New York

Nach Angriff auf israelisches Restaurant in München: Anklage in USA

Das Münchner Restaurant Eclipse nach dem Anschlag Foto: picture alliance / SZ Photo

Die US-Strafverfolgungsbehörden haben Anklage gegen einen Mann erhoben, dem als Kopf einer proiranischen Terrorgruppierung die Beteiligung an dem Angriff auf ein israelisches Restaurant in München im März vorgeworfen wird.

Neben dem Vorfall in München wird dem Mann mit irakischer Staatsangehörigkeit unter anderem die Beteiligung an Anschlägen in London, Paris und Amsterdam zur Last gelegt, wie aus US-Justizunterlagen hervorgeht. Der Iraker soll die Terroraktivitäten in Europa koordiniert haben. 

Seit dem Beginn des militärischen Konflikts zwischen den USA und Israel sowie dem Iran habe er andere gedrängt und angewiesen, die Interessen der USA und Israels anzugreifen und dabei auch Amerikaner und Juden zu töten, heißt es in den Beschuldigungen der Bundespolizei FBI. Unter anderem soll er auch Terrorakte in den USA befohlen haben.

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Unmittelbar nach dem Angriff auf das Lokal war ein Bekennervideo einer proiranischen Gruppierung aufgetaucht. Auch in Bayern prüfen Ermittler das Material. Man gehe davon aus, dass das Video auf die Gruppierung Harakat Ashab al-Yamin al-Islamia (HAYI) zurückgehe. Sie soll nach Angaben der US-Justiz unter dem Kommando der iranischen Revolutionsgarden stehen. Die Gruppe wird auch vom Bundesamt für Verfassungsschutz beobachtet.

Die Konferenz der Europäischer Rabbiner (CER) nahm zur Festnahme des Verdächtigen und seiner Anklage Stellung. CER-Generalsekretär Gady Gronich sprach von einem wichtigen Signal im Kampf gegen antisemitischen Terror. »Wir sind dankbar für die Arbeit der Sicherheitsbehörden in Bayern sowie den USA«, erklärte er.

»Die Ermittlungen zeigen erneut: Die Gefahr iranischer Terrornetzwerke und insbesondere der Revolutionsgarden in Europa wird noch immer massiv unterschätzt. Teheran exportiert Hass, Einschüchterung und Gewalt bis in unsere Städte«, so Gronich. »Demokratische Staaten müssen dieser Bedrohung endlich mit voller Entschlossenheit entgegentreten.« dpa/ja

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