Berlin

Nahost-Konflikt: Polizei zählt knapp 50 Vorfälle an Schulen

Polizisten stehen vor dem Ernst-Abbe-Gymnasium in der Sonnenallee im Berliner Stadtteil Neukölln. Foto: picture alliance/dpa

Seit dem Überfall der Hamas auf Israel hat die Berliner Polizei fast 50 Vorfälle an Schulen rund um den Nahostkonflikt registriert. Das habe sie auf Anfrage mitgeteilt, wie der »Tagesspiegel« (Dienstag) berichtet. Die Berliner Bildungsverwaltung hingegen verweigere seit Tagen eine diesbezügliche Auskunft und begründe dies mit dem Verweis auf sensible Daten.

Nach Angaben der Polizei wurden bis vergangenen Donnerstag rund 40 entsprechende Anzeigen und Meldungen registriert, am Freitag, dem letzten Tag vor den Herbstferien, seien weitere dazu gekommen.

Fake News an den Schulen

Bildungssenatorin Katharina Günther-Wünsch (CDU) hatte vergangene Woche im Abgeordnetenhaus berichtet, dass seit dem Überfall der Hamas-Terroristen auf Israel an den Berliner Schulen eine äußerst angespannte Situation herrsche. Es sei »sehr bedrückend«, was sie in E-Mails von Schulen erfahre.

Sie kritisierte auch die Verbreitung von Fake News im Internet. Derartige Botschaften zu teilen, könne dazu beitragen, »dass eine Stimmung kippt«. Am 9. Oktober war es an einem Neuköllner Gymnasium im Zusammenhang mit dem Nahost-Konflikt zu einer gewalttätigen Auseinandersetzung zwischen einem Schüler und einem Lehrer gekommen.

Die Spandauer Schulleiterin Karina Jehniche von der Interessenvertretung Berliner Schulleitungen warb im »Tagesspiegel« um Verständnis für die Zurückhaltung. Manche Vorfälle seien einfach nicht für die Öffentlichkeit bestimmt. Wenn Fünft- oder Sechsklässler »Free Palestine« riefen, müsse man mit ihnen reden und das einordnen. Entscheidend sei, alle Fragen der Schüler zu beantworten. epd

Transportbetonwerk der Firma Heidelberg Materials in München (Symbolbild)

Hessen

Brandanschlag aus Israel-Hass?

Bei einer Betonfirma entstand durch das Feuer ein Sachschaden in Höhe von etwa 800.000 Euro. Nun tauchte ein Bekennerschreiben auf, das die Tat mit der Politik Israels begründet

 03.09.2026

Abgeordnetenhauswahl

Offene Ohren

Was passiert, wenn 100 Berliner Israelis 45 Minuten haben, um einem Landespolitiker Fragen zu stellen? Etwas anderes, als Sie denken

von Sophie Albers Ben Chamo  03.09.2026

Medien

Wie »Die Zeit« den fanatischen Israelhasser Zohran Mamdani zur politischen Lichtgestalt umdeutet

von Regula Stämpfli  03.09.2026

Debatte

Öffentlich-Rechtliche Medien: Macht euren Job, aber macht ihn besser!

Ein Appell von Esther Schapira

von Esther Schapira  03.09.2026

Medien

Stephan-Andreas Casdorff ist wieder für den »Tagesspiegel« tätig

Die KI-generierten Meinungstexte von Stephan-Andreas Casdorff im »Tagesspiegel« hatten in der Branche für viel Aufruhr gesorgt. Seit Juni hatte der Ex-Chefredakteur seine Tätigkeit ruhen lassen. Nun kehrt er zurück

von Jana Ballweber  03.09.2026

Henning Lobin, Direktor des Leibniz-Instituts für Deutsche Sprache (IDS)

Interview

Experte: AfD nutzt Sprachpolitik als »trojanisches Pferd«

Soziales Verhalten wird in der öffentlichen Kommunikation zunehmend durch psychologische Kategorien beschrieben, beobachtet der Sprachforscher Henning Lobin. Er hat sich mit der Sprachpolitik der AfD befasst

von Christine Süß-Demuth  03.09.2026

Frankfurt am Main/Magdeburg

Kann die AfD Staatsverträge zu Medienthemen kündigen?

Die AfD will bei einem Wahlerfolg in Sachsen-Anhalt aus Staatsverträgen aussteigen, die Medienthemen regeln. Dabei müsste die neue Landesregierung jedoch zahlreiche Anforderungen beachten

 03.09.2026

Wahlen

Wie antisemitisch ist die AfD?

Die rechtsextreme Partei inszeniert sich gern als Vorkämpferin gegen Judenhass und für Israel. Ein Faktencheck

von Stefan Dietl  03.09.2026

Landtagswahlen

Zünglein an der Waage?

Das »Bündnis Sahra Wagenknecht« (BSW) könnte besonders in Sachsen-Anhalt wichtig werden

von Ralf Fischer  03.09.2026