende Vorsitzende des Bundesvorstands des Jungen Forums der DIG. »Wer zu Judenhass anstachelt und die Schoa relativiert, kann kein Partner Deutschlands sein«, betonte Schmidt.

Delegation Der Protest richtet sich gegen den fünftägigen Besuch einer Delegation iranischer Parlamentarier in Deutschland. Noch bis zum Donnerstag wollen sich die Abgeordneten zu Gesprächen mit deutschen Vertretern aus Politik, Wirtschaft, Kultur und Wissenschaft in Berlin treffen. Geplant sind dabei unter anderem Unterredungen mit Bundestagspräsident Norbert Lammert (CDU) und der Bundestagsabgeordneten Kersten Steinke (Linke).

Am Donnerstag soll die Delegation auf der Ehrentribüne an einer Plenarsitzung des Bundestags teilnehmen. »Der Dialog mit dem Iran muss von einem klaren Standpunkt aus geführt werden. Wir akzeptieren nicht, die Existenz Israels infrage zu stellen oder zu bedrohen. Wir erinnern den Iran an seine völkerrechtliche Verpflichtung zur Einhaltung der Menschenrechte«, sagte Volker Beck, Bundestagsabgeordneter der Grünen, auf der Kundgebung.

Eine Normalisierung der Beziehungen setze eine Reaktion des Iran bei diesen selbstverständlichen Punkten voraus, sagte Beck. Führende Politiker des iranischen Regimes haben in der Vergangenheit die Schoa relativiert und drohen Israel regelmäßig mit Vernichtung.

New York

Die US-Linke ist besessen von Palästina – nun frisst die Revolution ihre eigenen Kinder

Zohran Mamdanis Aufstieg hat in der Demokratischen Partei einen Linksruck ausgelöst. Längst ist der Bürgermeister der US-Metropole mit seiner zweifelhaften Anti-Israel-Rhetorik zur Ikone der Palästina-Bewegung in Amerika geworden. Nun wird er Teilen des eigenen Lagers zu weich

von Jan Klauth  13.10.2026

Glosse

Wir stehen zum Existenzrecht Pakistans!

Absurder als im rot-rot-grünen Berlin wird’s nicht mehr

von Philip Fabian  13.10.2026

Replik

Einspruch, euer Ehren!

Der Friedenspreis des Deutschen Buchhandels ging in diesem Jahr an Philippe Sands. Ausgerechnet ein Mann, dessen Autorität auf juristischer Präzision und universellen Maßstäben gründet, nimmt es mit dem Völkerrecht erstaunlich ungenau

von Leeor Engländer  13.10.2026

9. November

Bautzen erinnert an Novemberpogrome 1938

Der Bautzener Kornmarkt war Schauplatz der Novemberpogrome von 1938. Eine temporäre Installation soll am authentischen Ort an NS-Opfer erinnern

 13.10.2026

Großbritannien

Premier Burnham: Iran steckt hinter geplantem Angriff auf US-Militärbasis

Mehrere Männer werden verdächtigt, einen Anschlag auf einen Militärstützpunkt in Großbritannien geplant zu haben. Nun sagt der britische Premier: Das waren die iranischen Revolutionsgarden

 13.10.2026

Medien

Israel verweigert »taz«-Korrespondentin Arbeitsvisum

Diaspora-Ministerium: »Antiisraelische Akteure und diejenigen, die Israel verleumden, sollten keinen Fuß in das Land setzen«

 13.10.2026

Berlin

Jüdische Kulturtage müssen Hauptausstellung absagen

Wegen einer Finanzierungslücke fällt die Ausstellung aus. Die Jüdische Gemeinde kritisiert die Förderentscheidung des Senats

 12.10.2026

Mitglieder der JSUD vor dem Eingang zum Synagogenhof der Jüdischen Gemeinde Halle

Sachsen-Anhalt

So instrumentalisiert die AfD den Eklat von Halle

AfD-Rechtsaußen Hans-Thomas Tillschneider geriert sich als Opfer »fanatisierter Studenten«. Eine Einordnung

von André Anchuelo  12.10.2026

Katharina von Schnurbein

»Ich habe das Gefühl, den richtigen Weg gegangen zu sein«

Die EU-Antisemitismusbeauftragte Katharina von Schnurbein wechselt von Brüssel nach Berlin. Sie folgt dort Felix Klein nach. Ein Porträt

von Michael Thaidigsmann  12.10.2026